GESCHICHTE

"FREIE" BEWEISWÜRDIGUNG DOKUMENTENVERZEICHNIS

Die ganze Geschichte
Ein königliches Spiel?
Dieser Bericht zeichnet das Geschehen im Schachclub Starnberg
im Zusammenhang mit den Streitereien Chowanetz/Schäfer und Chowanetz/Lochte nach
und gibt Einblicke hinter die Kulissen,
die die Spaltung des Schachclubs verständlicher werden lassen.
. Es beginnt mit einem Freundschaftsspiel

Am 21.9.2001 fand ein sogenannter "Vergleichskampf" zwischen dem Schachclub Starnberg und dem Schachklub Ebersberg/Grafing statt.

Andreas Chowanetz (Schachclub Starnberg) verlor seine Partie gegen Jan O. (Schachklub Grafing/Ebersberg). Thomas Lochte amtierte im Rahmen des Vergleichskampfes als Spielleiter und führte als solcher den sogenannten Spielberichtsbogen, in dem die Ergebnisse der einzelnen Partien eingeschrieben worden sind.

Thomas Lochte trug als Ergebnis des Spiels zwischen Chowanetz und Ostrowski zunächst "Remis" in den Spielberichtsbogen ein. Lochte wurde kurz darauf von Mitspielern auf seinen Irrtum hingewiesen. Darauf begab sich Lochte zu Chowanetz, der sich zwischenzeitlich mit O. in einem Nebenraum aufhielt und stellte Chowanetz zur Rede, wieso er (Chowanetz) denn trotz eines Remisangebotes seines Gegners das Spiel aufgegeben habe.

Chowanetz wie auch sein bei diesem Gespräch anwesender Gegner, Herr O., stellten daraufhin gegenüber Thomas Lochte den Sachverhalt sofort richtig und erklärten Lochte, dass es ein Remisangebot von O. nie gegeben habe.(Siehe Schreiben des Herrn O. vom 01.10.01) Dennoch, so erklärte Schäfer, ein Clubmitglied, Pressereferent und späterer 1. Vorsitzende des Schachclubs, behauptete Lochte ihm gegenüber im Anschluß an diese Richtigstellung - und somit wider besseren Wissens - genau diesen Sachverhalt.

. Der Zeitungsartikel vom 24.09.2001

Der Vorwurf Lochtes an Chowanetz, warum er denn das angebotene Remis ausgeschlagen habe, fand sich, trotz der Richtigstellung, anschließend am 24.9.2001 nahezu wortgleich in der Zeitung wieder. (Verfasser: Matthias Schäfer)

U.a. ist dort folgender Text zu lesen:
. Ein Anruf an Schäfer (September 2001)
Am 29.09.2001 rief Chowanetz, nachdem er Kenntnis vom Artikel hatte, Matthias Schäfer an. Chowanetz war Schäfer freundschaftlich verbunden. Schäfer hatte ihm längere Zeit privaten Schachunterricht erteilt.
Matthias Schäfer, der den Artikel für den Starnberger Merkur geschrieben hatte, erklärte Chowanetz auf Anfrage:
Die Information und die Formulierung hätte er von Thomas Lochte erhalten. Er bedauere, dass er die Information nicht, etwa durch einen Anruf, auf seinen Wahrheitsgehalt überprüft habe. Die angebotene schriftliche Schilderung des tatsächlichen Sachverhalts, sowohl eine Schilderung von Chowanetz als auch eine Schilderung O., benötige er nicht. Er hatte auf die Information von Thomas Lochte vertraut. In seinem nächsten Artikel werde er die Falschmeldung richtig stellen.
. Ein Anruf an Lochte (September 2001)

Nach dem Gespräch mit Matthias Schäfer, erkundigte sich Chowanetz bei Thomas Lochte.

Dieser bestritt nicht, die Falschmeldung an Schäfer weitergegeben zu haben und beharrte darauf, mit eigenen Augen gesehen zu haben, dass Chowanetz ein Remisangebot abgelehnt habe.
Chowanetz erklärte ihm, daß er den Vorfall nicht auf sich beruhen lassen könne, sondern eine Richtigstellung gegenüber der Zeitung, sowie eine schriftliche Entschuldigung erwarte. Darauf erwiderte Lochte, Chowanetz könne ihn mal... und hängte auf.
. O. bestätigt: Kein Remis-Angebot (Oktober 2001)
Mit Schreiben vom 01.10.2001 bestätigte O. den hier geschilderten Ablauf des Abends. Es habe kein Remisangebot gegeben.
. Lochte benennt einen "falschen Zeugen" (Oktober 2001)
Was hatte es mit der falschen Zeugenbenennung auf sich?
Am Abend des 05.10.2005 nannte Lochte den ehemaligen Vorsitzenden des Schachclubs, Herrn Kurt E., als Zeugen. Dieser, so Lochte, hätte gleichfalls beobachtet, dass Chowanetz ein angebotenes Remis ausschlug und somit auf seiner Niederlage bestanden hätte.
E. dementierte freilich gegenüber Chowanetz, derartiges bestätigen zu können.
Thomas Lochte lehnte es bis weit in das folgende Jahr hinein strikt ab, sich von seiner falschen Information zu distanzieren. Nachdem sein Versuch gescheitert war, seine angebliche Beobachtung eines abgelehnten Remis durch eine falsche Zeugenaussage zu stützen und Chowanetz in die Ecke des Lügners zu drücken, argumentierte er in der Folgezeit, seine Äußerungen entsprächen seiner subjektiven Wahrnehmungen über das Ende der Partie von A. Chowanetz, die einem Schiedsrichter zugestanden werden müssen. Später dann wird er behaupten, er hätte nie von einem Remis gesprochen und alles müsse ein Missverständnis sein. (Siehe hierzu die Zusammenfassung "Verhalten Lochtes")
. Chowanetz sucht Hilfe beim Vereins-Vorsitzenden (Oktober 2001)
Am 05.10.2001, nachdem Lochte sich dazu hinreißen ließ, in Anwesenheit mehrere anderer Schachspieler einen falschen Zeugen zur Stützung seiner unwahren und wider besseren Wissens verbreiteten Falschmeldung zu nennen, wendete sich Chowanetz mit einem Brief an den Vereinsvorsitzenden Dr. S.. Er stellte das Geschehen dar. Unter anderem schrieb er:
"...es ist mir bei allem Bemühen nach Mäßigung nicht möglich, diese üble Nachrede, die mich mit Hilfe von unwahren Behauptungen als kuriosen Kauz zeichnet, hinzunehmen. Thomas Lochte gab diese Information in seiner Funktion als Spielleiter des Schachclub Starnberg einem Vertreter der Presse. Ich gehe davon aus, dass ihm sehr wohl klar war, dass diese Falschmeldung in der Zeitung veröffentlicht wird. Seine Uneinsichtigkeit und sein Beharren auf seiner unhaltbaren Unwahrheit vereinfacht die Situation nicht. Mir liegt in Hinsicht auf eine von mir immer angestrebte kameradschaftlichen Clubatmosphäre daran, die Situation nicht eskalieren zu lassen. Vielleicht siehst Du hier einen Ausweg."
. Schäfers vergebliche Richtigstellung (Oktober 2001)

Etwa Mitte Oktober berichtete Schäfer an Chowanetz, dass eine von ihm geschriebene Richtigstellung des Sachverhalts in der letzten Berichtestattung über den Club, von seinem Abteilungsleiter (Sport-Redakteur) gestrichen worden sei. Er sehe sich außerstande, hier noch etwas zu unternehmen.

. Chowanetz bittet Schäfer um Zurückhaltung (Oktober 2001)
Kurz vor der Jahreshauptversammlung im Oktober 2001 unterhielt sich Chowanetz mit Schäfer. Dabei merkte Schäfer hinsichtlich der Versammlung an, dass es da wohl heiß hergehen werde. Chowanetz bat Schäfer, das Thema Chowanetz/Lochte nicht unnötig aufzubauschen. Dies geschah im stillen Einvernehmen mit dem Vorsitzenden. Dr. S. hatte darum gebeten, diesen Streit aus dem Club herauszuhalten.
Zu dieser Zeit war bereits durch einen eskalierten Streit mächtig Unruhe im Verein, an dem abermals Thomas Lochte - hier mit Bernd S. - beteiligt war, als dessen Ergebnis später der Austritt Bernd S. aus dem Club stand.
. Der Zeitungsartikel vom 19.10.2001

Obwohl Chowanetz Schäfer auch durch Vorlage des Schreibens des Herrn O. nachwies, dass er insoweit einer Fehlinformation aufgesessen war, nahm Schäfer in seiner weiteren Berichterstattung über die Aktivitäten des Schachclub Starnberg dies nicht zum Anlass, seine Falschmeldung richtig zu stellen.

Am 19.10.2001 wurde vielmehr im Starnberger Merkur wiederum ein von Schäfer verfasster Artikel veröffentlicht, in dem im Rahmen der Vorschau auf die Mitgliederversammlung des Schachclubs Starnberg ohne nähere Erklärung auf das Aufeinandertreffen der zerstrittenen Vereinsmitglieder Thomas Lochte und Andreas Chowanetz hingewiesen wurde (dieser Streit bezog sich wiederum auf die Fehlinformation, die Herr Lochte Herrn Schäfer gegeben hatte).
. Chowanetz ist verärgert (Oktober 2001)
Chowanetz war über diesen Artikel verärgert.
Schäfer hatte sich über die Bitte von Chowanetz, die Sache "auf kleiner Flamme" zu halten, hinweggesetzt und war mit der Geschichte erneut unnötig reißerisch in die Öffentlichkeit gegangen. Der Streit Chowanetz/Lochte fand im Übrigen auf der Hauptversammlung - von ein, zwei Bemerkungen abgesehen - kaum Erwähnung. Thomas Lochte widmete sich ganz dem Streit mit Bernd S..
. Dr. S. versucht zu schlichten (Oktober 2001)
Zwischen dem 05.10.2001 und dem 19.10.2001 unternahm der Vorsitzende des Schachclubs, Dr. S., diverse Schlichtungsversuche.
So schlug er u.a. folgendes vor:

1. Lochte widerruft die Behauptung, Chowanetz hätte ein Remis-Angebot erhalten und nicht angenommen.

2. Lochte entschuldigt sich für sein Verhalten (u.a. Weiterleiten an die Presse, Nennung von Zeugen, die keine sind), das aus der Sicht von Chowanetz zu einer falschen Darstellung des Sachverhalts und zu Beleidigungen seiner Person führte.

Dr. Strecker schlug folgende Vorgehensweise vor:

1.

Lochte und A. Chowanetz stellen ihre Positionen schriftlich dar.

2.

Herr N. (ein juristisch gebildetes Clubmitglied) führt eventuell noch Gespräche mit den Betroffenen und bewertet diese Darstellungen aus rechtlicher Sicht.
3. Anhand dieser Bewertung (eventuell ein fiktiver Schiedsspruch) können beide Betroffenen frei über ihr weiteres Vorgehen entscheiden.
Dr. S. hoffte, dass so ein internes Verfahren den Streit beenden hilft.
Chowanetz unterstützte diesen, sowie alle anderen internen und externen Schlichtungsversuche ausnahmslos (bis Juni des folgenden Jahres) soweit sie nicht gar von ihm selbst initiiert worden waren. Thomas Lochte verweigerte sich bis zuletzt jedem einzelnen Schlichtungsversuch ohne jede Begründung. (Siehe Zusammenfassung aller Schlichtungsversuche)
Eine einzige Erklärung von Thomas Lochte hätte völlig genügt. Kein Gericht wäre bemüht worden.
Dr. Strecker informierte Lochte und teilte ihm mit, dass Chowanetz rechtliche Schritte gegen ihn erwägen würde und er (Strecker) sich mit Chowanetz einig sei, dass erst versucht werden sollte, das Problem intern zu lösen.
. Die Formulierung von Schäfer? Lochte beharrt (19. Oktober 2001)
Am 18.10.2001 verständigte Dr. S. Chowanetz, dass Lochte in Abrede stelle, die Formulierung in dem Artikel sei von ihm (Lochte) und sich demnach hiervon auch nicht distanzieren könne.
Die Behauptung, dass sowohl der Inhalt als auch die Formulierung des beanstandeten Satzes von Thomas Lochte stammen, behauptete Matthias Schäfer bis hierhin nicht nur gegenüber Chowanetz, sondern auch gegenüber seinem damaligen Vorgesetzten beim Münchner Merkur, dem Chef-Redakteur Herrn M-W..
Am 19.10.2001 telefonierte Chowanetz mit Schäfer. Entgegen seiner ursprünglichen Auskunft behauptete er plötzlich Chowanetz gegenüber hier erstmals, dass die Formulierung nicht von Lochte stamme, sondern von ihm, Schäfer, selbst.
Ob er denn nun den falschen Inhalt der Nachricht dementiere, wollte Chowanetz von Schäfer wissen. Solange der Schiedsrichter (also Lochte) bei seiner Sicht der Dinge bleibe, würde nicht dementiert, gab Schäfer ihm zur Antwort.
. Chowanetz ruft den Chefredakteur an (19. Oktober 2001)
Daraufhin rief Chowanetz den Chefredakteur, Herrn M-W. an. Er wollte von ihm wissen, warum trotz des von ihm zwischenzeitlich vorgelegten Briefs des Herrn Ostrowskis vom 01.10.2001, der eine Falschinformation durch Thomas Lochte beweise, keine Richtigstellung erfolge. Bei dieser Gelegenheit streiften sie das Thema, von wem denn nun die Formulierung der streitgegenständlichen Behauptung stamme. Herr M-W. war sehr erstaunt, als er von Chowanetz erfuhr, dass Schäfer soeben die Formulierung auf seine Kappe genommen hatte. Auch er war von Matthias Schäfer dahingehend informiert gewesen und die ganze Zeit auch in dieser Meinung belassen worden, dass der Inhalt und die Formulierung von Lochte stammten.
(Dieser Sachverhalt wurde vorgetragen im Brief Chowanetz an das AG Starnberg vom 08.01.2003, Seite 3, Ziffer 3.4)
. Chowanetz besucht den Chefredakteur (Oktober 2001)
Am 24.10.2001 besuchte Chowanetz den Chefredakteur des Starnberger Merkurs, Herrn M-W.. Schäfer wurde hinzugebeten. Da der Redaktion neben der Schilderung von Chowanetz auch der Brief O. vorlag, stand für M-W. fest, dass es kein Remisangebot gegeben hat. Er drang bei Schäfer auf eine Richtigstellung. Schäfer ergriff Partei für Lochte. Hier stünde Aussage gegen Aussage und letztendlich zähle das Wort des Schiedsrichters. Dies hätte er auf einem Seminar zur Schiedsrichterausbildung gelernt. M-W. empörte sich: Wenn zwei Spieler einen Sachverhalt gleich schildern (Chowanetz und O.), sei dies nicht Aussage gegen Aussage. Dies hätte man bei der Konferenz schon lang und breit erörtert.
. Der 3. Zeitungsartikel von Schäfer (Oktober 2001)
Auch in seinem, wiederum im Starnberger Merkur veröffentlichten, 3. Artikel über die Jahresversammlung des Schachclubs stellte Matthias Schäfer den Sachverhalt nicht eindeutig richtig. Er gab vielmehr eine Sachdarstellung, die den Eindruck erweckt, als sei unklar, ob die von ihm in seinem Artikel vom 24.09.2001 veröffentlichte Version, die auf die Information des Herrn Lochte zurückgeht, zuträfe, oder die Version, die die unmittelbar beteiligten Schachspieler, also Andreas Chowanetz und der Jan O., gegeben haben. Schäfer verkennt in diesem Artikel, dass es hier nicht um "Meinungen" geht, also um subjektive Wertungen, sondern um einen objektiv feststehenden Sachverhalt. Letztlich hielt Schäfer in diesem Artikel an seiner ursprünglichen Sachdarstellung fest und erläutert lediglich, dass Chowanetz, wie auch Ostrowski diese Sachdarstellung bestreiten.
Naheliegend wäre hier gewesen, dass Schäfer sich von seiner bisherigen, auf Herrn Lochte zurückgehenden Sachdarstellung distanziert hätte und so die Sache aus der Welt geräumt hätte.
. Chowanetz hat Skrupel (November 2001)
Chowanetz war unsicher, wie er sich weiter verhalten sollte.
Er war stark verärgert über das Beharren Lochtes auf sein angeblich beobachtetes Ausschlagen eines Remisangebot und der Unterstützung durch Schäfer in Form der Pressearbeit. Das "hilflose Agieren" des damaligen Vorsitzenden Dr. S. in dieser Sache und dessen einmal gegenüber Chowanetz geäußerter Fatalismus dem Verhalten Lochtes und Schäfers gegenüber, kränkte Chowanetz.
Er beriet sich mit einem langjährigen "Schachfreund" aus dem Club. Dieser hatte vor nicht allzulanger Zeit im Zuge einer Auseinandersetzung juristische Schritte gegen Lochte erwogen und riet Chowanetz, sich diese Geschichte nicht bieten zu lassen. Lochte hätte sich die letzten Jahre quer durch den Club gestritten. Das Maß sei voll. Es sei an der Zeit, Lochte energisch entgegenzutreten - gegebenenfalls auch juristisch.
Chowanetz schwankte. Schließlich entschied er sich, auch juristisch Widerstand zu leisten.
. Chowanetz kündigt an, sich anderweitig Hilfe zu holen (November 2001)
Am 26.11.2001, Chowanetz hatte über einen Monat ergebnislos auf den Erfolg einer Schlichtung gewartet, teilte er mit einer E-Mail Dr. S. mit, dass er nunmehr beabsichtige, sich anderweitig Hilfe zu suchen, da "meine Versuche, diese unschöne Angelegenheit innerhalb des Clubs einvernehmlich beizulegen, offensichtlich scheiterten."
. Chowanetz lässt Unterlassungserklärung schicken (November 2001)
Mit Schreiben vom 28.11.2001 forderte RA B. im Auftrag von Chowanetz Herrn Lochte und Herrn Schäfer auf, eine beigefügte Unterlassungserklärung bis 06.12.2001 zu unterschreiben. Die Erklärung hatte zum Inhalt, dass sowohl Lochte als auch Schäfer zukünftig nicht mehr behaupten werden, Chowanetz habe im Rahmen eines Schachvergleichskampfes trotz eines Remisangebots seines Gegners auf die eigene Niederlage bestanden.
. Lochte und Schäfer ragieren nicht (November 2001)
Schäfer reagierte nicht und Lochte in einem anderen Sinn.
Er las bei einer Schachveranstaltung die Unterlassungserklärung belustigt vor und kommentiert sie.
. Chowanetz erstattet Anzeige (November 2001)
Chowanetz erstattete Anzeige gegen Schäfer und Lochte wegen übler Nachrede und Verleumdung. Schäfers Aussagen bei einer polizeilichen Vernehmung sind in einem Protokoll festgehalten. Beide Ermittlungsverfahren werden später mangels öffentlichen Interesses eingestellt.
. Das Verfahren Chowanetz gegen Schäfer (Februar 2002)
Das Verfahren Chowanetz gegen Schäfer - vom Schachclub kaum beachtet - begann mit der Klageerhebung am 02.01.2002 und endete durch die Abgabe der geforderten Unterlassungserklärung am 19.02.2002 durch Schäfer. Die Kosten des Verfahrens gingen zu alleinigen Lasten Schäfers. Mit Beschluss vom 12.06.2002 begründete das Gericht dies u.a. damit, dass er (Schäfer) Anlass zur Klageerhebung gab und ohne die im Schriftsatz vom 19.2.2002 nach Klagezustellung erstmals abgegebene Unterlassungserklärung kostenpflichtig zur Unterlassung nach dem Klageantrag verurteilt worden wäre. Die Einzelheiten diese Verfahrens mit den dazugehörenden Dokumenten sind im "Prozess Chowanetz gegen Schäfer" zusammengefasst.
. Lochte verweigert sich auch dem amtlichen Schlichtungsversuch (Frühjahr 2002)
Am 14.01.2002 wurde vom Rechtsanwalt Klaus B. durch Antrag auf Durchführung einer Schlichtung ein amtliches Schlichtungsverfahren eingeleitet. Hierin beantragt er, Lochte zur Abgabe einer strafbewehrten Erklärung zu veranlassen, in der er sich verpflichtet, es zu unterlassen, die Behauptung aufzustellen und/oder zu verbreiten, der Antragsteller habe im Rahmen eines Schachvergleichskampfes trotz eines Remisangebots seines Gegners auf der eigenen Niederlage bestanden.
Chowanetz bat Rechtsanwalt B. in einer E-Mail vom 16.01.2002 den Schlichtungsantrag dahingehend zu ergänzen, Lochte zum schriftlichen Widerruf seiner falschen Behauptung aufzufordern und erklärte abschließend, dass sich ein etwaiger folgender Prozess inhaltlich nicht vom Schlichtungsbegehren unterscheiden sollte.
Am 17.01.2002 ergänzte Rechtsanwalt B. den Schlichtungsantrag dahingehend, das Schlichtungsverfahren auch mit dem Ziel durchzuführen, Lochte zur Abgabe einer schriftlichen Widerrufserklärung zu veranlassen.
Thomas Lochte war weder zu dem ersten Schlichtungstermin am 14.3.2002 noch zum zweiten Schlichtungstermin am 30.4.2002 erschienen. Zwar hatte er sich in der Gütestelle telefonisch gemeldet und bei dieser Gelegenheit der Schlichterin Frau Rechtsanwältin Margot H. erklärt, dass sich Chowanetz und O. am Ende ihrer Partie die Hand gereicht hätten. Dies hätte nur als Remisvereinbarung gedeutet werden können. Er, Lochte, würde sich hier, im Gegensatz zu Chowanetz und O., als international erfahrener Spieler und rutinierter Spielleiter auskennen.
Die Schlichtung blieb wegen des Nichterscheinens von Lochte auch hier erfolglos. Nachzulesen in dem von der Schlichterin Rechtsanwältin Margot H. aus Starnberg ausgestellten Zeugnis über einen erfolglosen Schlichtungsversuch vom 14.05.2002.
. Chowanetz klagt gegen Lochte vor dem Amtsgericht Starnberg (Juni 2002)
Am 07.06.2002 ließ Chowanetz beim Amtsgericht Starnberg Klage erheben mit dem Ziel, dass Lochte sich vepflichtet, es zu unterlassen, die falsche Behauptung aufzustellen, Chowanetz habe ein angebotenes Remis abgelehnt und auf der eigenen Niederlage bestanden.
Die Klage wird nach Intervention von Chowanetz von Rechtsanwalt B. mit Schreiben vom 23.07.2002 in Wiederholung der Prozedur beim Schlichtungsverfahren nachträglich um das Verlangen erweitert, Lochte möge seine falsche Behauptung schriftlich widerrufen.
Bevor wir nun den Prozess weiter unten in den wesentlichen Punkten wiedergeben, wollen wir einen Blick darauf werfen, was unmittelbar nach der Klageerhebung im Schachclub geschah.
. Ein Sturm bricht los (Juni 2002)
Am 08.06.2002 verschickte Thomas Lochte eine E-Mail an den Vorstand und Mitglieder des Clubs. Darin schrieb er, dass es nun so weit sei: Chowanetz klage. Er behalte sich vor, mit Wirkung vom 12.07.02 sein Amt als 1. Spielleiter zur Verfügung zu stellen und gleichzeitig den Verein zu verlassen. Er kündigte an, dass er möglicherweise einen Antrag auf Vereinsausschluss von Chowanetz auf den Weg bringen würde.
Ging der Prozess Chowanetz/Schäfer noch sang- und klanglos durch den Club, begann nun ein anderer Ton.
. Der Vorsitzende Dr. S. leitet Ausschlussverfahren ein (Juli 2002)
Nachdem Thomas Lochte durch "Einzelgespräche" bei Mitgliedern des Vorstandes um Stimmen für einen Ausschluss Chowanetz aus dem Club warb, leitete der Vorsitzende Dr. Gerhard S. am 11.07.2002 ein förmliches Ausschlussverfahren gegen Chowanetz ein.
In einer E-Mail vom 11.07.2002 erklärt er dem Vorstand, Lochte und Chowanetz, dass T. Lochte beabsichtige einen Antrag auf Vereinsausschluss von A. Chowanetz stellen. Unabhängig davon, ob der Antrag explizit gestellt sei oder nicht, möchte er ein sauberes, satzungskonformes Verfahren einleiten. Das sehe wie folgt aus:
26.7.2002 Vorstandssitzung:T. Lochte gibt seine Begründung für einen Vereinsausschluss von A.Chowanetz.
Das Protokoll der Sitzung wird A.Chowanetz zugestellt.
2.8.2002 weitere Vorstandssitzung: A. Chowanetz bekommt Gelegenheit, zu den Vorwürfen Stellung zu nehmen.
Danach berät der Vorstand fällt eine Entscheidung bezüglich des Antrags und begründet diese beiden Parteien gegenüber schriftlich.
Während des gesamten Verfahren würde T.Lochte seine Rolle als Vorstandsmitglied nicht wahrnehmen.

Einwände zu Vorgehen und Terminen erbitte er an sich.

. 1. Vorstandssitzung Ausschlussverfahren gegen Chowanetz (Juli 2002)
Am 12.07.2002 findet eine Vorstandssitzung bezüglich des Antrag von Thomas Lochte statt, Andreas Chowanetz wegen "vereinsschädigendem" Verhalten aus dem Verein auszuschließen.
Über die Vorstandssitzung wurde ein Protokoll angefertigt.
Ausweislich dieses Protokolls des Schachclubs vom 12.07.2002 argumentierte Lochte hier folgendermaßen:
"Aus seiner Sicht (Thomas Lochte Anm.d.Red.) ist es für einen Verein nicht akzeptabel, dass Klagen gegen seine Funktionsträger erhoben werden, die bei Wettkämpfen vor Ort Entscheidungen zu treffen haben. Seine Äußerungen (Lochte Anm.d.Red.) entsprachen seiner subjektiven Wahrnehmungen über das Ende der Partie von A. Chowanetz, die einem Schiedsrichter zugestanden werden müssen. "
Zur weiteren Begründung hinterlegt Thomas Lochte zum Protokoll eine Anlage ohne Datum mit dem Titel: Ausführungen von T. Lochte zu dem Vorwurf "öffentlichkeitswirksame Attacken"
Zwei "blaue Balken" weiter unten in dem hier vorliegenden Bericht - bei der Überschrift: "Chowanetz erwidert Lochtes Vorbringen" - werden, zur Verbesserung der Übersichtlichkeit, Lochtes Angriffe aus dem Protokoll und seiner "Anlage" den Antworten von Chowanetz gegenübergestellt.
. Chowanetz reicht Schäfer die Hand (Juli 2002)
Mit Schreiben vom 12.07.2002 versuchte Chowanetz eine Aussöhnung mit Schäfer einzuleiten.
. Chowanetz verteilt "Schwarze Mappe" (Juli 2002)
Am 15.07.2002 verteilte Chowanetz eine Mappe an Mitglieder des Vorstands des Schachclubs. Die Mappe enthält:
1. Verfahren Chowanetz / Schäfer
Die drei ominösen Zeitungsartikel
Das Schreiben des Amtsgerichts Starnberg vom 18.06.2002
Das Schreiben Chowanetz an Schäfer vom 12.07.2002
2. Verfahren Chowanetz / Lochte
Überlegungen zum Recht
Chronologie des Streits mit Thomas Lochte (bis dato)
Anlagen
. Chowanetz erwidert Lochtes Vorbringen (Juli 2002)
Mit Schriftsatz vom 20.07.2002 geht Chowanetz Punkt für Punkt auf die Begründung des Ausschlussantrags wegen Vereinsschädigendes Verhalten von Lochte ein.
Durch die Gegenüberstellung der Vorwürfe Lochtes und die Erwiderung von Chowanetz wird exemplarisch das Verhalten der Kontrahenten deutlich.
Zum Teil sind Erwiderungen von Chowanetz gekürzt.
In der Vorstandssitzung trägt Thomas Lochte laut Protokoll folgendes vor: O In seiner Stellungnahme äußert sich Chowanetz:
o
Chowanetz habe wegen der Äußerungen von T. Lochte über das Ende der Chowanetz-Partie im Freundschaftskampf gegen Ebersberg beim Amtsgericht Starnberg am 11.6.02 Klage auf Unterlassung gegen T. Lochte erhoben. T. Lochte sei Spielleiter des Vereins und agierte in dem Vergleichskampf als Schiedsrichter. Er wundere sich darüber, dass er hier mit einem Antrag konfrontiert sei, der eine nicht zu verschärfende Disziplinarmaßnahme des Vereins darstellt. Diesem Antrag auf Vereinsausschluss sei keine protokollwürdige Ermahnung von Seiten des Vorstands vorausgegangen. Dazu habe er auch keinen Anlass gegeben.

Eine ernste Auseinandersetzung im Club habe er nur mit Thomas Lochte. (Auf die später daraus entstehenden Differenz mit Matthias Schäfer würde er weiter unten eingehen, gebe aber schon hier seiner Hoffnung Ausdruck, sich mit Schäfer aussöhnen zu können).

1.
Aus seiner(Lochtes)Sicht sei es für einen Verein nicht akzeptabel, dass Klagen gegen seine Funktionsträger erhoben werden, die bei Wettkämpfen vor Ort Entscheidungen zu treffen haben. Anhand eines Beispiels äußert sich Chowanetz recht umständlich, dass Lochte Recht gebrochen habe und sich nun nicht hinter sein Mandat verstecken könne. Er, Chowanetz, verstehe nicht, warum es im Vorstand Befürchtungen gäbe, durch die Klage gegen Lochte sei ein Präzidenzfall geschaffen, der alle Mandatsträger des Clubs gefährden könne.

Das Verlangen Lochtes, vom Schachclub seine Prozesskosten übernommen zu bekommen (was strikt abgelehnt wurde), bezeichnet Chowanetz als absurd.

Der Vortrag des Thomas Lochte begründe in diesem Punkt nicht seinen Antrag.
2.
Seine Äußerungen entsprächen seine subjektiven Wahrnehmungen über das Ende der Partie von A. Chowanetz, die einem Schiedsrichter zugestanden werden müssten. Selbstverständlich würden einem Schiedsrichter subjektive Wahrnehmungen zugestanden.

Nachdem Lochte jedoch über seinen Irrtum aufgeklärt worden sei, könne er nicht wider besseren Wissens falsche Informationen an die Presse weitergeben.

Der Vortrag des Thomas Lochte begründe in diesem Punkt nicht seinen Antrag.
3.
T. Lochte sieht in der Klageerhebung einen schweren Verstoß gegen den Satzungszweck. Chowanetz verstünde die Aufregung hierüber nicht.

Thomas Lochte habe wider besseres Wissen falsche Informationen an die Presse weitergeben. (21.09.2001)
Thomas Lochte habe auf sein, Chowanetz´ Verlangen, dies richtig zu stellen und sich zu entschuldigen mit: "Du kannst mich mal..." reagiert. (29.09.2001)
Thomas Lochte habe im Clubraum die Unterstellung wiederholt. (05.10.2001)
Thomas Lochte habe einen Phantomzeugen benannt.(05.10.2001)
Dieses Handeln zeuge von fortgeschritten verwahrlosten sozialen Maßstäben.
Thomas Lochte habe sich geweigert, von der Falschinformation abzurücken und sich zu entschuldigen. Ein Versuch der Schlichtung des Vorsitzenden sei hierdurch gescheitert. (15.-18.10.2001)
Thomas Lochte habe sich geweigert, sich einem vom Vorsitzenden vorgeschlagenen clubeigenen Schiedsgericht zu stellen. (ab 19.10.2001)
Thomas Lochte habe sich geweigert, eine Verpflichtungserklärung zu unterschreiben, die gewährleisten sollte, dass er zu lügen aufhöhrt. (28.11.2001)
Thomas Lochte habe sich einem amtlichen Schlichtungsverfahren verweigert (14.03.2002)
Thomas Lochte habe sich abermals einem amtlichen Schlichtungsverfahren verweigert (30.04.2002)
Thomas Lochte habe sich geweigert, von der Falschinformation abzurücken, sich zu entschuldigen und die bisher entstandenen Kosten zu übernehmen. Ein Versuch der Schlichtung des Vorsitzenden scheitert hierdurch. (03.06.2002)
Thomas Lochte habe es einfach versäumt, während seines Anrufs (Chowanetz) am 29.09.2001 schlicht zu sagen: "Es war ein Fehler Matthias von einem Remis zu berichten. Ich stelle das richtig. Es tut mir leid. Ich werde es nicht wieder tun" Diese Reaktion erwarte er von einem, der nunmehr seinerseits das Vereinsrecht bemüht. Er, Chowanetz, sei nicht willens, dieses Fehlverhalten hinzunehmen.
Dass Thomas Lochte durch seine arrogante, uneinsichtige Haltung ("Du kannst mich mal...") eine Eskalationsspirale in Gang gesetzt habe, kann ernsthaft niemand bestreiten.
Das ungeschriebene Gesetz, gegen Clubkameraden vor einem ordentlichen Gericht nicht zu klagen, unterstütze er (Chowanetz). Allerdings erwarte er auch, dass ein dauerhaftes Fehlverhalten durch sich steigernde Sanktionen der Clubleitung - notfalls durch Androhung des Ausschlusses, oder gar des Ausschlusses - geahndet werden.
Ihm das Recht abzusprechen, nunmehr seinen Rechtsanspruch durchzusetzen, ohne ihm innerhalb des Clubs durch zunehmenden, offiziellen Druck auf Thomas Lochte Gerechtigkeit widerfahren lassen zu haben, wäre der Versuch, einen rechtsfreien Raum zu schaffen. Dies würde geltendes Recht aushöhlen.
Die unversöhnliche Haltung beider Parteien, von denen einmal die Rede war, sei doch nicht unversöhnliche Haltung von gleicher Art. Das Verhalten von Thomas Lochte sei fortgesetzter Rechtsbruch. Er, Chowanetz breche mit seiner Weigerung, dies hinzunehmen, kein Recht. Allenfalls eine Stilfrage würde von seiner Hartnäckigkeit berührt.
Im Übrigen. Was sei an einer gerichtliche Auseinandersetzung schlimm, die am Ende unüberbrückbarer Differenzen steht? Es findet in aller Stille ein Termin vor einer dem Recht verpflichteten Person, einem Richter, statt. Beide Parteien könnten ihr Verhalten nach dem Richterspruch überdenken. Dass die Kosten entsprechend des zu erfolgenden Justieraufwandes verteilt werden, sollte auch nicht erschrecken. Diene dies doch langfristig dazu, dass ein jeder sein Bemühungen um Fairneß im Konfliktfall verstärkt.
Der Vortrag des Thomas Lochte sei in diesem Punkt unhaltbar.
4.
Lochte sieht in den vorausgegangenen öffentlichkeitswirksamen Attacken in der Presse einen schweren Verstoß gegen den Satzungszweck und verweist auf seine dem Vorstand vorgelegte Anlage mit dem Titel: "Anlage: Ausführungen von T. Lochte zu dem Vorwurf "öffentlichkeitswirksame Attacken" Zu 4 nimmt Chowanetz chronologisch zur der von Lochte dem Vorstand vorgelegten Anlage Stellung:
4.1.1.
Als "öffentlichkeitswirksame Attacken" seien, so Lochte, all jene Artikel zu verstehen, die sich nach dem Ebersberg-Match dem Thema "Streit im Schachklub" widmeten, sei es nun im "Starnberger Merkur" oder in der "Starnberger SZ" (er habe keinen Überblick, wieviele es gewesen seien). Dieser Vortrag von Thomas Lochte sei in diesem Punkt unsubstantiiert. Chowanetz könne nur zu genau bezeichneten Artikeln Stellung beziehen.

So viel könne er aber sagen: Er trage für keine Artikel Verantwortung. Ansonsten würde mit Nichtwissen bestritten, dass es mehr als die zwei weiter unten genau bezeichneten Artikel überhaupt gäbe, die sich mit diesem Streit befasst hätten.

Den Vortrag Lochtes diene hier offensichtlich dazu, den falschen Eindruck zu erzeugen, als gehen die den Streit betreffenden Artikel in die Legion und Chowanetz hätte diese vereinsschädigende Pressearbeit, die in Wahrheit nicht vorhanden ist, initiiert.

Der Antrag des Thomas Lochte sei in diesem Punkt unhaltbar.
4.1.2.
Diese Artikel erst lenkten die Aufmerksamkeit der Leserschaft auf ein angeblich im Verein bestehendes Klima von Zank und Streit. Er erinnere sich einiger Artikel und Leserbriefe, auf die der Vorwurf zutrifft. Ohne den Anspruch auf Vollständigkeit seien, so Chowanetz, hier zwei genannt. Ein Artikel liege schon länger zurück und hätte sich mit einer angeblich inkorrekt verlaufenen Stadtmeisterschaft unseres Schachclubs befaßt. Verfasser sei Thomas Lochte gewesen.

Vor nicht allzulanger Zeit sei Chowanetz über einen anderen Leserbrief gestolpert, der den Streit Lochte/S. zum Inhalt gehabt habe. Auch hier sei der Verfasser Thomas Lochte gewesen.

Solle es, so Chowanetz, hier entscheidungserheblich sein, die beiden "Puplikationen" genauer zu beschreiben, bäte er den Vorstand um einen Hinweis.

Den hier behandelten Streit betreffende Artikel oder Leserbriefe, die sich den obigen Vorwurf gefallen lassen müssen, kenne er aus der "Starnberger Süddeutschen" keinen.
Aus dem "Starnberger Merkur" seien ihm zwei bekannt, die den unzutreffenden Eindruck erweckt haben könnten, die Mitglieder des Schachclub Starnberg seien alle Streithansl. Es sei der Artikel vom 19.10.2001 mit der Überschrift "Zündstoff beim Schachclub" sowie der Artikel von Ende Oktober 2002 mit der Überschrift: "Remiangebot Ja oder nein?"

Beide Artikel habe er nicht geschrieben, geschweige denn er hätte ihr Erscheinen gewollt. Er sei dafür nicht verantwortlich.

Der Antrag des Thomas Lochte richte sich in diesem Punkt gegen ihn selbst und ein anderes Clubmitglied (Matthias Schäfer). Soweit der Antrag ihn, Chowanetz, beträfe, sei er unhaltbar.
4.1.3.
Auch die von Chowanetz absurder Weise getätigte Wertung, er stünde "wie ein Trottel da", dürfte nicht etwa durch das Geschehen beim Ebersberg-Match Nahrung erhalten haben, sondern erst durch das von ihm selbst inszenierte Aufheben um die Sache. Der Satz: "Den kuriosen Höhepunkt des Abends setzte Andreas Chowanetz. (Brett 12), der trotz eines Remisangebots seines Gegners auf die eigene Niederlage bestand." (mit gramatikalischem Fehler) sei inhaltlich falsch und sei geeignet, ihn, Chowanetz, verächtlich zu machen und in der öffentlichen Meinung herabzuwürdigen. Dabei ist es unerheblich, ob der Täter dies erkenne.
Er, Chowanetz, habe im Übrigen an anderer Stelle bereits hinreichend belegt, dass er nicht alleine von derartiger "Pressearbeit" unangenehm berührt sei.
Der Antrag des Thomas Lochte sei in diesem Punkt unhaltbar.
4.2.1.
Chowanetz sei laut Matthias Schäfer mehrfach in der Redaktion des "Starnberger Merkur" aufgekreuzt und dabei bis zum Redaktionsleiter marschiert. Mehrfach heiße im Klartext 2 Mal.

Das erste Mal habe er, Chowanetz, Herrn M-W. den Beweis vorbeigebracht, der belegte, dass die Zeitung einer Falschinformation des Thomas Lochte aufgesessen war.

Beim zweiten Mal habe er ihn kurz nach Erscheinen des Artikels vom 19.10.2001 mit der Überschrift "Zündstoff beim Schachclub" besucht. Er habe Herrn M-W. sein Unverständnis darüber erklärt, dass der Artikel überhaupt erschienen ist. Habe er doch kurz vorher Matthias Schäfer darum gebeten, den Streit mit Thomas Lochte "auf kleiner Flamme" und "öffentlich schon gar nicht" zu behandeln. Er habe darum gebeten, solch einen Artikel nicht mehr zu veröffentlichen, da er ein falsches Bild unseres Clublebens zeichnen würde.
Sein Verhalten sei hier in keiner Weise clubschädigend gewesen.
Auch hier bleibe Thomas Lochte nicht bei der Wahrheit. Denn zwei Besuche in eineinhalb Jahren entsprächen nicht dem Eindruck, den der Antrag in diesem Punkt erzeuge.
Der Antrag des Thoamas Lochte sei in diesem Punkt unhaltbar.
4.2.2.
Ergebnis all dieser Vorstöße sei es, dass zumindest dort nur noch sporadisch über Schach berichtet würde und sich zudem die Meinung verfestigt habe, über solche Streithansel wie den Schachklub Starnberg tunlichst gar nichts mehr ins Blatt zu bringen, Ob die Berichterstattung über Schach tatsächlich reduziert wurde, vermöge er, Chowanetz, nicht zu beurteilen. Er halte es durchaus für möglich, dass das Vorlegen eines Beweises der unzutreffenden Berichterstattung einem Redakteur nicht gefalle. Jedoch trage Thomas Lochte als Lieferant der Falschinformation hierfür die Verantwortung.
Lochte, als Lieferant einer den Tatsachen nicht entsprechenden Meldung, wolle dem von der Falschmeldung Betroffenen die Richtigstellung als clubschädigendes Verhalten ankreiden und begründe damit sogar diesen Antrag.
Der Antrag des Thomas Lochte richte sich in diesem Punkt gegen ihn selbst. Soweit er Chowanetz beträfe sei er unhaltbar.
und einfach keine Lust mehr habe, diesen Menschen (Chowanetz) mit seiner Rechthaberei alle paar Tage antichambrieren zu sehen Aus zwei Besuchen innerhalb von eineinhalb Jahren, mache Thomas Lochte "alle paar Tage".
Auch hier erzeuge der Vortrag von Thomas Lochte ein Bild, welches an der Wahrheit vorbei gehe.
Der Antrag des Thomas Lochte sei in diesem Punkt unhaltbar.
4.2.4.
Dank Chowanetz´ Ehrpusseligkeit - und nicht etwa aufgrund des ersten Schäfer-Artikels über das "Remisangebot"! - würde man nun die Gesamtheit der Starnberger Schachspieler für gelinde gesagt nicht ganz klar im Kopf halten. Dieser Punkt sei pure Polemik. Sollte der Vorstand hier Vortrag erwarten, bäte Chowanetz um einen Hinweis.
Der Vortrag des Thomas Lochte sei in diesem Punkt unhaltbar.
4.3.1.
Öffentlichkeitswirksam seien also auch Gegendarstellungen u.ä., die Chowanetz in seinem der Klageschrift beigefügten Konvolut m. W. nicht aufführen würde. Wovon Thomas Lochte hier spräche, sei Chowanetz rätselhaft. Er, Chowanetz, habe in diesem Streit nicht eine einzige Gegendarstellung, die in der Öffentlichkeit erschienen sei, veranlasst oder gar verfasst.
Der Vortrag des Thomas Lochte sei in diesem Punkt unhaltbar.
4.3.2.
Was soll ein Leser bloß davon halten, wenn eine derartige Bagatelle so aufgebauscht wird und er eine Gegendarstellung bzw. Richtigstellung im Blatt vorfindet? Er, Chowanetz, sei der Meinung, dass eine Gegendarstellung im vorliegenden Streit keine für den Club und für ihn anzustrebendes Ziel sei. Einen schriftlichen Widerruf von Thomas Lochte hätte er jedoch gerne.
Der Vortrag des Thomas Lochte begründe in diesem Punkt nicht seinen Antrag.
4.3.3.
Fazit: Erst hatte der Schachklub Starnberg dank des mimosenhaften Gebarens des Herrn Chowanetz eine schlechte Presse, Der Vortrag des Thomas Lochte sei in diesem Punkt unsubstantiiert. Er, Chowanetz, könne nur zu genau bezeichneten Artikeln Stellung beziehen.
Der Vortrag des Thomas Lochte sei in diesem Punkt unhaltbar.
4.3.4.
dann allenfalls noch eine amüsierte Der Vortrag des Thomas Lochte sei in diesem Punkt unsubstantiiert. Chowanetz könne nur zu genau bezeichneten Artikeln Stellung beziehen.
Er bestreite mit Nichtwissen, dass es die Artikel überhaupt gäbe.
Der Vortrag des Thomas Lochte sei in diesem Punkt unhaltbar.
4.3.5.
und nun so gut wie gar keine mehr - er, Lochte nenne das "vereinsschädigend" und der Förderung des Schachsports in höchstem Maße abträglich. Hier würde das Gleiche gelten wie unter Punkt 4.2.2.
Der Vortrag des Thomas Lochte sei in diesem Punkt unhaltbar.
4.3.6.
Es gälte, so Lochte, diesem Irrsinn sofort Einhalt zu gebieten, Dem stimme er, Chowanetz, zu.
Der Vortrag des Thomas Lochte begründe in diesem Punkt nicht seinen Antrag.
4.3.7.
zumal ein Herr Chowanetz unseren Verein weder sportlich noch menschlich repräsentiere! Thomas Lochte spiele das bei weitem hochwertigere Schach. Jedoch würde er, Chowanetz, gerne Schach spielen, sich um ein faires Schachspiel bemühen, würde versuchen mit Anstand zu verlieren und sich über einen schönen Sieg freuen. Kurzum, so Chowanetz, versuche er sportlich zu sein.
Seit etwa 14 Jahren sei er Mitglied des Vereins. In all den Jahren habe er keine Auseinandersetzung mit irgend einem Clubmitglied gehabt, die sich Streit nennen ließe. Mit den meisten der Mitglieder verbände ihn eine jahrelang gewachsene, kameradschaftliche Schachfreundschaft. Zwei enge Freunde habe er hier kennengelernt.
Er fasst wie folgt zusammen:
Der Vortrag von Thomas Lochte sei eine Zumutung. Es würden Verdrehungen und Polemik vorherrschen . Selbst vor nachweisbaren Unwahrheiten schrecke Lochte abermals nicht zurück.
. Schäfer entschuldigt sich (Juli 2002)
Am 23.07.2002 verschickte Schäfer eine E-Mail an den Vorstand des Schachclubs und an Chowanetz.
Hierin entschuldigt sich Schäfer bei Chowanetz für die von ihm im Zeitungsartikel vom 24.09.2001 verwendete Formulierung: "Den kuriosen Höhepunkt des Abends setzte Andreas Chowanetz, der trotz eines Remisangebots seines Gegners auf die (der) eigene(n) Niederlage bestand."
Er begründete diesen Schritt damit, dass er nicht wusste, ob es ein Remisangebot gegeben hat oder nicht, er sei nicht Augenzeuge gewesen. Von Thomas Lochte hätte er eine dementsprechende Information erhalten, weshalb einiges für diese Version gesprochen habe. (...) Wie sich mittlerweile herausgestellt habe, bestehen an diesem Sachverhalt aber Zweifel. Dass er sich damals auf eine Seite geschlagen habe, sei falsch gewesen.
. Schäfer unterbreitet "Vorschlag" (Juli 2002)
Matthias Schäfer unterbreitete in einer E-Mail an Chowanetz am 25.07.2002, einen "Vorschlag" im Streit Chowanetz / Lochte.
Der Vorschlag, den Schäfer angeblich mit "einigen" Mitgliedern des Vorstands besprochen haben wollte, sah vor, dass Chowanetz als Zeichen, den Frieden im Schachclub wiederherzustellen und seine Kompromissbereitschaft zu zeigen, sich verpflichtet, das Verfahren gegen Lochte einzustellen und 4/5 der bisher angefallenen Kosten zu tragen.
. 2. Vorstandssitzung Ausschlussverfahren gegen Chowanetz (Juli 2002)
Am Freitag, den 26.07.2002 fand eine Vorstandssitzung statt. Anwesend war neben Chowanetz, der geladen war, fast der gesamte damalige Vorstand:
Dr. Gerhard S. 1. Vorsitzender
Kurt E. 2. Vorsitzender
Rüdiger von S. Kassier
Johannes von K. 2. Spielleiter
Johannes S. 1. Jugendleiter
Florian M. 2. Jugendleiter
Alfred D. Schriftführer
Otto D. Materialwart
Andreas Chowanetz bekam Gelegenheit, zu den Vorwürfen Stellung zu nehmen. Er bezog sich auf seinen eingereichten Schriftsatz vom 20.07.2002.
Matthias Schäfer wiederholte den Vorschlag aus dem E-Mail vom Vortag, der vorsah, dass Chowanetz das Verfahren gegen Lochte einstellt und 4/5 der bisher angefallenen Kosten trägt.
Die Nachfrage, ob er für für diesen Vorschlag und insbesondere für die darin enthaltene Kostenregelung von Lochte legitimiert sei, verneinte er, erklärte aber, dass er sich gut vorstellen könne, dass Lochte sich diesem Vorschlag anschließen würde.
Der Antrag von Thomas Lochte, Andreas Chowanetz wg. vereinsschädigendem Verhalten aus dem Verein auszuschließen, wurde mit 1:7 Stimmen bei geheimer Stimmabgabe abgelehnt. Für eine Zustimmung wären 2/3 der Stimmen erforderlich gewesen.
Chowanetz wurde zugesagt, eine Vorstandserklärung zum Ausschlussantrag des Thomas Lochte zuzuschicken. Diese Zusage wurde nicht eingehalten.
. Vorstandserklärung im Internet und am "Schwarzen Brett" (September 2002)
Am 09.09.2002 hing am Schwarzen Brett des Clubs-Raums und auf der Internetseite des Schachclubs eine gleichlautende Erklärung aus, welche mit "Der Vorstand" gekennzeichnet war und falsche Tatsachenbehauptungen enthielt.
So war dort unter Punkt 3 folgendes zu lesen:
"Der Vorstand missbilligt, dass im vorliegenden Fall sowohl Schlichtungsversuche verschiedener Vereinsmitglieder als auch die gerichtlich angeordnete Schlichtung scheiterten; an diesem Umstand waren beide Prozessteilnehmer schuld."(...)
. Chowanetz reklamiert die falschen Tatsachenbehauptungen (September 2002)
Am gleichen Tag, also den 09.09.2002, versuchte Chowanetz vergeblich den Vorsitzenden des Schachclubs, Dr. S., zu erreichen. Dieser befand sich im Urlaub.
Chowanetz sprach daraufhin per Telefon mit dem 2. Vorsitzenden Kurt E..
Er, Chowanetz, empörte sich darüber, dass hier wahrheitswidrig behauptet würde, sowohl Lochte als auch er seien am Scheitern diverser Schlichtungsversuche verschiedener Mitglieder und der gerichtlich angeordneten Schlichtung schuld. Es sei dem Vorstand sehr wohl bekannt, dass sich Lochte ganz alleine - im Gegensatz zu Chowanetz - jedem Schlichtungsversuch verweigerte.
E. vermutete in den Veröffentlichungen, die von Matthias Schäfer durchgeführt wurde, ein "Versehen" und empfahl Chowanetz, ihm etwaige Änderungswünsche per E-Mail zu senden.
Die Empörung von Chowanetz über diese Aushänge wurde im Übrigen von anderen Club-Mitgliedern und auch von Vorstandsmitgliedern geteilt, die mit dem Fall vertraut waren.
Chowanetz sandte sogleich mit Datum 09.09.2002 einen Brief per Fax an den stellvertretenden Vorsitzenden Kurt E., in dem er detailliert darlegte, dass Thomas Lochte sich allein den zahlreichen Schlichtungsversuchen verweigerte, dies abermals unter Beweis stellte und den Brief mit der Bitte beendet, "die inhaltlich falschen Publikationen umgehend aus den Verkehr zu ziehen".
. Die wahrheitswidrige Vorstandserklärung wird entfernt (September 2002)
Noch am gleichen Tag wurde der Aushang vom "Schwarzen Brett" und die Erklärung von der Internetseite ersatzlos entfernt.
. Das Verfahren Chowanetz Lochte I. Instanz (Juni 2002)
Das Verfahren Chowanetz/Lochte 1. Instanz dauerte von der Klage am 07.06.2002 bis zum Urteil am 21.05.2003 ein knappes Jahr. Das soll nicht heißen, dass so lange verhandelt wurde. Die meiste Zeit lagen die Akten nur rum. Doch sehen Sie selbst:
Chowanetz versuchte mit der Klage zu erreichen, dass Thomas Lochte es zukünftig unterläßt, die Behauptung aufzustellen und/oder zu verbreiten, er, Chowanetz, habe im Rahmen eines Schachvergleichskampfes trotz eines Remisangebots seines Gegners auf der eigenen Niederlage bestanden und diese Behauptung schriftlich widerruft.
Wir fassen hier die wichtigsten Punkte des Verfahrens zusammen. Den gesamten Prozeß Chowanetz/Lochte, inclusive aller Originaldokumente, finden Sie im Bericht "Der Prozess zwischen Chowanetz und Lochte".
Folgende Fragen waren zu klären:
1. Hat Chowanetz ein Remisangebot von Ostrowski erhalten, dieses abgelehnt und auf seiner Niederlage bestanden?
2. Wurde Thomas Lochte nach Beendigung der Schachpartie mitgeteilt, dass sein irrtümlicher Eintrag eines Remis in den Spielberichtsbogen und seine Annahme eines ausgeschlagenen Remisangebotes durch Chowanetz falsch sei, da Chowanetz die Partie ohne ein Remisangebot verloren gab?
3. Erzählte Lochte im Anschluss an diese Richtigstellung, und somit wider besseren Wissens, dem Clubmitglied und Pressereferenten Schäfer von einem ausgeschlagenem Remis und von einem Beharren auf die Niederlage durch Chowanetz?
4. Trifft es zu, dass Lochte am 05.10.2001 in Gegenwart etlicher Schachspieler in den Clubräumen die wahrheitswidrige Behauptung wiederholte und er sich diesesmal sogar dazu verstieg, den ehemaligen Vorsitzenden des Schachclubs, Herrn Kurt E., als Zeugen für diesen Sachverhalt zu benennen? (Dieser freilich dementierte gegenüber Chowanetz, derartiges bestätigen zu können).
5. Wiederholte Lochte in der Folgezeit wider besseren Wissens Dritten gegenüber die streitgegenständliche Behauptung und war davon auszugehen, dass er dies auch weiterhin tun werde?
Antworten auf diese fünf Fragen finden sich in Dokumenten und Aussagen der Beteiligten und Zeugen vor dem Amtsgericht Starnberg, die wir nun vorstellen.
. . 1. Frage
Hat Chowanetz ein Remisangebot von Ostrowski erhalten, dieses abgelehnt und auf seiner Niederlage bestanden?
Am Beginn des Verfahren trug Chowanetz in der Klage vom 07.06.2002 vor und Lochte erwiderte in einer Klageerwiderung vom 19.07.2002. Zum besseren Verständnis sind die wesentlichen Aussagen wieder gegenübergestellt.
Aussagen Chowanetz Aussagen Lochte
Chowanetz gab seine Schachpartie gegen Ostrowski in ausichtsloser Stellung auf.

(etwa kurz nach 22 Uhr Anm. d. Redaktion)

Klage vom 07.06.2002 Seite 2

Lochte hatte das Wort "REMIS" verstanden. Aufgrund der Körpersprache des Hr. Ostrowski und des Umstands, dass sich beide Spieler gleich anschließend die Hand schüttelten, ging Lochte, der als langjähriger Spitzenspieler seines Vereins über große Wettkampferfahrung verfügt, selbstverständlich davon aus, dass diese Partie Remis geendet habe.

Klageerwiderung vom 19.07.2002 Seite 1

Die in der Klageerwiderung von Lochte anzutreffenden Äußerungen kennen wir bereits aus seinen Einlassungen bei der Schlichterin Rechtsanwältin Hölz während eines Telefonats.(Siehe oben)
.
. Das Gericht kam im Urteil vom 21.05.2003 zu dem Ergebnis: .
.
. . Aufgrund der Einvernahme des Zeugen Ostrowski steht fest, dass dieser weder ausdrücklich, noch konkludent dem Kläger ein Remis anbot. .
.
. . 2. Frage:
Wurde Thomas Lochte nach Beendigung der Schachpartie mitgeteilt, dass sein irrtümlicher Eintrag eines Remis in den Spielberichtsbogen und seine Annahme eines ausgeschlagenen Remisangebotes durch Chowanetz falsch sei, da Chowanetz die Partie ohne ein Remisangebot verloren gab?
Aussagen Chowanetz Aussagen Lochte
Lochte sprach Chowanetz an, und fragte ihn, wieso er denn trotz eines Remisangebotes seines Gegners das Spiel aufgegeben habe. Chowanetz und Jan O. erklärten daraufhin gegenüber Lochte, dass es ein Remisangebot des Herrn O. nie gegeben habe.

(etwa 22.15 Uhr Anm. d. Redaktion)

Klage vom 07.06.2002 Seite 2

Von beiden Spielern über seine Fehlinterpretation aufgeklärt, berichtigte er unverzüglich den Spielberichtsbogen.

Klageerwiderung vom 19.07.2002 Seite 1

.
. . Das Gericht kam im Urteil zu dem Ergebnis: .
.
. . "Nachdem er (Lochte) wenige Minuten später über seinen Irrtum aufgeklärt wurde, entschuldigte er sich und nahm eine Berichtigung vor." .
.
. 3. Frage:
Erzählte Lochte im Anschluss an diese Richtigstellung, und somit wider besseren Wissens, dem Clubmitglied und Pressereferenten Schäfer von einem ausgeschlagenem Remis und von einem Beharren auf die Niederlage durch Chowanetz?
Aussagen Chowanetz Aussagen Lochte
Trotz dieser Richtigstellung behauptete Lochte anschließend (und somit entgegen besseren Wissens Anm. d. Red.) Schäfer genau diesen Sachverhalt, der diese Falschinformation daraufhin im Starnberger Merkur veröffentlichte.

Klage vom 07.06.2002 Seite 2

Lochte bestritt, dass er am Tage des Vergleichskampfes und nachdem (Unterstreichung in der Klageerwiderung) er über seinen Fehlinterpretation aufgeklärt worden war, gegenüber Schäfer behauptet hat, Chowanetz habe im Rahmen des Schachvergleichskampfes trotz eines Remisangebots seines Gegners auf der eigenen Niederlage bestanden.

Klageerwiderung vom 19.07.2002 Seite 1 und Seite 2

Dieser Vortrag wurde nicht nur von Chowanetz und seinem Anwalt so gewertet, dass Lochte einräumte, Schäfer die Information vor der Richtigstellung durch Chowanetz und Ostrowski gegeben zu haben.
Wir fassen die Einlassungen von Lochte und Schäfer hier themenbezogen und chronologisch zusammen. Wiederholungen des oben Vorgetragenen sind zwar nicht vermeidbar, jedoch entschlossen wir uns für diese Vorgehensweise, um die Aktenlage des Verfahrens Chowanetz/Lochte deutlich darstellen zu können.
1. Lochte bestritt nicht, Schäfer falsch unterrichtet zu haben (September 2001)
Schäfer hatte Chowanetz erklärt er hätte die Information und die Formulierung von Thomas Lochte erhalten.
Lochte bestritt auf telefonische Rückfrage gegenüber Chowanetz nicht, die Falschmeldung an Schäfer weitergegeben zu haben und beharrte darauf, mit eigenen Augen gesehen zu haben, dass Chowanetz ein Remisangebot abgelehnt habe.
Chowanetz erklärte ihm, dass er den Vorfall nicht auf sich beruhen lassen könne, sondern eine Richtigstellung gegenüber der Zeitung, sowie eine schriftliche Entschuldigung erwarte. Darauf erwiderte Lochte, Chowanetz könne ihn mal... und hängte auf.
(Dieser Sachverhalt wurde vorgetragen in der Klage vom 07.06.2002 Seite 3)
2. Lochte bestreitet im Oktober 2001, dass die Formulierung des Zeitungsartikels von ihm stamme
Lochte stellt gegenüber dem damaligen Vorsitzenden des Schachclubs, Dr. S., im Oktober 2001 in Abrede, die Formulierung in dem Artikel sei von ihm. Er könne sich demnach hiervon auch nicht distanzieren.
3. Lochte will zu keinem Zeitpunkt Falschinformation verbreitet haben (Februar 2003)
Im Februar 2003 behauptet Lochte erstmals:
"Wir stellen noch einmal vorsorglich klar, dass der Beklagte zu keinem Zeitpunkt die Behauptung aufgestellt hat oder verbreitet hat, dass der Kläger im Rahmen eines Schachvergleichkampfes trotz eines Remisangebots seines Gegners auf der eigenen Niederlage bestanden habe. "
(Siehe Lochte im Schreiben seines Rechtsanwaltes an das Amtsgericht vom 18.02.2003, Seite 2, Ziffer 4, Absatz 2)
Diese Aussage ist im Abgleich mit der objektiven Sachlage, also der Wirklichkeit nicht haltbar.
. Lochte ließ die Veröffentlichungen Schäfers nicht nur unwidersprochen zu, sondern verteidigte seine angebliche Beobachtung bis nach Beginn seiner Verhandlung aktiv.
4. Hat Lochte "bei einem oder zwei Bierchen" doch berichtet? (September 2003)
Im September 2003 erzählt er uns wiederum:
"Für realistisch halten wir, dass der Beklagte (Lochte) dem Zeugen Schäfer den kuriosen Vorfall im Verlauf des Abends bei "einem oder zwei Bierchen" erzählt hat und dabei auch berichtet hat, warum er zunächst von einem Remis ausgegangen ist.
(Siehe Lochte im Schreiben seines Rechtsanwaltes an das Landgericht vom 29.09.2003, Seite 4, Ziffer 3)
Matthias Schäfers Verhalten und seine Einlassungen zur 3. Frage:
. 1. Information inclusive Formulierung von Lochte (September 2001)

Am 29.09.2001 rief Chowanetz, nachdem er Kenntnis von dem Artikel hatte, Matthias Schäfer an.

Schäfer erklärte bei dieser Gelegenheit, die Information und die Formulierung von Thomas Lochte erhalten zu haben. Er bedauere, daß er die Information nicht, etwa durch einen Anruf, auf seinen Wahrheitsgehalt überprüft habe. Die angebotene schriftliche Schilderung des tatsächlichen Sachverhalts, sowohl eine Schilderung von Chowanetz als auch eine Schilderung Ostrowskis, benötige er nicht. Er hatte auf die Information von Thomas Lochte vertraut. In seinem nächsten Artikel werde er die Falschmeldung richtig stellen.

(Dieser Sachverhalt wurde vorgetragen im Brief Chowanetz an das AG Starnberg vom 08.01.2003, Seite 2, Ziffer 3.2)
. 2. Die Formulierung von Schäfer? Lochte beharrt (19. Oktober 2001)
Die Behauptung, dass sowohl der Inhalt als auch die Formulierung des beanstandeten Satzes von Thomas Lochte stammen, behauptete Matthias Schäfer nicht nur gegenüber Chowanetz, sondern auch gegenüber seinem damaligen Vorgesetzten beim Münchner Merkur, dem Chef-Redakteur Herrn M-W.
Nachdem Chowanetz am 19.10.2001 von Dr. S. erfahren hatte, dass Lochte die Urheberschaft der Formulierung des Artikels von sich wies, telefonierte Chowanetz mit Schäfer. Entgegen seiner ursprünglichen Auskunft behauptete er Chowanetz gegenüber hier erstmals, dass die Formulierung nicht von Lochte stamme, sondern von ihm, Schäfer, selbst.
Ob er denn nun den falschen Inhalt der Nachricht dementiere, wollte Chowanetz von Schäfer wissen. Solange der Schiedsrichter (also Lochte) bei seiner Sicht der Dinge bleibe, würde nicht dementiert, gab Schäfer ihm zur Antwort.
Daraufhin rief Chowanetz den Chefredakteur, Herrn M-W. an. Er wollte von ihm wissen, warum trotz des von ihm zwischenzeitlich vorgelegten Briefs des Herrn O. vom 01.10.2001, der eine Falschinformation durch Thomas Lochte beweise, keine Richtigstellung erfolge. Bei dieser Gelegenheit streiften sie das Thema, von wem denn nun die Formulierung der streitgegenständlichen Behauptung stamme. Herr M-W. war sehr erstaunt, als er von Chowanetz erfuhr, dass Schäfer soeben die Formulierung auf seine Kappe genommen hatte. Auch er war von Matthias Schäfer dahingehend informiert gewesen und die ganze Zeit auch in dieser Meinung belassen worden, dass der Inhalt und die Formulierung von Lochte stammten.
(Dieser Sachverhalt wurde vorgetragen im Brief Chowanetz an das AG Starnberg vom 08.01.2003, Seite 3, Ziffer 3.4)
. 3. Schäfer beruft sich bei der Polizei mehrfach auf Lochte (27. November 2001)
Auch in der polizeilichen Vernehmung vom 27.11.2001 beruft sich Schäfer mehrfach auf Lochte.
Auf Seite 1, Absatz 2 heißt es hier wörtlich:
"Nachdem alle Partien beendet waren und er (Schäfer) damit fertig war, die gesamten Ergebnisse zusammenzuschreiben (nach Mitternacht und somit nach der Richtigstellung. Anm. d. Redaktion), sei Lochte zu ihm gekommen und habe ihm von dem Vorfall erzählt. So wie Lochte ihm alles geschildert habe, sei für ihn klar gewesen, dass Chowanetz das Remisangebot bekommen hatte, jedoch auf einer Niederlage bestand."
Auf Seite 1, vorletzter Absatz finden wir eine Erklärung Schäfers, die den Bericht von Chowanetz über ihr erstes Telefonat in dieser Sache (Siehe oben Ziffer 1) bestätigt.
"Wenige Tage nach Erscheinen des Artikels meldete sich Hr. Chowanetz telefonisch bei mir und wollte eine Erklärung für den Artikel. Ich sagte ihm, daß ich die Informationen von Herrn Lochte erhalten hatte."
Das Protokoll der polizeilichen Vernehmung wurde dem Gericht mit der Klage am 07.06.2002 als K 2a vorgelegt
. 4. Schäfer beruft sich im Prozess Chowanetz/Schäfer auf Lochte (19. Februar 2002)
Im Prozess Chowanetz/Schäfer vor dem Amtsgericht Starnberg (AZ.:4 C 38/02) lässt Schäfer ausdrücklich von seinem Rechtsbeistand vortragen, dass er keine eigene Behauptung aufgestellt, sondern nur die Aussage des Beklagten weitergegeben hat, der tatsächlich diese Behauptung aufgestellt hatte. Im Brief seines Rechtsanwalts Wolfgang Serini an das Amtsgericht vom 19.02.2002 heißt es auf Seite 1 unten wörtlich:
"(...) da der Beklagte in dem von ihm verfassten Artikel in dem "Starnberger Merkur" vom 24.09.2001 keine eigene Behauptung aufgestellt hatte, sondern nur die Aussage des Herrn Lochte wiedergegeben hatte, der tatsächlich diese Behauptung aufgestellt hatte. "
Als Zeuge hierfür ließ Schäfer seinen "Spezl" Thomas Lochte anbieten.
Dieser Sachverhalt wurde vorgetragen im Brief Chowanetz an das AG Starnberg vom 08.01.2003, Seite 4, Ziffer 1.8.2
. 5. Schäfer bestreitet nicht (bis Juni 2002)
Im oben erwähnten Verfahren gestand Schäfer gleichfalls zu, die entsprechende Information von Lochte erhalten zu haben.
Das Gericht hielt damals fest, dass Schäfer auch nicht bestritten hat, dass Chowanetz ihn nach der Veröffentlichung seines Artikels zur Rede gestellt hatte und er (Schäfer) sich dann darauf berufen hatte, die entsprechende Information von einem anderen Clubmitglied (eben Lochte) erhalten zu haben.
Beschluss des AG Starnberg vom 18.06.2002 im Prozeß Chowanetz/Schäfer AZ.:4 C 38/02, S 2, "Gründe", 2. Absatz, unten und Seite 3, oben
. 6. Schäfer beruft sich weiterhin auf Lochte (23. Juli 2002)
Auch im Brief an den Vorstand des Schachclubs vom 23.07.2002 erinnert sich Matthias Schäfer genau, von wem er die Information hatte:
"Ich weiß nicht, ob es ein Remisangebot gegeben hat oder nicht, ich war nicht Augenzeuge. Von Thomas Lochte hatte ich eine dementsprechende Information erhalten, weshalb einiges für diese Version sprach. Da es in den meisten Sportredaktionen aus Zeitgründen üblich ist, bei Wettkämpfen in anderen Sportarten der Meinung eines Schiedsrichters zu vertrauen, nahm ich die Information für bare Münze. Wie sich mittlerweile herausgestellt hat, bestehen an diesem Sachverhalt aber Zweifel. Dass ich mich damals auf eine Seite geschlagen habe, war falsch.
. 7. Schäfer bekräftigt seine polizeilichen Aussagen (19. Dezember 2002)
Wenn er (...) Aussagen bei der Polizei gemacht habe, so entspricht der Inhalt den Tatsachen. Der Zeitpunkt der Vernehmung lag zeitnah am beschriebenen Geschehen.
Antwort Schäfers auf den Vorhalt von Chowanetz bei der Vernehmung vor dem Amtsgericht, er (Schäfer) habe bei der Polizei zu Prottokoll gegeben, dass Herr Lochte die falsche Information erst an ihn weitergab, nachdem alle Partien beendet und er die gesamten Ergebnisse zusammengeschrieben hatte.
Festgehalten im "roten" Brief von Chowanetz vom 02.01.2003 an das Amtsgericht Starnberg Seite 3, Ziffer 1.8.2, Absatz 2
. 8. Schäfer war angeblich "nicht involviert" und "kann sich nicht erinnern" (19. Dezember 2002)
Als Chowanetz Schäfer bei dieser Vernehmung vor dem Amtsgericht des Weiteren vorhielt, dass er im eigenen Verfahren behaupten ließ, er habe "(...) keine eigene Behauptung aufgestellt (...), sondern nur die Aussage des Herrn Lochte wiedergegeben (...), der tatsächlich diese Behauptung aufgestellt hatte" antwortete Schäfer:
1. Er sei in den Prozess nicht involviert gewesen.
2. Sein Anwalt habe ihn sporadisch unterrichtet.
3. An den Vortrag könne er sich nicht erinnern.
Zu 1:
Hier sagte Schäfer falsch aus. Schäfer war Beklagter im Verfahren Chowanetz/Schäfer (AZ.:4 C 38/02). Auf diesen Umstand weist RA S. im Übrigen im gleichen Brief ausdrücklich hin:"... hier wurde aber nicht der Verlag, sondern "nur" der Verfasser des Artikels vom 24,09.01 (eben Schäfer Anm. d. Red.) in Anspruch genommen, ...)
Zu 2:
Der Schriftsatz des Herrn S. vom 19.02.2002 enthält eine strafbewehrte Unterlassungserklärung sowie die Ankündigung einer Erledigungserklärung. Es ist schlicht undenkbar, dass der Prozessbevollmächtigte Schäfers ohne vorherige Rücksprache mit seinem Mandanten eine strafbewehrte Unterlassungserklärung abgibt, die gerade prozessgegenständlich war.
Auf Nachfrage antwortete Schäfer, er habe "dem Vortrag seines Rechtsanwalts nicht widersprochen".
Somit ist diese Aussage Schäfer auf jeden Fall zuzurechnen. Wo kämen wir denn hin, wenn sich Prozessbeteiligte nach Prozessende je nach Bedarf vom Vortrag ihrer Rechtanwälte distanzieren könnten?
Zu 3:
Es ist unglaubwürdig, dass Schäfer sich nicht mehr erinnert, denn etwas später, bei der Befragung durch Lochte erinnert er sich dann plötzlich an das Schreiben.(Siehe unten)
Im beanstandeten Protokoll des Richters beim Amtsgericht Dr. R. findet sich die Befragung von Chowanetz zu diesem Punkt nicht.
In seinem Befangenheitsantrag, dem "roten" Schriftsatz vom 02.01.2003 führt Chowanetz auf Seite 4, Ziffer 1.8.2. letzter Absatz dazu aus:
Im Protokoll fänden sich seine Befragung zu diesem Punkt nicht. Auf Seite vier, Mitte, des Protokolls des Herr Dr. R. stünden bei "Auf Frage des Beklagten" aus dem Zusammenhang gerissene Unsinnigkeiten. Es würde hier ganz offensichtlich der Versuch unternommen (vom Vorsitzenden Richter beim Amtsgericht, Herrn Dr. Günther R. Anm. d. Red.), die Aussagen Schäfers doch noch "unterzubringen" wenn auch an falscher Stelle und verstümmelt bis zur Unkenntlichkeit.
Dr. R.ß äußerte sich u.a. zu diesem nicht unerheblichen Vorwurf in seiner "Dienstlichen Stellungnahme" vom 07.01.2003 mit den Worten: "Die Darstellungen (...) sind richtig, zumindest kann ich dies nicht ausschließen."
. 9. Schäfers Überraschung (19. Dezember 2002)
Als Thomas Lochte Schäfer im Anschluss an Chowanetz zum Brief von Rechtsanwalt S. befragte, behauptete Schäfer hierzu, er sei "überrascht gewesen sei, dass die Formulierung dann so gelaufen ist wie es in dem Schriftrsatz vom 19.2.2002 steht. So war es jedenfalls nicht mit dem Anwalt abgesprochen".
Bei der Befragung durch Chowanetz sagte er aus, er könne sich an den Vortrag nicht erinnern, und hier kurz darauf, dass er überrascht gewesen sei. Es kann nur einer der beiden Sachverhalte zutreffen. Somit sagte Schäfer auch an diesem Punkt objektiv falsch aus.
Etwas später sagte Schäfer laut beanstandeten Protokoll, dass er
einen Kommunikationsfehler nicht ausschließen könne. Er habe die ganze Sache so aufgefasst, wie er es im Bericht niedergeschrieben habe. Vom Wortlaut her ist es unwahrscheinlich, dass der Herr Lochte mir das so gesagt habe.
Wir erleben hier die Ungeheuerlichkeit, dass der Zeuge Schäfer in seinem eigenen Prozess eine ihn verteidigende Behauptung aufstellen lässt, um sodann in einem anderen Verfahren seinen Kompagnion mit der entgegengesetzten Behauptung zum gleichen Sachverhalt "herauszuhauen". Dies alles geschieht ungerügt vor den Augen des Vorsitzenden Richters.
Dieser Aussage, die "nicht ausschließt" und mit "Wahrscheinlichkeiten" daherkommt, die im Widerspruch zu den über Monate gleichbleibenden, eindeutigen Verhalten und Äußerungen beider Kontrahenten (Schäfer und Lochte) steht, wovon eine in nicht zu überbietender Deutlichkeit vor einem anderen Gericht gemacht wurde, wird der Vorsitzende Richter Dr. Günther R.ß Glauben schenken, obwohl sich Schäfer bei seiner Vernehmung am 19.12.2002 mehrfach auf Erinnerungsschwächen berief (Schäfer: "Es ist seither viel Zeit vergangen". "Ich erinnere mich nicht mehr deutlich". "Wenn ich die vorgehaltenen Aussage bei der Polizei gemacht habe, so entspricht der Inhalt den Tatsachen" denn "der Zeitpunkt der Vernehmung lag zeitnah am beschriebenen Geschehen".)
.
. Das Gericht kommt im Urteil zur 3. Frage, nämlich ob Lochte im Anschluss an eine Richtigstellung, und somit wider besseren Wissens, Schäfer von einem ausgeschlagenem Remis und von einem Beharren auf die Niederlage durch Chowanetz erzählte, zu folgendem Ergebnis:
.
. "Da sich Lochte mit dem Zeugen Schäfer erst später unterhielt, hätte er in Kenntnis aller Umstände dem Zeugen gegenüber wissentlich etwas Falsches bekanntgeben müssen. Dies ist vom Gericht schwer nachzuvollziehen, da die Parteien in derselben Mannschaft spielten und eigentlich kein Grund mehr dafür bestand.
.
. Näher liegt vielmehr nicht nur die theoretische Möglichkeit, dass durch den Zeugen (Schäfer) Äußerungen des Beklagten mißverstanden wurden oder aufgrund von Äußerungen in Verbindung mit dem Spielberichtsbogen die falsche Schlussfolgerung gezogen wurde. Die Bekundung des Zeugen Schäfer ist jedenfalls nicht geeignet, die von dem Kläger genannte Äußerung des Beklagten nachzuweisen.
.
. Der Zeuge Schäfer konnte sich bei seiner Vernehmnung nach über 1 Jahr sichtlich nicht mehr genau daran erinnern. Er verwies deshalb auf seine schriftliche Aussage vor der Polizei. Aber auch daraus ergibt sich nicht eindeutig, dass der Beklagte ihm gegenüber ein Remisangebot des Zeugen Ostrowski schilderte, das der Kläger ausschlug und auf eine Niederlage bestand. Aus der dort wörtlich wiedergegebenen Äußerung des Beklagten läßt sich dies nicht entnehmen. Gleiches gilt für die im Anschluss daran bekundete schriftliche Äußerung des Zeugen, nach der der Beklagte zunächst angenommen habe, dass die Partie Remis ausgegangen sei und der Kläger daraufhin die Partie als verloren aufgegeben habe. Diese von dem Zeugen Schäfer bei der Polizei genannte Schilderung läßt durchaus den Schluß zu, dass der Beklagte lediglich seine zunächst angenommene falsche Interpretation vom Verhalten des Zeugen Ostrowski und des Klägers bei Abschluss der Partie zu erklären versuchte und möglicherweise einen Zeugen dafür suchte, warum er zunächst annehmen musste, warum die Partie Remis ausgegangen ist und er deshalb die falsche Eintragung in den Spielberichtsbogen vornahm. Hinzu kommt, dass der Zeuge Schäfer, der die gesamten Ergebnisse zusammenschrieb und deshalb den berichtigten Spielberichtsbogen sah, die Aussage des Zeugen falsch interpretiert haben konnte und es deshalb zu der Presseveröffentlichung kam. Darauf deutet auch die Bekundung des Zeugen Schäfer bei seiner Vernehmung hin. Er schloss einen Kommunikationsfehler nicht aus und hielt es sogar für unwahrscheinlich, dass der Beklagte ihm die Äußerung so mitteilte, wie es letzlich veröffentlicht wurde."
.
. "Weitere Beweisanzeichen liegen nicht vor." .
...
"Auch der Vortrag des Rechtsanwalts S. in dem Verfahren 4 C 38/02 deutet nicht zwingend darauf hin, dass der Beklagte die von dem Kläger genannte Behauptung abgegeben haben musste. Das dortige Verfahren richtete sich gegen den Starnberger Merkur. Der Vortrag des Rechtsanwalts Sereni in seinem Schriftsatz vom 19.2.2002 erging ohne Rücksprache mit dem Zeugen Schäfer, was dieser bestätigte."
.
Soweit der Amtsrichter Dr. Günther R. hierzu in seinem Urteil.
Wir erinnern uns:
Lochte sprach Chowanetz kurz nach der für Chowanetz verlorenen Schachpartie an, und fragte ihn, wieso er denn trotz eines Remisangebotes seines Gegners das Spiel aufgegeben habe. Dies wurde von beiden Spielern berichtet. Jan O. schilderte diese Szene in seinem Brief vom 01.10.2001 und Chowanetz hat Gleiches in der Klage vom 07.06.2002 unwidersprochen vorgetragen.
Einige Tage danach schrieb Schäfer nahezu wortgleich einen Zeitungsbericht hierüber: "...der trotz eines Remisangebots seines Gegners auf die eigene Niederlage bestand"
Worin lässt sich hier ein "Missverständnis" finden?
Der Amtsrichter Dr. Günther R. verhielt sich, um es zurückhaltend auszudrücken, bemerkenswert!
Die Falschaussage Schäfers, er sei
"nicht in den Prozess involviert gewesen"
wird im beanstandeten Protokoll des Amtsrichter R. vom 19.12.2002, Seite 4, umformuliert zu:
"Herr S. hat den Prozess für den Merkur geführt".
.
Im Urteil mutiert die Verdrehung dann zu dem Satz:
"Das dortige Verfahren habe sich gegen den Starnberger Merkur gerichtet."
Der Vorsitzende Dr. R. begründet sein Urteil mit einer falschen Tatsachenbehauptung wider besseren Wissens.

Dr. R. weiß, dass das dortige Verfahren gegen Herrn Schäfer geführt wurde und nicht gegen den Starnberger Merkur. Dieser Umstand wurde mehrmals vorgetragen und unter Beweis gestellt:

1. Schreiben Kanzlei B. vom 05.09.02, Seite 4, Nr.6.
Hier
wird die Beiziehung der Akten des Verfahrens Chowanetz/Schäfer beim Amtsgerichts Starnberg, Az.: 4 C 38/02 beantragt.
2. Schreiben Chowanetz vom 18.09.02 an das AG Starnberg.
Hierin weist Chowanetz auf Seite 4, Absatz 2, ausdrücklich auf den Brief des Rechtsanwalt S. hin und sandte eine Kopie des Schreibens als Anlage 2. In diesem Schreiben wird außerdem ausdrücklich vorgetragen, dass
hier aber nicht der Verlag, sondern "nur" der Verfasser des Artikels (also Schäfer Anm. Red.) in Anspruch genommen wurde.
3. Begründung des Befangenheitsantrag vom 02.01.2003, Seite 4, Nr. 1.8.2.
Chowanetz weist hier abermals daraufhin, dass der Prozess Chowanetz/Schäfer nichts mit dem Verlag zu tun hatte.
Durch seine dienstlichen Stellungnahme bestätigte Dr. Günter R. am darauffolgenden Tag, dass er vom Inhalt Kenntnis hatte.
(Siehe dienstliche Stellungnahme des Herrn Dr. Günther R. vom 03.01.03)
Der Richter beim Amtsgericht Dr. R. behauptet dennoch im Urteil, dass sich das dortige Verfahren gegen den Starnberger Merkur gerichtet habe und erklärt mit dieser unwahren Behauptung,
dass der Vortrag des Rechtsanwalts S. "nicht zwingend" darauf "hindeuten" würde, dass Schäfer die Behauptung "abgegeben haben musste".
Mit dieser Vorgehensweise lässt Dr. R. unter den Tisch fallen, dass der Vortrag des Rechtsanwalts S. eine strafbewehrte Unterlassungserklärung sowie die Ankündigung einer Erledigungserklärung Schäfers enthielt, die gerade prozessgegenständlich im Verfahren Chowanetz/Schäfer war, und dass es daher schlicht undenkbar sei, dass der Prozessbevollmächtigte Schäfers ohne vorherige Rücksprache mit seinem Mandanten diese Erklärung abgegeben hat.
Nur so kann Dr. R. in seine Urteilsbegründung schreiben "der Vortrag Serinis erging ohne Rücksprache mit Schäfer"
und dies alles mit dem krönenden Abschluss stützen, Schäfer habe dies "bestätigt".
Dies erscheint - bei aller gebotenen Zurückhaltung - nicht nur willkürlich, sondern könnte in Anbetracht dessen, dass der Vorsitzende Richter Dr. Günther R hier gegen besseres Wissen handelte, §336 StGB berühren.
"Andere Beweisanzeichen", so Dr. R. in seinem Urteil, "lägen nicht vor."
Wir wollen an diesem Punkt einen Moment innehalten.
Die beiden Kontrahenten Lochte und Schäfer verhielten und äußerten sich über einen langen Zeitraum wie oben dargelegt und unten noch berichtet werden wird und hinterließen dabei Spuren.
Schäfer wiederholte seine Aussage, dass er die Falschinformation von Lochte hatte, wieder und wieder über den Zeitraum von über 15 Monaten.
Lochte stand nicht nur passiv widerspruchslos daneben, sondern beharrte aktiv auf seiner "Wahrnehmung".
Die Fakten wurden Punkt für Punkt vorgetragen und unter Beweis gestellt.
Bei seiner Vernehmung vor dem Amtsgericht am 19.12.2002 äußerte sich Schäfer zweideutig dahingehend, dass er einen Kommunikationsfehler "nicht ausschließen" könne und es "unwahrscheinlich" sei, dass Lochte ihm das so gesagt habe. Diese Zeugenaussage im Prozess Chowanetz/Lochte ist eingebettet in Erinnerungslücken und Falschaussagen.
Diese zweideutige Aussage Schäfers, die offensichtlich dazu dient, seinen Spezl" Lochte zu entlasten, die im Widerspruch zu den vorliegenden Fakten steht und in keiner Weise geeignet ist, alle anderen Tatsachen vom Tisch zu wischen, diese Aussage wird von Dr. Günther R. herausgepickt und in das Zentrum des Urteils gerückt.
Wir wenden uns der 4. Frage unseres Fragenkatalogs zu:
. 4. Frage: .
Trifft es zu, dass Lochte am 05.10.2001 in Gegenwart etlicher Schachspieler in den Clubräumen die wahrheitswidrige Behauptung wiederholte und er sich diesesmal sogar dazu verstieg, den ehemaligen Vorsitzenden des Schachclubs, Herrn Kurt E., als Zeugen für diesen Sachverhalt zu benennen? (Dieser freilich dementierte gegenüber Chowanetz, derartiges bestätigen zu können).
In der Klage vom 07.06.2002 läßt Chowanetz auf Seite 3 folgendes vorgetragen: In der Klageerwiderung vom 19.07.2002 läßt Lochte hierzu unter Ziffer 3. Absatz 2 folgendes vorgetragen:
Am 05.10.2001 wiederholte der Beklagte in Gegenwart etlicher Schachspieler in den Klubräumen die wahrheitswidrige Behauptung, der Kläger hätte trotz eines Remisangebots seines Gegners auf der eigenen Niederlage bestanden. Diesesmal verstieg er sich sogar dazu, den ehemaligen Vorsitzenden des Schachklubs, Herrn Kurt E., als Zeugen für diesen Sachverhalt zu benennen. Dieser dementierte freilich gegenüber dem Kläger, derartiges bestätigen zu können. Der Bekl. beteiligte sich am 05.10.01 in den Clubräumen an einem Gespräch zwischen dem Kläger und Dr. S.. Es ging um die Zeitungsberichtserstattung zu dem Vergleichskampf. Dr. S. versuchte den Kläger zu beruhigen und zwischen den Vereinskameraden zu vermitteln. Dabei stellte der Beklagte klar, dass er sich für das, was er mit eigenen Augen gesehen und selbst gehört habe, nicht entschuldigen könne. Seine anfängliche Fehlinterpretation täte ihm leid, ebenso, wenn es deshalb zu Missverständnissen in der Lokalpresse gekommen sein sollte. Der Kläger wollte sich damit aber nicht zufrieden geben.
Der Vortrag von Chowanetz ist klar.
Er beschuldigt Lochte, am 05.10.2001 Kurt Ewald als falschen Zeugen benannt zu haben.
Aber was erwiderte Lochte?
Er berichtet von einem Gespräch am 05.10.2001 zwischen Dr. Strecker, Chowanetz und ihm selbst (Lochte). Dieses Gespräch fand zu einem anderen Zeitpunkt und unter Beteiligung eines anderen Personenkreises statt. Aber auch hier werfen die Einlassungen Lochtes mehr Fragen auf, als sie beantworten. Einerseits behauptete er, er hätte seine "anfängliche Fehlinterpretation" und auch die "Missverständnisse in der Lokalpresse" bedauert und andererseits will er klargestellt haben, "dass er sich für das, was er mit eigenen Augen gesehen und selbst gehört habe, nicht entschuldigen könne".
Was gilt denn nun? Es ist widersprüchlich beides gleichzeitig zu behaupten.
Diese Zweideutigkeit war für das Gericht kein Problem.
Jedenfalls stellt Lochte mit seinem Bericht über eine andere Situation die Anschuldigung, er habe zur Untermauerung seiner falschen Behauptung einen Phantomzeugen benannt, nicht ausdrücklich in Abrede.
Matthias Schäfers Verhalten und seine Einlassungen zur 4. Frage:
Bei der Vernehmung vor dem Amtsgericht am 19.12.2002 beantwortet Schäfer die Frage von Chowanetz, ob er sich erinnere, dass der Thomas Lochte Herrn Kurt E. als Zeugen anbot für die Behauptung, dass es ein Remisangebot gegeben habe, mit einem klaren "Ja".
Bevor Chowanetz nun weiter fragen konnte, an was genau Schäfer sich erinnere, unterbrach Vorsitzende Richter Dr. Reiß seine Befragung, zog das Wort an sich und befragte den Zeugen nunmehr zum Beweispunkt 4 mit Suggestivfragen dahingehend, an was er sich in dem ganzen Drumherum des betreffenden Abends nicht mehr erinnere. Es wurde hier alles mögliche erörtert und Herr Dr. Reiß verlor sich in einem selbsterzeugten Nebelfeld, aus dem er mit der an Lochte gerichteten Bemerkung auftauchte, dass der Punkt günstig für ihn ausgegangen sei. (!?)
Die letzten beiden Absätze sind der vierten und fünften Seite eines Berichts von Chowanetz entnommen, den dieser zur Begründung seines Befangenheitantrags am 02.01.2003 bei Gericht abgab und der von Dr. R. am nächsten Tag in seiner "Dienstlichen Stellungnahme" so komentiert wurde: "Die Darstellungen (...) im Schreiben vom 2.1.2003 sind richtig, zumindest kann ich dies nicht ausschließen."
Im beanstandeten Protokoll des Dr. R. vom 20.12.2002 sind hinsichtlich der Befragung des Zeugen Schäfers auf Seite 4 zwei diametrale Aussagen zu diesem Thema (Beweisthema Ziffer 4) festgehalten, und da nur eine den Tatsachen entsprechen kann, finden wir hier eine weitere - folgenlose - uneidliche Falschaussage von Schäfer vor diesem Gericht:
1. Auf Frage von Lochte:
Das Beweisthema zu Ziffer 4 kann ich nicht bestätigen. Ich habe nur mitbekommen, dass zwischen Herrn Lochte und Herrn Chowanetz ein Disput wegen dieses Themas bestand.
2. Auf Frage von Chowanetz:
Richtig ist, dass Herr Lochte Herrn E. als Zeugen benannt hat für die Behauptung, dass es ein Remisangebot gegeben haben soll.
Allerdings wechselt Dr. R. den Namen E. (2. Vorsitzender des Schachclub Starnberg) durch den Namen Eberl aus. Um einen Schreibfehler handelt es sich mit großer Wahrscheinlichkeit nicht. Denn den Namen Eberl gibt es im Zusammenhang mit dem Schachsport wirklich. Er ist 1. Vorsitzender des Schachbezirks Oberbayern. Herr Eberl hatte rein gar nichts mit dem Geschehen zu tun. Der Name wurde während des gesamten Verfahrens nicht einmal genannt. Ob Dr. R. mit dem Namenstausch eine Absicht verfolgte - und wenn ja welche - ist ein Rätsel.
Der Klarheit dient eine solche Protokollführung nicht.
Schäfer bestätigte im Übrigen nicht nur während seiner Zeugenvernehmung vor dem Amtsgericht am 19.12.2002, dass Lochte einen falschen Zeugen benannte. Bereits am 24.10.2001 ließ er sich in den Redaktionsräumen des Starnberger Merkurs in Gegenwart des Chefredakteurs M-W darauf ein, dass er bei dem Vorfall zugegen war und sich daran erinnere.
Dies wurde dem Gericht von Chowanetz mit Schreiben vom 17.11.2002 auf Seite 1 vorgetragen.)
Lochte beharrte also auch nach Erscheinen des verleumderischen Zeitungsartikels auf seine vermeintliche Beobachtung eines abgewiesenen Remis und scheute nicht davor zurück, einen nichtvorhandenen Zeugen zur Unterstützung seiner falschen Behauptung zu erfinden, um Chowanetz mit diesem Manöver in die Ecke des Lügners zu drücken. Wir treffen hier auf einen in seiner Perfidität kaum zu steigernden Versuch die Unwahrheit wider besseren Wissens durchzudrücken. Der Widerstand von Chowanetz wuchs. Lochte ließ es hiermit nicht bewenden, wie wir sehen werden.
.
. Das Gericht äußert sich im Urteil zur 4. Frage nicht. (?!) .
.
. 5. Frage .
Wiederholte Lochte in der Folgezeit wider besseren Wissens Dritten gegenüber die streitgegenständliche Behauptung und war davon auszugehen, dass er dies auch weiterhin tun werde?
Er entgegnete Chowanetz auf dessen Verlangen nach einer Richtigstellung, dieser könne ihn mal, benennt einen falschen Zeugen zur Stützung seine angeblichen Beobachtung, verweigerte sich vielfachen Schlichtungsversuchen und beharrte nachgewiesen auf seiner Einstellung, er könne sich für das, was er mit eigenen Augen gesehen habe nicht entschuldigen und seine Äußerungen hätten seinen subjektiven Wahrnehmungen über das Ende der Partie entsprochen, die einem Schiedsrichter zugestanden werden müssen.
Nach der Richtigstellung durch Jan O. und Chowanetz können dem Schiedsrichter Lochte keine "subjektive Wahrnehmungen", zumindest des Spielausgangs Chowanetz/O. betreffend, mehr zugestanden werden.
Diesen Standpunkt, er hätte ein Recht darauf die Falschinformation weiterhin zu verbreiten, vertrat Lochte noch am 12.07.2002 laut einem Protokoll der Vorstandssitzung des Schachclub Starnberg. Er verteidigte diesen Standpunkt also noch, nachdem das Verfahren Chowanetz / Lochte am 07.06.2002 mit der Klage eröffnet worden ist.
Dies wurde dem Gericht von Chowanetz mit Schreiben vom 08.01.2003 auf Seite 6, Ziffer 3.8. vorgetragen und er bot hierfür auch den ehemaligen Vorsitzenden Dr. S. an.)
Lochte verteidigt seine "kuriose" Beobachtung (Oktober 2001)
Noch in seinem Prozess berichtet selbst Lochte von seinem lange vertretenen Standpunkt "...er könne sich für das, was er mit eigenen Augen gesehen und selbst gehört habe, nicht entschuldigen..."
(Siehe seine Klageerwiderung vom 19.07.2002 Seite 2)
Auch zu diesem Thema äußerte sich Matthias Schäfer wiederholt bei verschiedenen Gelegenheiten.
1. Schäfer verweigert Dementi da Lochte beharrte (19. Oktober 2001)
Wir beschäftigten uns oben beim 3. Beweisthema unter Ziffer 2 bereits den Vorfall vom 19.10.2001, als Chowanetz mit Schäfer telefonierte und Schäfer entgegen seiner ursprünglichen Auskunft Chowanetz gegenüber plötzlich hier erstmals behauptete, dass die Formulierung nicht von Lochte stamme, sondern von ihm, Schäfer, selbst.
Ob er denn nun den falschen Inhalt der Nachricht dementiere, wollte Chowanetz von Schäfer wissen. Solange der Schiedsrichter (also Lochte) bei seiner Sicht der Dinge bleibe, würde nicht dementiert, gab Schäfer ihm zur Antwort.
Schäfer Aussage belegt, dass Lochte noch lange nachdem der Sachverhalt richtig gestellt worden war, auf seiner unwahren Geschichte bestand.
(Dieser Sachverhalt wurde im Brief Chowanetz an das AG Starnberg vom 08.01.2003, S 4, Absatz 3 vorgetragen.)
2. Laut Schäfer beharrte Lochte auch in der Redaktion (25. Oktober 2001)
Auch im Vernehmungsprotokoll der Polizei berichtete Schäfer davon, Lochte habe auch in der Redaktion des Starnberger Merkurs, in der er und Lochte gemeinsam arbeiteten, auf seiner falschen Darstellung beharrt. Auf Seite 4, Absatz 2 finden wir diese Aussage:
"Hr. M-W. (Chefredakteur) gab mir dann die Anweisung (am 25.10.2001 d.A.), eine Gegendarstellung zu verfassen. Zu einer Richtigstellung wären wir nicht verpflichtet, denn Hr. Lochte beharrte weiterhin auf seiner Aussage, die kontrovers zu der von Hr. chowanetz war. "
Dieser Sachverhalt wurde durch Vorlage (mit der Klage am 07.06.2002) des polizeilichen Vernehmungsprotokoll vom 27. November 2001, Seite 2, Absatz 2 unten, sowie im Schreiben von Chowanetz an das AG Starnberg vom 18.09.02, Seite 5 oben in das Verfahren eingeführt.
3. Schäfer handelt entsprechend Lochtes Beharren (Ende Oktober 2001)
Noch Ende Oktober erschien in dieser Sache der von Schäfer verfasste Artikel mit der Überschrift: "Remisangebot ja oder nein?"
Darin stellt Schäfer den Sachverhalt so dar, als sei völlig unklar, ob die Behauptungen von Lochte nicht vielleicht doch richtig wären:
"Herr Lochte, der bei der Veranstaltung als Schiedsrichter fungierte, behauptete, Chowanetz habe ein Remisangebot seines Gegners erhalten und daraufhin seine Hand ausgestreckt. Aus ihm unverständlichen Gründen habe er auf die eigene (abermals der grammatikalische Fehler im Zeitungsartikel)Niederlage bestanden."
(Dem AG Starnberg vorgelegt mit der Klage am 07.06.2002, Seite 3)
.
. Das Gericht ließ jede Auseinandersetzung mit dem Verhalten des Beklagten im Anschluss an die streitgegenständliche Schachpartie vermissen. .
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. Mit Urteil vom 21. Mai 2003 weist das Amtsgericht Starnberg die Klage von Chowanetz gegen Lochte kostenpflichtig ab. Er habe nicht zweifelsfrei nachweisen können, dass Thomas Lochte die streitgegenständliche Äußerung abgegeben habe. .
.
. Das Gericht setzte den Streitwert auf 5000.- Euro fest. Der Streitwert setzt sich folgendermaßen zusammen: Unterlassungsklage 2.000 Euro und Widerrufsklage 3.000 Euro. .
.
. Resümee der juristischen Auseinandersetzung
Der Rechtsanwalt Klaus B. aus München wurde Chowanetz von einem Freund als lauter, umsichtig und erfolgreich empfohlen.
RA B. verhehlte Chowanetz beim ersten Termin in seiner Kanzlei nicht seine Verwunderung darüber, sich gegen die unwahre Remisbehauptung von Lochte und den vorliegenden Presseberichten Schäfers juristisch zu wehren. Auch unter Berücksichtigung, dass Lochte seine unwahre Behauptung weiter verbreitete und zu zementieren versuchte, riet RA Berger von einer Klage ab. Auch die separaten Klagen gegen Lochte und Schäfer entsprangen dem Willen Chowanetz. Berger riet, wenn schon, zu einer einzigen Klage gegen beide Widersacher und begründete dies damit, dass die beiden sich dann nicht gegenseitig den Entlastungszeugen würden spielen können.
Der Prozeß gegen Schäfer wurde von RA B. geführt und erfolgreich abgeschlossen. Die Honorarabrechnung und das Eintreiben der Zahlungsverpflichtung Schäfers wurde von seiner Kollegin RAin G. aus München durchgeführt und gestaltete sich "holprig". Es liegen hierüber nur vereinzelt Unterlagen vor, da RAin G. eine lückenlose Benachrichtigung von Chowanetz - auch nach wiederholten Bitten - nicht für nötig hielt. Das Verfahren war im Juni 2002 entschieden. Eine Abrechnung und Rückzahlung der vorausgezahlten Summe erfolgte im März 2003.
Beim Verfahren gegen Lochte schrieb RA B. die Klage, dann folgten Schreiben an das Gericht abwechselnd durch seine Kollegen RAin G. (später G-S) und RA Rolf S. aus Gauting. Letzterer hatte trotz der Korrektur eines Schriftsatz-Entwurfs durch Chowanetz dem Gericht schriftlich falsch vorgetragen und den falschen Vortrag auch nicht nachträglich korrigiert. Dies musste von Chowanetz durch ein Schreiben an das Gericht selbst tun. Beim ersten Gerichtstermin tauchte zur Überraschung von Chowanetz nicht RA B. sondern RA S. auf.
Chowanetz wandte sich, nachdem er sich mit Schreiben vom 12.09.2002 ohne Erfolg bei RA B. beschwert hatte, erstmals mit Schreiben vom 18.09.2002 und in Folge vermehrt direkt an das Gericht.
Sicher wäre es besser gewesen, den Anwalt zu wechseln, anstatt als Mandant bei Gericht zu intervenieren. Jedoch war Chowanetz der Meinung, dass das Verfahren, nicht zuletzt in Hinsicht auf den gewonnenen Prozess gegen Schäfer, nicht mehr zu verlieren sei und er sich die Probleme, die ein Anwaltswechsel mit sich gebracht hätten, sparen könne.
Waren es die zahlreichen, umfangreichen Schriftsätze von Chowanetz die den Amtsrichter Dr. Günther R. eine Haltung einnehmen ließen, die einen Prozeßbeobachter schon recht früh zu der an Chowanetz gerichteten Warnung bewegten, er, Chowanetz, solle vor diesem Richter auf der Hut sein?
Hier wollen wir keine weiteren Überlegungen anstellen, die heute letztlich nur in Spekulationen münden können. Ein objektives Resultat der vielfältigen schriftlichen Interventionen von Chowanetz ist die Möglichkeit, die Handlungen des Herrn Dr. Günther R., aus welchen Motiven diese auch entstanden sein mögen, recht detailgenau nachzuzeichnen.
Das Ziel von Chowanetz, dass Lochte sich vepflichtet, es zu unterlassen, die falsche Behauptung aufzustellen, Chowanetz habe ein angebotenes Remis abgelehnt und auf der eigenen Niederlage bestanden, hatte Chowanetz faktisch erreicht. Lochte hatte sich zwar nicht verpflichtet, jedoch war ihm der Weg, an seiner falschen "subjektiven Wahrnehmung" festzuhalten, versperrt.
. Chowanetz hält inne
Chowanetz war von dem Urteil wie betäubt. Er hatte es bis zu diesem Zeitpunkt für ausgeschlossen gehalten, dass ein Richter einen derartig großen "Handlungsspielraum", wie wir ihn hier nachgezeichnet haben, hat.
Wie schon vor der Einleitung erster juristischer Schritte gegen Lochte und Schäfer, war sich Chowanetz in diesem Moment nicht klar, wie nun mit der neuen Situation umzugehen sei.
Er erwog die Möglichkeit, das Urteil hinzunehmen und das Resultat auf das Konto "Lehrgeld" zu verbuchen. Den "Handlungsspielraum" eines Amtsrichters hatte er ja nun verinnerlicht. Er sah nach dieser Erfahrung durchaus die Möglichkeit, dass Richter in der nächsthöheren Instanz - aus welchen Motiven auch immer - das Urteil bestätigen könnten.
Er beriet sich abermals mit seinem "Schachfreund", den wir bereits weiter oben vorstellten, und auf dessen analytischen Verstand er nach wie vor große Stücke hält.
Dieser hatte die Entwicklung des Falls als Clubmitglied (und mit den Informationen von Chowanetz) verfolgt und stand gleichfalls - wie andere Beobachter auch - staunend vor dem Urteil.
Er sah es geradezu als staatsbürgerliche Pflicht an, sich gegen ein solches Urteil zu wehren.
Chowanetz stellte die beiden Möglichkeiten - Hinnahme des Urteils oder Widerstand - klar gegenüber und gab zu bedenken, dass Widerstand bei einer Bestätigung des Urteils durch die zweite Instanz nicht sein Ende finden kann und auch nicht wird.
Chowanetz entschied sich.
Der Bericht an dieser Stelle ist nicht der Versuch, Verantwortlichkeit umzuverteilen. Vielmehr ist er der Versuch aufzuzeigen, dass auch hier eine wichtige Weichenstellung anstand und von Chowanetz der eingeschlagene Weg unter gewissenhafter Abwägung eigenverantwortlich gewählt wurde.
. 2. Instanz bestätigt Urteil (November 2003)
Chowanetz wechselt den Rechtsanwalt. Am 06. Juni 2003 beauftragt er den Rechtsanwalt Dr. Stefan N. von der Kanzlei Wesel, Honsel und Niemöller in München, die zweite Instanz anzurufen. Die zweite Instanz verlief ungewöhnlich. Wir fassten sie auf einer separaten Seite "Das Verfahren Chowanetz gegen Lochte II. Instanz" zusammen.
Das Urteil wurde in zweiter Instanz vor der 2. Zivilkammer des Landgericht München II, mit dem Aktenzeichen 2 S 3715/03 sowie 2 C 1044/02 Amtsgericht Starnberg am 04.11.2003 durch den Richter am Landgericht G. als Vorsitzenden und der Richterin am Landgericht F. sowie dem Richter am Landgericht H-K bestätigt. Auch hier betrug der Streitwert 5000.- Euro.
. Lochte kündigt "Rausschmiss" von Chowanetz an (November 2003)
Noch im Gerichtssaal des Landgerichts kündigt Lochte an, nicht eher zu ruhen, bevor Chowanetz den Schachclub Starnberg verlassen habe.
Zu welchen Mitteln die Clique Lochte nunmehr greifen wird, sehen wir uns auch noch an.
. Der Vorstand "signalisiert" angeblich (Oktober 2003)
Im Oktober 2003 war der Schachklub Naunburg zu einem Besuch beim Schachclub Starnberg eingeladen. Je eine Mannschaft beider Vereine spielten in einem Freundschafts-Turnier miteinander. Dazu gab es ein kleines Rahmenprogramm mit Theater- und Gaststätten-Besuch.
Initiator und Hauptorganisator war das Starnberger Vereinsmitglied Dr. Ulrich F..
Chowanetz hatte sich als Spieler und Helfer gemeldet. Insbesondere hatte er sich angeboten, die Gäste beim Rahmenprogramm mit seinem PKW zu chauffieren.
In der Nacht zum 17. Oktober 2003 verständigte Dr. F. Chowanetz davon, dass er "nicht gebraucht" würde, sprich: Er ausgeladen sei.
Zur Begründung schrieb er in einer E-Mail in der Nacht vom 17. Oktober 2003:
Er hätte heute abend eine Nachricht von Matthias Schäfer auf dem Anrufbeantworter vorgefunden. Schäfer habe im Schachclubvorstand rumgefragt, wie eine Beteiligung von Chowanetz am Wochenende gesehen würde. Dabei "sei Ablehnung signalisiert" worden, insbesondere von Stefan W. (W. war nicht Vorstandsmitglied Anm. Red.), der im Falle einer Beteiligung von Chowanetz selbst fernbleiben würde. Schäfer habe Dr. F. gebeten, deshalb Chowanetz mitzuteilen, dass er am Wochenende nicht gebraucht würde. Er selbst, also Schäfer, hätte nichts gegen eine Teilnahme Chowanetz gehabt. Er, Dr. F., würde jetzt selber über sein weiteres Verhalten nachdenken, würde sich aber zunächst "dem Besuch aus Naumburg verpflichtet" sehen.
Der Vorstand setzte sich im Herbst 2003 wie folgt zusammen:
1 1. Vorsitzender: Matthias S.
2 2. Vorsitzender: Kurt E.
3 Kassierer Rüdiger von S.
4 Protokollführer Alfred D.
5 1. Jugendleiter Johannes S.
6 2. Jugendleiter Florian M.
Chowanetz fragte die Mitglieder des Vorstands, wer von ihnen Schäfer, der seit Herbst 2002 Erster Vorsitzender des Schachclub Starnberg 1920 e.V. war, "Ablehnung signalisiert" habe hinsichtlich einer Teilnahme von Chowanetz am "Naumburger Treffen", wie von Schäfer behauptet.
Das Ergebnis seiner Befragung sah folgendermaßen aus:
2 Kurt E. Angerufen:
Er wurde nicht gefragt. Er kümmere sich nicht mehr "um das Tagesgeschäft".
3 Rüdiger von S. Angerufen:
Er wurde nicht gefragt.
4 Alfred D. Getroffen:
Er wurde nicht gefragt.
5 Johannes S. Angerufen:
Er wurde nicht gefragt.
6 Florian M. Angerufen:
Er wurde nicht gefragt.
Dies war nicht das einzige Mal, dass von Schäfer nach dem Gerichtsverfahren versucht wurde, Chowanetz an der Teilnahme am Clubleben zu hindern.
Auch vor der Stadtmeisterschaft 2003 hat Schäfer im Vorstand "rumgefragt", wie eine Teilnahme von Chowanetz gesehen würde. In diesem Zusammenhang wurde u.a. behauptet, dass das langjährige und wohlangesehene Mitglied F. im Falle einer Beteiligung von Chowanetz nicht mitspielen würde. Chowanetz gegenüber, der von einem Mitglied des Vorstands hiervon ins Bild gesetzt wurde, dementierte F. auf Nachfrage befremdet.
. Friedensvereinbarung (Anfang 2004)
Anfang 2004 verschickt der Schriftführer Alfred D. an Chowanetz, Lochte und Schäfer einen "Friedensvertrag" mit der Aufforderung diesen zu zeichnen und "im Falle der Nichtunterzeichnung (...) den Verein zu verlassen".
Der Vertrag lautet folgendermaßen:
Um die Rechtsstreitigkeiten H.Chowanetz/H.Lochte/H.Schäfer zu beenden und wieder ein "normales" Vereinsleben zu ermöglichen, sollen alle Beteiligte die anschließende Erklärung unterzeichnen.
Erklärung
1. Der Rechtsstreit von Herrn Chowanetz gegen H.Lochte/H.Schäfer ist beendet.
2. Wie bereits in der Sitzung über den Ausschlussantrag von H. Lochte am 26.7.02 im letzten Jahr besprochen, wird es nach dem Ende des Rechtsstreits unabhängig vom Richterspruch einen Schlussstrich geben; d.h. es werden keine weiteren Vorwürfe von H. Chowanetz an Herrn Lochte, Vorstandsmitglieder oder andere Vereinsmitglieder erhoben. Es dürfen aber auch keine weiteren Vorwürfe aus dem Rechtsstreit an Herrn Chowanetz erfolgen.
3. Das Vereinsleben wird "normal" fortgeführt. Es soll durch den Rechtsstreit nicht mehr belastet werden. Dies gilt für sämtliche Vereinsmitglieder. Die Umgangssprache ist höflich zu wählen. Beleidigungen werden nicht akzeptiert.
4. Satzungsmäßig sollen alle Rechtsstreitigkeiten mit dem Vorstand besprochen werden. Es zählt zu den Aufgaben des Vorstands, Streitigkeiten zwischen den Mitgliedern zu schlichten. Dazu bedarf es aber auch der Bereitschaft der Mitglieder, diese Möglichkeit vor einem Gerichtsverfahren voll und ganz auszuschöpfen. Auf diese Bereitschaft wird ausdrücklich verwiesen.
Einverstanden:
Herr Schäfer Herr Chowanetz Herr Lochte
Datum Datum Datum
. Neuer Vorstand im Früjahr 2004
Im März 2004 wurde auf der jährlichen Mitgliederversammlung ein neuer Vorstand gewählt der sich wie folgt zusammensetzte:
1. Vorsitzender: Matthias S.
2. Vorsitzender: Kurt E.
Kassierer Rüdiger von S.
Protokollführer Alfred D.
1. Jugendleiter Rüdiger von S.
2. Jugendleiter Andreas Chowanetz
Jugendleiterin Tutzing Betina R.
Spielleiter Florian M.
Spielleiter Moritz S.
Materialwart Andreas Chowanetz
. Vorstandsarbeit 2004
Der zum Teil neu besetzte Vorstand des Schachclubs arbeitete im Jahr 2004 neben dem Tagesgeschäft an folgenden Schwerpunkten:
Schacht-Teffen Tutzing:
Regelmäßig bot der Schachclub in der Grundschule interessierten Kindern aus Tutzing Gelegenheit, Schach zu lernen, Schach zu spielen und Spaß zu haben. Initiiert wurde das Schach-Treffen von Frau R. und Frau D. 2003 mit der Unterstützung des Schachclub Starnberg und nicht zuletzt aktiver Eltern. Das Konzept war einfach und erfolgreich. Der Zulauf war enorm und stetig steigend.
Schach-Treffen Starnberg:
Nach dem Vorbild in Tutzing gründete der Schachclub 2004 ein Schach-Treffen Starnberg. Grundstock bildeten die Jugendlichen zwischen 5 und 12 Jahren der Jugendabteilung, die von den bisherigen Jugendleitern Johannes S. und Florian M. bis Pfingsten betreut wurden.
Das Schachtreffen startete im Herbst 2004 nach längerer Vorbereitungszeit durch die neuen Jugendleiter von S. und Chowanetz in der Schlossberg-Grundschule. Die Clubmitglieder Alfred D. und Knut S. und mehrere Eltern unterstützten regelmäßig den regen Betrieb. Auch hier bewährte sich das Tutzinger Konzept. Auch hier war der Zulauf und die Zustimmung enorm und stetig steigend.
Es war bei den Vorbereitungen zu Unstimmigkeiten zwischen dem Vorsitzenden Schäfer und den Jugendleitern gekommen. Schäfer wollte das Schach-Treffen in der Haupschule in der nachmittäglichen Betreuungsgruppe mit Haupt- und Grundschülern installieren. Die Jugendleiter verfolgten entsprechend dem Tutzinger Vorbild das Konzept, mit den Grundschulen zu kooperieren.
Schachjugend Starnberg:
Weiterhin trainierten die Jugendlichen im Alter von 12 bis 16 Jahren im Gymnasium Starnberg unter Anleitung des Jugendleiters von S. und dem Trainer W..
Aktionen:
Der 1. Vorsitzende Mathias Schäfer stellte ein PR-Konzept vor. Darin waren neben einer Änderung des Vereinslogos, die Optimierung der Medienarbeit, Herausgabe einer Vereinszeitschrift, das Anfertigen von Pressemappen und einiges mehr vorgesehen.
Schäfer bemühte sich auch darum, dass das Olympiateam der Schach-Olympiade -im Rahmen einer Städtereise im Jahr 2005 in 64 Städten der BRD- auch in Starnberg Station macht. "Das Foyer der Kreissparksse wäre eine Möglichkeit als Veranstaltungsort" so Schäfer "für die größte Veranstaltung der Clubgeschichte".
. Ein "ab-mahnender" Brief von Thomas Lochte (November 2004)
In einer Vorstandssitzung am 30.11.2004 verlas Schäfer vor der Behandlung der Tagesordnung einen Brief von Thomas Lochte an den Vorstand vom 29.11.2004.
Darin beschwerte sich Lochte, dass Chowanetz einzelne Mitglieder des Schachclubs angeschrieben habe. "Im konkreten Fall soll sich" so Lochte in seinem Schreiben "das Mail-Rundschreiben, wie ich erfahren musste, mit dem durchaus für alle Vereinsmitglieder wesentlichen Thema "Vereinslogo" befasst haben. Angeblich wurden die angegeschriebenen Mitglieder von Herrn Chowanetz nach ihrer Meinung dazu befragt." Lochte fand es in seinem Schreiben "höchst befremdlich, wenn einzelne - noch dazu langjährige und einflussreiche - Mitglieder von diesem Meinungs-Bildungsprozess ausgeschlossen bleiben" würden.
Fortfahrend forderte Lochte "...Herrn Chowanetz hiermit im Sinne einer Abmahnung dazu auf, künftig alle Vereinsmitglieder über seine Aktivitäten zu informieren, sofern sie nicht ausdrücklich als Vorstandsinterna zu behandeln sind."
Auch forderte er "Herrn Chowanetz des Weiteren zur konstruktiven Zusammenarbeit mit dem gesamten Vorstand des Schachclubs auf - auch dies im Sinne einer Abmahnung."
Nicht ganz im Einklang mit seinen nun folgenden Forderungen steigert Lochte sich am Ende seines Schreibens: "Sollten mir Eigenmächtigkeiten bekannt werden, die Herr Chowanetz entgegen den Interessen unseres Vereins betreibt, oder sollte er sich den allgemeinen und/oder speziellen Gepflogenheiten und Geschäftsordnungsprinzipien und den Regeln des höflichen Umgangs in unserem Verein verweigern, werde ich die Ablösung von seinen Ämtern zur Diskussion stellen."
Chowanetz stellte gegenüber dem Vorstand nach dem Verlesen des Lochtebriefs durch Schäfer klar, dass er zwar in Sachen Logo Mitglieder des Schachclubs angeschrieben habe, jedoch nicht um Meinungen zum neuen Logo nachzufragen. Vielmehr sei es darum gegangen, dass er in dem Schreiben vom 29.09.2004 darum gebeten habe, ihm interessante Figuren zur Verfügung zu stellen. Er behalte sich selbstverständlich vor, eigenverantwortlich zu entscheiden, wen er um interessantes Material bitte. Das neue Vereinslogo würde natürlich allen Mitgliedern zur Diskussion vorgelegt.
Der 1. Vorsitzende Schäfer maß dem Schreiben von Lochte eine solche Bedeutung zu, dass er folgenden Antrag stellte, über den der Vorstand sogleich beschließen möge. Unterstützung erhielt er dabei vom 2. Vorsitzenden Kurt E..
Der Antrag lautete:
"Alle E-Mails, die zur Mitarbeit von Mitgliedern aufrufen, sind allen Mitgliedern, die eine E-mail-Adresse besitzen, zuzustellen. Dabei ist der E-mail-Verteiler von H. v. C. zugrundezulegen."
Der Antrag wurde von 6 anwesenden Vorstandsmitgliedern mit 4 zu 2 Stimmen abgelehnt.
. Der Brief wird an Lochte zurückgegeben (Januar 2005)
Der Vorstand kam nach längerer Diskussion in der Vorstandssitzung vom 18.01.2005 - es lag Weihnachten dazwischen - in förmlicher Abstimmung mehrheitlich zu dem Schluss, Lochte den Brief mit den Hinweisen zurückzugeben,
dass Herr Lochte im Verein keine Abmahnungen erteilen kann
dass die von Herrn Lochte angestellten Vermutungen - Ausschluss von Mitgliedern von einer Meinungsbildung - der Grundlage entbehren
dass solche unsachlichen Briefe das Vereinsleben stören und nicht toleriert werden können
Mit Schreiben vom 24.01.2005 erfolgte die Rückgabe.
. Ein Riss wird im Vorstand sichtbar (2004/ 2005)
Um verstehen zu können, warum der Vorstand und der Club nach der Hauptversammlung am 22.02.2005 auseinanderflog, sollte man einige der Abläufe hinter den Kulissen kennen.
Lochtes Brief vom 31.11.2004 folgte einige Tage später, am 04.12.2004, ein Brief Schäfers mit unhaltbaren Vorwürfen an Chowanetz. Dies waren nicht die einzigen "Brandsätze" die gelegt wurden. Doch hierzu später.
Um die einzelnen Vorgänge transparenter zu machen, werden wir hier versuchen, Handlungsstränge im Zusammenhang zu erzählen und eilen dementsprechen manchmal zeitlich voraus.
Nicht vergessen werden sollte der Umstand, dass das eine oder andere, wie etwa der bereits erwähnte Brief Schäfers vom 04.12.2004 und die manigfaltigen Reaktionen hierauf, gleichzeitig geschah und manches erst unter Berücksichtigung solcher Wirkungen auf die anderen Geschehnisse nachvollziehbar wird.
An den Reaktionen auf den Lochte-Brief zeigte sich bereits ein kleiner Riss im Vorstand, der sich rasch vergrößerte.
Der Antrag von Chowanetz hatte gelautet:
Hiermit stelle ich folgenden Antrag zur Abstimmung, den Brief des Herrn Lochte vom 29.11.04 mit der Notiz an ihn zurückzugeben, dass der Vorstand in Zukunft auf derartige Machwerke verzichten kann, die den Vereinsfrieden beeinträchtigen.
Begründung mündlich.
Die Mehrheit des am 18.01.2005 tagenden Vorstands, bestehend aus Chowanetz, Alfred D., Kurt E., Rüdiger von S., Schäfer und Moritz S. hatte für den Antrag von Chowanetz gestimmt. Von Rüdiger von S. war gebeten worden, das Begleitschreiben zu formulieren.
19.01.2005 Am Tag nach der Vorstandssitzung sandte Rüdiger von S. einen Entwurf an die Mitglieder des Vorstands
Ihr Schreiben (e-mail) an den Vorstand vom 29. 11. 04 Betreff Andreas Chowanetz wurde in der Vorstandssitzung vom 30.09. von Herrn Schäfer verlesen. Herr Schäfer hat dabei sofort angemerkt, dass Sie im Verein keine Abmahnungen erteilen können. In der Diskussion ergab sich zusätzlich, dass die von Ihnen angestellten Vermutungen - Ausschluß von Mitgliedern von einer Meinungsbildung, mit weiteren Schlussfolgerungen - der Grundlage entbehrten.
In seiner Sitzung am 18. 01. 05 hat der Vorstand beschlossen, Ihnen den Brief zurückzugeben mit dem Hinweis, dass solche unsachlichen Briefe das Vereinsleben stören und nicht toleriert werden können
mit der Bitte um Stellungnahme.
Hier sei gleich bemerkt, dass das Datum "der Vorstandssitzung vom 30.09." ein Tippfehler war und im abgesandten Schreiben auf das Datum 30.11. korrigiert worden war.
Der nun folgende Schriftwechsel wirft ein bezeichnendes Bild auf die Akteure. Hier eine Zusammenfassung der sich nun entwickelnden Korrespondenz.
19.01.2005 Chowanetz antwortet: Der Entwurf entspräche dem von ihm zur Abstimmung eingebrachten Antrag.
20.01.2005 Kurt E. antwortet: Die vom Vorstand beschlossene Zurückweisung des Lochte-Briefes sei nicht an eine Frist gebunden gewesen.
Die Zurückweisung könne dazu führen, dass Lochte, Schäfer und weitere gute Spieler den Verein verlassen, was den Verein sportlich sicher um 10 Jahre zurückwerfen würde.
Die Spendeneinnahmen würden zurückgehen.
Sein Vorschlag: Am 22.02.2006 gäbe es einen neuen Vorsitzenden und möglicherweise auch einen neuen Vorstand. Man solle dem neuen Vorstand dann die Gelegenheit geben, über eine so gravierende Maßnahme noch einmal zu entscheiden.
Auf jeden Fall möchte er, dass der Passus "mit dem Hinweis, dass solche unsachlichen Briefe das Vereinsleben stören und nicht toleriert werden können." wegbleibe, dieser würde eine unnötige Verschärfung bedeuten.
20.01.2005 Schäfer antwortet: Er halte Kurt E.s Vorschlag für sehr vernünftig. Man müsse auch berücksichtigen, dass bereits jetzt die Spielerdecke in der 2. Mannschaft sehr dünn sei. Sollten nun mehrere starke Spieler - egal ob aus 1. oder 2. Mannschaft - den Verein verlassen, könne für die kommende Saison mit hoher Wahrscheinlichkeit keine 2. Mannschaft gemeldet werden. Es blieben dann das Noch-Regionalliga-Team und die B-Klasse-Mannschaft.
Er schließe sich Kurt E.s Änderungswunsch an und bitte zudem, den Passus "der Grundlage entbehren" zu streichen und durch "mehrheitlich nicht den Ansichten der Vorstandsmitglieder entsprechen" zu ersetzen. Die neue Version wäre dann hundertprozentig richtig.
20.01.2005 Alfred D. antwortet: Er hätte den Brief sofort zurückweisen wollen aber nicht mehr jetzt. Wenn der Vorstand jetzt mit fast zwei Monaten Verspätung den Brief zurückweise, gäbe dies kein gutes Bild für den Vorstand ab. Er bleibe dabei, dass es sich um alte Kamellen handeln würde, die jetzt völlig überflüssigerweise wieder aufgewärmt werden würden.
21.01.2005 Betina R. antwortet: Der Brief entspräche der Mehrheitsentscheidung des Vorstandes vom 18.01.2005, die laut Satzung auch zu vollziehen ist. Er stellt inhaltlich entschlussentsprechend klar, dass der Vorstand zukünftig ausschließlich an einer konstruktiven Sacharbeit interessiert sei. Das sei die Voraussetzung für (zukünftigen) Erfolg und komme damit auch der 1. Mannschaft zu Gute!
21.01.2005 Schäfer erwidert Betina R.: Er bittet Betina R., ihm ihre Ausführungen zu erläutern. Er könne in der Satzung keinen Passus finden der vorgäbe, dass Vorstandsbeschlüsse auch zu vollziehen seien. Falls sie einen entsprechenden Passus finden würde, möge sie ihm bitte Bescheid geben.
Anm. der Redaktion: Betina R. gibt Schäfer in einer E-Mail vom 10.02.2005 Bescheid. Sie stimmt Schäfer zu, dass die Satzung des SC-Starnberg keine ausdrückliche Regelung enthält, wonach Vorstandsbeschlüsse auch umgesetzt werden müssten, verweist dann auf das BGB (Regelungen Vereinsrecht) und erläutert in einer juristischen Abhandlung, warum der Vorstand demnach verpflichtet ist, Beschlüsse umzusetzen. Soweit diese Anmerkung.
Ihre Ansicht, so Schäfer weiter, dass ein solcher Brief der 1. Mannschaft zu Gute komme, könne er als Mannschaftsleiter nur als "irrealistisch" zurückweisen. Ein solcher Brief könne zu einer ernsten Schwächung des Teams beitragen und als Folge auch den Weiterbestand der Zweiten Mannschaft gefährden. Er bitte deshalb um Fingerspitzengefühl - zum Wohl der sportlichen Leistungsfähigkeit unseres Vereins!! (Ausrufezeichen hier und weiterhin von Schäfer übernommen)
22.01.2005 Betina R. erwidert Schäfer:
zu Absatz 1:
Schäfers Meinung (dass Vorstandsbeschlüsse nicht umzusetzen seien) sei eine interessante Auffassung, die sie weder kommentieren noch mit ihm diskutieren werde, ...allerdings, welche Haltung er zum Gremium "Vorstand" habe, hätte er ja in der letzten Sitzung schon hinreichend dargelegt.
zu Absatz 2:
Er hätte sich das vielleicht vorher überlegen sollen, bevor er den Brief von Herrn Lochte zur vermeintlichen Stärkung seiner Position ins Spiel gebracht habe. Es steht ihm aber doch frei, nun auch seinen Teil zur Beruhigung der Angelegenheit beizutragen und seinen Einfluss auf Herrn Lochte deeskalierend geltend zu machen. Der Bitte des besten Vereinsspielers und zudem seines Mannschaftskameraden zum Wohle des Vereins und im Interesse der 1. Mannschaft zur konstruktiven Sacharbeit zurückzukehren, wird Lochte sich doch sicher nicht verschließen, oder?
22.01.2005 Schäfer erwidert Betina R: Er wolle die Konflikte im Vorstand nicht weiter schüren. Er sage nur so viel: Er lasse sich nicht unterstellen, dass er den Brief von Herrn Lochte verlesen habe um irgendeine Position (??) von sich zu stärken. Er habe ihn verlesen, weil er die Meinung von Mitgliedern unseres Vereins ernst nehme - egal um welches Mitglied es sich handeln würde. Da er nicht Herr Chowanetz sei und sich an die Erklärung des Vorstands zur Beseitigung von Streitigkeiten halte, werde er ihr (Richter) keine Unterlassungserklärung schicken. Er bitte sie aber auf diesem Weg, ihre Behauptung nicht weiter aufzustellen.
Unter Punkt 1 spräche sie in Rätseln. Es gehe hier nicht um Auffassungen, sondern um das was in der Satzung stehe. Was hätte das mit Auffassung zu tun???
Sollte es zu den genannten Sachverhalten wirklich so große Diskrepanzen geben, bitte er diese, anstatt über E-Mail, an einem runden Tisch zu klären. Da er selbst per E-Mail angegriffen worden sei, habe er leider nicht anders reagieren können.
24.01.2005 Moritz S. antwortet auf die Bitte von Rüdiger von S. um Stellungnahme auf den Entwurf: Er, Moritz S., denke, dass der Brief so der Abstimmung gerecht wird.
Es sei merkwürdig, dass hier zwei Vorstandsmitglieder versuchen würden, über Abgestimmtes wiederholt zu entscheiden!
Herr Lochte müsse hier entgültig merken, dass solche Stänkereien in unserem Verein nicht geduldet würden!
24.01.2005 Mit Schreiben erfolgte die Rückgabe des Lochte-Briefes.
. Es knirscht auch anderweitig (Januar 2005)
Auf Bitten von Schriftführer Alfred D. schickte Chowanetz am 19.01.05 den in der Vorstandssitzung vom 18.01.2005 gestellten Antragstext zur Zurückweisung des Lochte-Briefes per E-Mail an Alfred D..
Alfred D. versandte einige Tage später das Protokoll der Vorstandssitzung vom 18.01.2005.
Unter "TOP 8: Missbilligung von H. Schäfer" ist von Alfred D. eigenmächtig und im Widerspruch zu dem ihm vorliegenden Originaltext der Antrag von Chowanetz durch den Satz ergänzt: "Außerdem bringt der Vorstand seine Missbilligung zum Ausdruck".
Dieser Satz war weder im von Chowanetz eingebrachten Antrag noch in dem Herrn Alfred D. zugesandten Text enthalten, geschweige denn, dass darüber abgestimmt worden wäre.
Chowanetz schrieb nach Erhalt des Protokolls am 25.01.2005 an Alfred D.. Da das ihm nun vorliegende Protokoll einen falschen Text wiedergibt, sende er ihm der guten Ordnung halber nochmal seinen gestellten Antrag im Wortlaut.
Alfred D. antwortete prompt per Mail, er habe seinen Antrag (den Antrag von Chowanetz) zwar nicht wortwörtlich, aber mit allen Elementen seines Antrags übernommen.
Chowanetz erklärte Alfred D. daraufhin mit Mail vom 26.01.2005, welches er auch an die anderen Vorstandsmitglieder sandte, dass der im Protokoll vom 18.01.2005 unter Top 8, "H. Chowanetz stellt folgenden Antrag", der letzte Satz: "Ausserdem bringt der Vorstand seine Missbilligung zum Ausdruck", nicht von ihm im Antrag gestellt wurde. Er entfalle deshalb.
Chowanetz erinnerte Alfred D. im gleichen Mail daran, dass sein Antragsentwurf, den er bei der Vorstandssitzung dabei hatte, ursprünglich diesen abschließenden Satz enthielt. Auf Anraten von Frau Betina R. und Herrn Rüdiger von S. habe er jedoch darauf verzichtet, einen Antrag auf Mißbilligung zu stellen. Dieser Vorgang wurde offen am Tisch besprochen und wurde von jedem der Anwesenden wahrgenommen.
Im Postskriptum merkte Chowanetz an, dass er dieses Mail als Antrag auf Protokolländerung verstünde.
Im Mail vom 27.01.2005 von Alfred D., das nun gleichfalls an alle Vorstandsmitglieder geht, wird der Ton nun etwas ruppiger.
Alfred D. beginnt das Schreiben mit der Frage: "Fortsetzung Komödienstadel, Folge ?????. " (Zeichensetzung übernommen) und fährt zur Sache zurückkommend fort, dass er ihm (Chowanetz) schon mitgeteilt habe, dass er seinen Antrag nicht wortwörtlich sondern mit den wesentlichen Elementen übernommen habe. Der Tenor auch seines (den von Chowanetz) veränderten Antrags sind starke Vorwürfe gegen H.Lochte, die nichts anderes als eine Mißbilligung darstellen. Was sollen die Vorwürfe denn sonst sein? (Hier irrt sichDolch. Nach § 8 Punkt c ist eine Missbiligung eine Sanktion und wird vom Vorstand verhängt. Es ist demnach nicht ausreichend, wenn der Tenor eines Antrages eines Vorstandmitglieds Vorwürfe enthält und seien sie noch so "stark". )
Das Schreiben beschließt Alfred D. mit dem Hinweis, dass er im übrigen nicht jeden Tag ein Mail von ihm erhalten möchte. Er, Chowanetz, solle spazieren gehen und seinen Geist in der frischen Luft erfrischen und darüber nachdenken, wie sie das Schülertreff in Starnberg verbessern könnten.
Soweit dieses. Wir kehren zurück zum Anfang Dezember 2004. Wir erinnern uns: Thomas Lochte hatte vor einigen Tagen seinen "Ab-Mahner-Brief" gesandt.
. Schäfer verleumdet Chowanetz abermals (Dezember 2004)
In einer E-Mail an Vorstandsmitglieder vom 04.12.2004, also einige Tage nach dem Lochte-Brief, beschuldigt Schäfer Chowanetz,
er, Chowanetz habe "...Unmengen an Plakaten, Flyern und Werbezetteln gedruckt und damit mehrere hundert Euro an Vereinsgeldern vergeudet. Für diese Geldverschwendung - man beachte, dass wir heuer sowieso mit einem Jahresverlust abschließen werden - übernehme ich sicherlich nicht die Verantwortung. Und ich werde diesen Umstand auch sicherlich nicht unter den Tisch kehren..."
Chowanetz sprach in Anbetracht der zweiten haltlosen Attacke in Folge von einer "konzertierten Aktion". Der Zeitpunkt kurz vor den Weihnachtsferien und der Jahreshauptversammlung im Februar 2006 sei mit Bedacht gewählt.
. Chowanetz fordert von Schäfer Unterlassung (Dezember 2004)
Chowanetz erwidert Schäfer mit Schreiben vom 07.12.2004:
Als beauftragter Jugendleiter habe er in Abstimmung mit dem ersten Jugendleiter Herrn Rüdiger von S. zwei Faltblätter und zwei Plakate entworfen. (Chowanetz ist Graphik-Designer Anm. d. Red.) Die beiden Faltblätter habe er jeweils 100 mal beidseitig kopieren lassen.
Um für den Verein Kosten zu sparen, habe er beim zweiten Faltblatt das Format halbiert, und somit bei gleichem Kopiervolumen (Kostenvolumen) die Auflage verdoppelt.
Für die somit erhaltenen 300 Faltblätter habe der Verein 36,48 Euro an Kopierkosten gezahlt.
Wesentliche andere Kosten, etwa für die Plakate, seien nicht entstanden. Die verteilten DIN A3 Plakate habe er auf seinem eigenen Kopierer auf eigene Kosten vervielfältigt.
Chowanetz wirft Schäfer vor, dieser habe in seiner E-Mail vom 04.12.2004 die unwahre Behauptung verbreitet, es seien von ihm, Chowanetz" Unmengen an Plakaten, Flyern und Werbezettel gedruckt und mehrere hundert Euro an Vereinsgeldern vergeudet worden.
Er, Schäfer, habe diese unwahre Tatsachenbehauptung gegenüber dem Vorstand des Schachclub Starnberg 1920 e.V., bestehend aus Frau Bettina R., Herrn Rüdiger von S., Herrn Kurt E., Herrn Alfred D., Herrn Johannes von C. und Moritz S. aufgestellt.
Dies erfülle strafrechtlich den Tatbestand der Verleumdung.
Er forderte Schäfer abschließend auf, eine beigefügte strafbewehrte Unterlassungserklärung zu unterzeichnen und, nachdem er nunmehr die wahren Kosten der Öffentlichkeitsarbeit für das Schacht-Teffen Starnberg kenne, gegenüber den von ihm falsch unterichteten Personen die Angelegenheit zu bereinigen.
. Schäfer spricht von Nötigung (Dezember 2004)
In einer E-Mail an die Mitglieder des Vorstands vom 08.12.2004 erklärte Schäfer,
Chowanetz habe ihm mitgeteilt, dass die Werbekosten für die Einführung des Schach-Treffs Starnberg nicht mehrere hundert Euro ausgemacht hätten.
Schäfer bat Herrn von S., nun doch die Belege herauszusuchen und auszurechnen, wie hoch die Werbekosten nun wirklich gewesen seien, um hier endgültig Klarheit über die Werbekosten zu schaffen.
Er räumte ein, dass der Betrag in seinem Vorwurf an Chowanetz womöglich falsch sei. Doch selbst wenn die Kosten bei lediglich rund 40 Euro lägen, bliebe er dabei, dass hier Geldverschwendung betrieben worden sei. Kostenlose Werbung (Pressegespräch, Lehrersimultan) sei unterlassen worden. Und kostenlos sei nun mal immer am günstigsten (Rechtschreibung übernommen). Deshalb sei hier de facto nicht verantwortungsvoll mit Vereinsgeldern umgegangen worden.
Zum besseren Verständnis des Verhaltens Schäfers sei hier kurz eingeschoben, was es mit dem von Schäfer angesprochenem Pressegespräch und Lehrersimultan auf sich hat:
In der Vorstandssitzung am 16.09.2004 verkündete Schäfer seine Absicht, ein Lehrersimultan und Anfang Oktober ein Pressegespräch durchzuführen. Beide Ankündigungen wurden von ihm im Zusammenhang zum Schach-Treff Starnberg abgegeben. Dies ist im Protokoll dieser Vorstandssitzung zu TOP 1 festgehalten. Unter TOP 4 des gleichen Protokolls wird Schäfer ausdrücklich als zuständig für die Pressearbeit genannt. Keiner der beiden Jugendleiter war je im Zusammenhang mit Pressearbeit zur Einführung des Schach-Treffs Starnberg im Gespräch.
Wenn Schäfer nun das Unterlassen von kostenloser Werbung (Pressegespräch, Lehrersimultan) anprangerte, so richteten sich seine Vorwürfe alleine gegen sich selbst. Außer der Ankündigungen ist hierzu nichts weiter geschehen. Dass er nun seine eigenen Versäumnisse dazu gebrauchte, um seinen widerlegten Geldverschwendungsvorwurf an Chowanetz aufrecht zu halten, wollen wir nicht kommentieren.
Die von Chowanetz im Einvernehmen mit dem 1. Jugendleiter Rüdiger von S. und dem gesamten Vorstand angefertigten Faltblätter wären im Übrigen auch durch eine Lehrersimultan-Veranstaltung und ein Pressegespräch nicht zu ersetzen gewesen.
Weiter Schäfer:
Um Herrn Chowanetz nicht schon wieder eine Klage zu ermöglichen und sich vor einem Strafgeld von 5000 Euro (!) (Ausrufezeichen von Schäfer) zu schützen, möchte er erklären, dass er seine Aussage, wonach durch die Öffentlichkeitsarbeit für den Schach-Treff Starnberg, für die Hr. Chowanetz verantwortlich war, mehrere hundert Euro an Vereinsgeldern verschwendet worden seien, zurückziehe.
Notgedrungen werde er diese Erklärung unterschreiben. Den Umstand, dass Hr. Chowanetz aber diese Erklärung von ihm verlangen würde, fasse er als NÖTIGUNG auf.
Nötigung dürfe kein Mittel der Verständigung in unserem Verein sein. Wer seine Ansichten durchsetzen möchte, dürfe anderen nicht mit Unterlassungsklagen und Strafgeldern drohen. Da dies nun ausgerechnet Hr. Chowanetz tue, der wie wir alle wissen würden, vor nicht allzu langer Zeit mit seinen Straf- und Zivilklagen gegen ihn und Herrn Lochte das Vereinsleben schwer belastet habe, sollte besonders bedenklich stimmen. Offenbar habe Hr. Chowanetz keinen Skrupel davor, das Vereinsleben erneut schwer zu belasten.
Um dies zu verhindern, möchte er den Vorstand bitten, das Vorgehen von Herrn Chowanetz sowie die Unterlassungserklärung ihm gegenüber entschieden zu verurteilen. Da er keine Schlammschlacht übers Internet austragen möchte, werde er einen entsprechenden Antrag für die kommende Vorstandssitzung (die aller Voraussicht nach am Dienstag, 18.01.05, stattfinden würde) einbringen. Vorab möchte er aber bereits bekannt geben, dass er sich sowohl als Vorsitzender als auch als Mitglied des Vereins vom Schachclub Starnberg distanzieren werde, wenn der Vorstand das Vorgehen von Chowanetz billige.
Denn mit einem Verein, der Strafgelder und Unterlassungserklärungen unter Mitgliedern dulden würde, will er nichts zu tun haben. Der Vorstand müsse nun einfach wissen, wofür er stehe, was er wolle und was nicht. Er bedauere diese Entwicklung und vor allem den Umstand, dass Hr. Chowanetz nicht einsähe, dass er mit Klagen und Strafgeld-Androhungen dem Verein schaden würde.
Schäfer schloß sein Schreiben mit "der Hoffnung auf einen niveauvolleren Umgang im Verein"
. Chowanetz belegt seine Ausgaben (Dezember 2004)
Chowanetz legte dem Vorstand die angegebenen Kosten in Höhe von knapp 40 Euro in einer Aufstellung vor. Die Angaben wurden vom Kassierer Herrn Rüdiger von S. bestätigt.
. Schäfer unterschreibt Unterlassungserklärung (Dezember 2004)
Am 09.12.04 verpflichtete sich Schäfer, es zu unterlassen, weiterhin die Behauptung aufzustellen, es seien von Herrn Chowanetz Unmengen an Plakaten, Flyern und Werbezettel gedruckt und mehrere hundert Euro an Vereinsgeldern vergeudet worden.
. Chowanetz verzichtet auf die Strafbewährung (Dezember 2004)
Nachdem Chowanetz von einigen Vorstandsmitgliedern für seine an Schäfer gegangene strafbewehrte Unterlassungserklärung kritisiert worden war, verzichtete er "als Ausdruck seines Friedenswillen" auf die Strafbewehrung und sandte Schäfer am 10.12.2004 eine entsprechend abgeänderte Form.
. Schäfer stellt Antrag auf einen Verweis (Dezember 2004)
Schäfer stellte am 10.12.04 den Antrag an den Vorstand, dieser möge das Versenden von zwei Unterlassungserklärungen von Chowanetz an ihn missbilligen und ihm einen Verweis erteilen. Da gegen Chowanetz wegen seines Verhaltens schon einmal die Sanktion der Missbilligung erteilt worden sei, möge der Vorstand bei einem weiteren derartigen Verstoß von Herrn Chowanetz den Vereinsausschluss prüfen. Schäfer spricht von zwei Unterlassungserklärungen. Tatsächlich handelt es sich um eine, bei der Chowanetz, wie oben berichtet, hinterher auf die Strafbewehrung verzichtete. Schäfer zählt die durch den Verzicht gekürzte Form als neue Unterlassungserklärung.
Begründung:
Durch seine Unterlassungserklärungen habe ihn Chowanetz unter Androhung von Strafgeld in Höhe von 5000 Euro genötigt. Schäfer stellt den Sachverhalt auf den Kopf.

Chowanetz wurde von Schäfer verleumdet, als dieser anfing, schriftlich die Unwahrheit zu verbreiteten, Chowanetz habe hunderte Euro Vereinsgelder vergeudet.

Schäfer hatte angekündigt, er werde "diesen Umstand (der angeblichen Geldverschwendung) sicherlich nicht unter den Tisch kehren..."

Die Unterlassungserklärung sollte gewährleisten, dass Schäfer mit diesem Treiben aufhört.
Für Nötigung dürfe im SC Starnberg kein Platz sein, sie müsse daher entschieden sanktioniert werden!
Zudem habe Chowanetz nach seiner Auffassung gegen eine Erklärung vom 4.12.03 verstoßen, in der der Vorstand die Beteiligten der Rechtsstreitigkeiten (Hr. Chowanetz/Hr. Lochte/Hr. Schäfer) zu einem angemessenen Verhalten verpflichtet habe.
In Punkt 4 hieße es dort, dass alle Rechtsstreitigkeiten mit dem Vorstand besprochen werden und Mitglieder Bereitschaft zeigen sollen, diese Möglichkeit vor einem Gerichtsverfahren voll und ganz auszuschöpfen. Chowanetz hatte nichts anderes getan.
Chowanetz habe sich aber bei der Meinungsverschiedenheit um die Werbungskosten für den Starnberger Schachtreff nicht an den Vorstand gewandt, sondern ihm mit einer Vertragsstrafe von 5000 Euro gedroht. Damit habe er seine Bereitschaft eindeutig gezeigt, ein Rechtsverfahren einzuleiten - ohne den Vorstand um Schlichtungsversuche zu bitten. Es handelte sich nicht um Meinungsverschiedenheiten. Herrn Schäfer war sehr wohl klar, dass er die Unwahrheit verbreitet hatte.
Der Vorstand habe Chowanetz bereits in einer Erklärung vom September 2002 eine Missbilligung wegen mangelnder Schlichtungsbereitschaft im Rechtsverfahren gegen Herrn Lochte erteilt. Das heißt: Herr Chowanetz habe erneut gegen die Prinzipien des Vereins gehandelt. Sein Verhalten müsse daher härter sanktioniert werden als beim ersten Verstoß - auch unter dem Hintergrund, dass durch die Rechtsstreitigkeiten und deren Folgen für den Verein offenbar kein Umdenken bei Herrn Chowanetz stattgefunden habe. Offensichtlich spricht Schäfer hier von dem ominösen Aushang am Schwarzen Brett und im Internet vom 09.09.2002, welcher von Kurt E., der zu jener Zeit den abwesenden 1. Vorsitzenden vertrat, nach dem Anruf und dem Fax von Chowanetz vom gleichen Tag als Versehen bezeichnet und umgehend aus dem Verkehr gezogen wurde.

Schäfer operiert hier mit Unwahrheiten, gegen die sich Chowanetz seinerzeit bereits zur Wehr gesetzt hatte. Damals hatte man Chowanetz in dem Glauben gelassen, durch das Abhängen seien die falschen Tatsachenbehauptungen aus der Welt.

Dreister und perfider geht´s wohl schwerlich.

Sollte Chowanetz trotz einer erneuten Missbilligung weiterhin gegen die guten Sitten des Vereinslebens verstoßen, muss der Vorstand über einen Ausschluss nachdenken. Ansonsten wären die vereinsinternen Sanktionierungen entwertet und hätten keinerlei pädagogische Wirkung.
. Schäfers Antrag auf einen Verweis wird abgelehnt (Dezember 2004)
Schäfers Antrag vom 10.12.04 wurde in der Vorstandssitzung vom 18.01.2004 ohne Gegenstimme mit 5 Stimmen abgelehnt. Chowanetz und Schäfer enthielten sich.
Der Vorstand stellte bei einer Gegenstimme (Schäfer) fest, dass keinerlei Verschwendung von Vereinsgeldern (Plakate, Flyer, Werbezettel) bei der Vorbereitung auf das Schachtreffen Starnberg vorliegt.
Der Vorstand beschloss ohne Gegenstimme und der Enthaltung Schäfers, dass Schäfer sich für seinen Vorwurf zu entschuldigen habe. Er hätte eine zu hohe Summe ohne Prüfung des Sachverhalts angeprangert.
Schäfer entschuldigte sich in der Sitzung.
. Was hatte es mit dem ominösen Aushang auf sich ?
Chowanetz wendete sich im Zusammenhang mit der falschen Behauptung Schäfers, der Vorstand habe Chowanetz bereits in einer Erklärung vom September 2002 eine Missbilligung wegen mangelnder Schlichtungsbereitschaft im Rechtsverfahren gegen Herrn Lochte erteilt (siehe oben) am 21.01.05 per Mail an Alfred D. und fragte nach, ob der Vorstand ihm im Herbst 2002 eine Mißbilligung wegen mangelnder Schlichtungsbereitschaft im Rechtsverfahren gegen Lochte erteilt habe?
Falls ja, so Chowanetz, sei es nunmehr Zeit, dass sich die Mitglieder des Vorstandes, soweit sie dem damaligen Vorstand angehörten, eben er, Alfred D., Kurt E. und Johannes von C., sich von der Unwahrheit distanzieren würden. Herr Rüdiger von S. habe dies bereits bei Erscheinen des Aushangs im Herbst 2002 in aller Deutlichkeit und mit Empörung getan.
Herr Schäfer wiederhole nun diese falsche Tatsachenbehauptung von 2002. Durch die Ablehnung seines Antrags vom 18.01.2005 sei seine unwahre Behauptung nicht aus der Welt.
Mit Mail vom 24.01.05 antwortete ihm Dolch, er könne nicht ändern was in den Aushang hineinkam. Der Inhalt des Aushangs stimme mit dem Protokoll vom 26.7.02 nicht überein. Dolch empfahl Chowanetz das Prokoll zu lesen. Damit könne sich der Vorstand indentifizieren.
Chowanetz hatte das Protokoll vom 26.07.2002 nie erhalten und bemühte sich in Folge, dass ihm das Protokoll zugestellt würde oder er es zumindest einzusehen könne. Dolch verweigerte ihm diesen Wunsch strikt ohne Angaben von Gründen.
. Chowanetz stellt das neue Logo vor (Januar 2005)
Auf der Vorstandssitzung am 18.01.2005 stellte Chowanetz das von ihm entworfene neue Logo für den Schachclub vor. Es fand breite Zustimmung.
Altes Logo des Schachclubs
Neues Logo des Schachclubs
Eine Bildbeschreibung von Andreas Chowanetz
Das neue Logo setzt sich aus den zwei weißen Schachfiguren König und Springer, dem in Blau getönten, dunklen Hintergrund und einem Licht mit zwei Lichtkreisen zusammen.
Im Hintergrund sehen wir ein Schachbrett, die Silhouette Starnbergs, bestehend aus der Kirche St. Joseph und dem Schloss, sowie einen Himmel mit funkelnden Sternen.
Das Licht mit seinen Kreisen bildet den Anfang einer nach rechts abfallenden Diagonalen, die vom perspektivisch vergrößerten König und dem sehr ausdruckstarken Springer fortgeführt werden.
Die Diagonale teilt die Bildfläche in einen strukturierten, hellen und einen ruhigen, dunklen Teil. Der Springer weist mit seinem Kopf rechts aus dem Bild in die Zukunft und wirft gleich dem König einen starken Schatten dorthin. Beide Figuren spiegeln sich eitel im Brett. Der Lichtpunkt steht für den Geist, die Sterne für die langen, mit Schachspiel verbrachten Nächte.
Das Bild wird von einem schlichten, jedoch fein gearbeiteten, nach hinten abfallenden, glänzenden Metallrahmen in Wappenform gefasst und liegt mit einem leichten Schatten auf weißem Hintergrund. In einer zweiten Version liegt das Bild auf schwarzem Hintergrund.
Was ist aus dem Logo geworden?
Chowanetz hatte das Logo zur Hauptversammlung am 22.02.2005 auf dem vereinseigenen Notebook mitgebracht, um es den Mitgliedern vorzustellen. Nach der Versammlung wurde es von Moritz S., seinem Sohn, gelöscht. Zwei Tage später verließ Chowanetz mit Moritz den Schachclub.
. Das Stefan W.-Pamphlet (Januar 2005)
Am 31.01.2005 versandte Stefan W. eine E-Mail an zahlreiche Clubmitglieder. Darin schreibt er:
In beigefügtem Schreiben habe er seinem Herzen Luft gemacht. Es sei wichtig, dass die Empfänger des Schreibens das nicht nur lesen, sondern auch einen aktiven Beitrag dazu leisten, dass unser Club wieder bessere Zeiten erlebt. Er bittet alle zur Hauptversammlung am 22.2. in die Cafeteria des Kreiskrankenhauses zu kommen. Es gehe um nicht weniger als die Korrektur einer bedenklichen Schieflage, in die der Verein durch ein einziges Mitglied geraten sei.
Das angehängte Dokument beginnt mit der Anrede: "Liebe Vereinskollegen, liebe Freunde unseres Clubs!" und dann setzt Stefan W. fort:
Als ehemaliger 1. Vorsitzender und Jugendleiter (jeweils 6 Jahre) wolle er sich in einer Angelegenheit an die Mitglieder wenden, die ihn gleichzeitig traurig und wütend mache. Seit mehr als 31 Jahren sei er Mitglied, aber eine derart lange, negative Phase habe der Club noch nie erlebt, den Zeitraum 1933-1945 mal ausgenommen. Er sehe die akute Gefahr, dass der Verein wegen eines einzigen Mitglieds, das seit Jahren mit System Gift versprühe, völlig auseinander falle. Wenn dem üblen Treiben dieses Herrn nicht sofort und unnachgiebig Einhalt geboten werden würde, komme eine Austrittswelle ungeahnten Ausmaßes auf den Verein zu! Zweck dieses Schreibens sei es, alle auf diese Zustände hinzuweisen, zu informieren und auch anzuregen, damit sich jeder eigene Gedanken dazu entwickele und natürlich kund tue.
Es habe vor ca. 3 1/2 Jahren begonnen, als Herr Chowanetz seine Vereinskollegen Thomas Lochte und Matthias Schäfer verklagte. Als Zugabe sei bei Letzterem noch eine Unterlassungserklärung hinzugekommen. Im Fall von Herrn Lochte sei er nach seiner Niederlage vor dem Amtsgericht Starnberg sogar in die nächste Instanz (Landgericht München)gegangen. Der damalige Arbeitgeber von Matthias Schäfer, der Münchener Merkur, habe ihn damals durch freiwillige Zahlung eines Betrages von ca. € 3.000,- vor weiteren Nachstellungen geschützt. Trotzdem hätte Herr Schäfer nach Ausgleich dieser Forderung das zweifelhafte Vergnügen gehabt, einen Gerichtsvollzieher vor seiner Haustür begrüßen zu dürfen! (Diese Behauptung ist unzutreffend. Die Rechnung vom 13.01.2003 in Höhe von 661,27 Euro wurde nicht bezahlt und mußte durch einen Gerichtsvollzieher eingetrieben werden.)
Er, Stefan W., wolle hier nicht mehr auf die Details eingehen, denn darüber sei wahrlich ausreichend diskutiert worden. Wohin der Club bei Billigung solcher Methoden und Vorgehensweisen kämen, sei heute zu sehen. Es sei ein endloses Gezerre, immer neue Brandherde und eine vergiftete Atmosphäre seien im Club. Die "Streitkultur" sei inzwischen weit über die Schachkreisgrenzen hinaus bekannt, und ein Ende sei "dank" Herrn Chowanetz nicht abzusehen!
Er stehe auf dem Standpunkt, dass nichts eine Klage gegen ein anderes Mitglied rechtfertige. Alle wüssten, dass "unser" Thommy durchaus ein streitbarer Geist sei, der mit vielen schon den einen oder anderen Strauß ausgefochten habe, aber deswegen sei doch nie jemand auf die Idee gekommen, Klage gegen ihn einzureichen! Es könne nicht sein, dass ein Vorstandsmitglied in Ausübung seines Amtes oder auch nur ein "normales" Mitglied ohne Amt verklagt würde! Im Fall von Thomas Lochte sei diese Klage auf Grund des später aufgeblähten Streitwerts sogar existenzbedrohend gewesen.
Er, Stefan W. selbst habe seine Missbilligung damals dadurch ausgedrückt, dass er sich geweigert habe, gegen Herrn Chowanetz im Rahmen der Stadtmeisterschaft anzutreten. Der Vorstand habe wegen des gesamten Themenkomplexes unzählige Male getagt und schließlich die Parteien Lochte und Chowanetz zur Unterschrift unter ein Papier bewegt, das beide verpflichtet habe, die Streitigkeiten zu beenden und nicht mehr im Club auszutragen.
Als sich die Wogen nach einigen Monaten etwas geglättet hätten, habe er gegenüber Herrn Chowanetz versucht, die Normalität wieder herbei zu führen, indem er beispielsweise wieder mit ihm geblitzt habe und zu verstehen gegeben hätte, dass man ja nicht in alle Ewigkeit nachtragend und verfeindet sein solle. Dann allerdings habe Herr Chowanetz im Herbst 2004 eine neuerliche Unterlassungserklärung mit einer Geldstrafenandrohung in Höhe von € 5.000,- an unseren 1. Vorsitzenden Matthias Schäfer verschickt. Dieser hätte in einer e-mail Herrn Chowanetz vorgeworfen, zu großzügig mit Geldern für Jugendarbeit umgegangen zu sein. Sicherlich seien die Formulierungen in diesem Schreiben nicht glücklich gewählt gewesen, aber hätte man das nicht "unter Männern" in einem Gespräch klären können? Nein, habe man nicht können, denn Herr Chowanetz habe die Dampfhammermethode mit juristischem Touch bevorzugt!
Er, Stefan W., frage sich, was das alles solle. Wolle er, Chowanetz, sich damit gefallen, wie er unseren Schachclub ruinieren würde? Und noch etwas, so Winkler weiter. Mit dieser Vorgehensweise habe Chowanetz eindeutig gegen die oben genannte Erklärung verstoßen, die er selbst unterschrieben hätte! Man sehe also, dass er mitnichten gewillt sei, sich den üblichen Umgangsformen anzupassen und ein gemeinschaftliches Miteinander zu pflegen. Er wolle den Streit, am besten gleich gerichtlich!
Aber es käme noch schlimmer! Es sei schon so weit, dass er einige Mitglieder des Vorstands derart beeinflusst hätte, dass diese völlig irrational zu ihm übergelaufen seien und einfach nicht erkennen würden, was sie mit ihrer Verhaltensweise anrichten würden. Zudem würde sein eigener Sohn als Stimmvieh missbraucht. Wie könne man sonst erklären, warum kürzlich ein Missbilligungsantrag eines neutralen Mitglieds gegen die oben erwähnte Unterlassungserklärung bei der Abstimmung im Vorstand abgelehnt worden sei! Es sei ihm, Stefan W., völlig unbegreiflich! Mit anderen Worten: eine Mehrheit des Vorstands fände es in Ordnung, wenn wegen eines solchen Disputs ohne Vorwarnung juristische Schritte gegen den 1. Vorsitzenden eingeleitet würden!
Stefan W. schreibt über einen "weiterer Fall": Ende November 2004 habe Herr Lochte ein Schreiben an den Vorstand gesandt, in dem er Herrn Chowanetz "zur konstruktiven Zusammenarbeit mit dem gesamten Vorstand des Schachclubs" aufgefordert habe. Des Weiteren sei Chowanetz "im Sinne einer Abmahnung" dazu aufgefordert worden, "künftig alle Vereinsmitglieder über seine Aktivitäten zu informieren, sofern sie nicht ausdrücklich als Vorstandsinterna zu behandeln seien." Hintergrund sei gewesen, dass Herr Chowanetz ausgesuchte Mitglieder, die ihm genehm gewesen seien, angeschrieben hätte, um sie um Unterstützung bei der Kreierung eines neuen Vereinslogos zu bitten. Hierbei habe er bewusst und gezielt die beiden Vereinsvorsitzenden, Herrn Lochte selbst und weitere Mitglieder ausgespart.
Der Vorstand habe das Thema behandelt und beschlossen, nicht weiter auf diesen Brief zu reagieren. (Dies ist unzutreffend. Anm. d. Red) Auf der nächsten Sitzung im Januar sei die Sache doch wieder auf die Tagesordnung gekommen und jetzt sei erneut anders entschieden worden.(Es ist hier nicht "erneut anders" sondern zu diesem Thema erstmals ein Beschluss gefasst worden. Anm. d. Red.) Herrn Lochte sei schriftlich mitgeteilt worden, solche Beiträge zu unterlassen, weil "solche unsachlichen Briefe das Vereinsleben stören und nicht toleriert werden könnten". Man könne ja dieser Meinung sein, aber warum dann nicht gleich? Im übrigen sei es ein Unding, dass Herr Chowanetz in Fragen, die ihn selbst beträfen, mit abgestimmt habe. Ein Vereinskassier, über dessen Entlastung abgestimmt würde, stimme ja auch nicht mit! Argumentieren ja, so Stefan W., aber abstimmen nein!
Er, Stefan W., würde nochmals wiederholen: Matthias Schäfer hätte speziell in jüngerer Zeit das Missfallen einiger Vorstandsmitglieder provoziert. Aber diese Vorstandsmitglieder sollten unbedingt Persönliches von Sachlichem trennen, wenn es um wichtige Abstimmungen gehe. Leider sei das zuletzt nicht geglückt. Und das fehlerhafte Verhalten von Herrn Schäfer würde niemals ein Vorgehen mittels Unterlassungserklärung oder Klage rechtfertigen! Es könne einfach nicht sein, dass wir alle zur Tagesordnung übergehen und so tun würden, als sei nichts geschehen!
Allein der Verlauf der Hauptversammlung im Vorjahr sei eine Katastrophe gewesen, u.a. deshalb, weil diese schlecht vorbereitet gewesen sei. Nur so habe es passieren können, dass Chowanetz mit 2 Vorstandsämtern in der Tasche nach Hause gegangen sei!
Durch all diese Geschehnisse habe Chowanetz es geschafft, dass Matthias Schäfer am 22.2.05, dem Termin der nächsten Hauptversammlung seinen Rücktritt vom Posten des 1. Vorsitzenden verkünden werde. Der Schachclub Starnberg könne sich ein solches Mitglied wie Herrn Chowanetz nicht länger leisten. Seine Spaltpilzpolitik zerstöre den Verein. Er würde sein übel stinkendes Süppchen kochen und die Vereinsatmosphäre vergiften. Und das Ganze fände unter weitgehender Billigung des Vorstandes statt. Würde jemand Kritik anmelden, müsse er mit einer Unterlassungserklärung rechnen. Ein fauler Apfel würde den ganzen Korb verderben. So könne es einfach nicht weiter gehen!
Diesmal hätte der Club ja noch Glück im Unglück, denn es habe sich ein Mitglied gefunden, das sich bereit erklären würde, für den Posten des 1. Vorsitzenden zu kandidieren. Es sei seine, Stefan W.s große Hoffnung, dass Herr Alfred D. mit seiner ausgleichenden Art ein entscheidendes Stück zur Befriedung des Vereins beitragen werden wird.
Der Verein solle endlich seine Energien wieder auf das Schachliche konzentrieren. Er würde im Vergleich zu anderen Clubs stark hinterherhinken, was die Ausrichtung von Turnieren angehe. So habe z.B. seit 1990, als er sowohl die Kreismeisterschaft im Januar als auch die oberbayerische Meisterschaft kurz nach Ostern vorbereitet und durchführt habe, kein bedeutendes, mehrtägiges Turnier mehr in Starnberg stattgefunden!
Wie solle man gern zum Vereinsabend gehen, wenn einem dort Leute wie Chowanetz begegnen würden? Der Club sei ein kleiner Amateurverein und seine Mitglieder wollten ihrem Hobby frönen. Wer wolle sich denn, so Stefan W. weiter, stattdessen ständig mit juristischen Spitzfindigkeiten herumschlagen? Er hänge sehr an diesem Club, aber nicht mehr lange, wenn die beschriebenen Zustände nicht sofort korrigiert werden würden und Herr Chowanetz in die Schranken gewiesen werden wird! Sein, Stefan W.s Wunschtraum wäre dessen sofortiger Rücktritt von seinen Vorstandsämtern, oder, noch besser, sein Vereinsaustritt!
Zum Schluss seines Schreibens bittet Winkler alle, am 22.2.05 zur Hauptversammlung ins Kreiskrankenhaus zu kommen und Flagge zu zeigen! "Zeigt diesem Herrn seine Grenzen auf!"
Wir berichten erst weiter, wie der Vorstand auf den "Winklerbrief" reagierte, auch wenn bereits erneut parallel hierzu verschiedene Feuer, wie gehabt immer von den gleichen Akteuren, gelegt wurden.
. Vorstandssitzung zum Stefan W-brief (Februar 2005)
Auf einer eigens hierfür einberufenen Vorstandssitzung am 10.02.2005 beschloss der Vorstand mit 7 Stimmen und einer Enthaltung den Winklerbrief an alle Mitglieder zu beantworten.
Man einigt sich auf folgenden Text:
Am 31.1.05 hat H. Stefan W. ein e-mail/Brief-Rundschreiben versandt, das in den Sachaussagen Unrichtigkeiten und Verdrehungen aufweist und persönliche Beleidigungen (z.B."Stimmvieh, ....) für Vorstandsmitglieder darstellen. Der Vorstand distanziert sich von dem Brief und hat H. Florian M. (Vorstandsmitglied) gebeten, in einem Gespräch H. Stefan W. seinen Austritt aus dem Verein nahezulegen oder sich auf der Mitgliederversammlung am 22.2.05 zu entschuldigen.

Herr Rüdiger von S. wurde gebeten, die Briefe an die Mitglieder zu versenden. Der Brief ging einige Tage später raus.

Herr Florian M. wurde gebeten, das Gespräch mit Herrn Stefan W. umgehend zu führen.
. Florian M. spricht mit Winkler (Februar 2005)
Mit Schreiben vom 14.02.2005 berichtete Florian M. dem Vorstand von seinem Gespräch mit Stefan W..
In einer Nachschrift merkt Florian M. an: Übrigens fände er es auch ganz klasse, wenn dieser Brief im Kreise des Vorstandes verbliebe und nicht morgen der halbe Verein und die Öffentlichkeit ihn Vorliegen hätte. Stünde zwar nichts schlimmes (rechtschreibung von der Redaktion übernommen) drinnen aber das wäre doch mal eine tolle Generalprobe für wichtige Briefe und Vorstandsinterna!:-)
Dies ist im Sinne eines umfassenden Berichts nicht möglich.
Florian M. berichtete also, dass er, wie besprochen, Winkler aufgefordert habe sich bis zur Hauptversammlung in angemessener Weise für einige (Fettschreibung durch d. Red) seiner Behauptungen und Aussagen in seinem "Offenen Brief" zu entschuldigen und ihm mitgeteilt habe, dass der Vorstand es andernfalls begrüßen würde, wenn er, Stefan W., den Club zum Wohle des Vereinslebens verlassen würde.
Stefan W. habe ihm in dem Telefonat versichert, dass er alles nicht so gemeint habe. Weder sollte die Bezeichnung "Stimmvieh" gegen Moritz S. gerichtet sein, noch habe er einen Vergleich oder eine Verbindung mit dem Dritten Reich herstellen wollen.
Positiv sei seine Resonanz insoweit, als er sich bereits bei Moritz S. mehrmals für das "Stimmvieh" entschuldigt hätte.
Nach dem Telefonat hätte er, Florian M., das Gefühl, dass Herr Stefan W. einige (Fettschreibung durch d. Red) seiner Aussagen zurückziehen und sich in Form eines Briefes an die Mitglieder wenden würde, um einige (Fettschreibung durch d. Red) Behauptungen richtig zu stellen.
In wie weit eine Entschuldigung in Richtung Herrn Chowanetz gehen würde, sei aus dem Telefonat nicht eindeutig herauszuhöhren gewesen. Eher jedoch denke er, dass da wenig passieren wird, da das, was Stefan W. in diesem Brief bezüglich Herrn Chowanetz geschrieben habe, für ihn auch die Wahrheit ist. Und er ließe sich von dieser Position seiner Meinung nach auch nicht abbringen.
Herr Stefan W. habe ihm ebenfalls mitgeteilt, dass der Brief nicht in Zusammenarbeit oder auf Verlangen von Thomas Lochte erstellt worden wäre- ganz im Gegenteil, er sogar in einigen Punkten die Aktionen und Meinung von Herrn Lochte nicht unterstützt habe.
Er, Stefan W. habe mehrmals betont, dass er den Brief lediglich mit dem Zweck verfasst habe, wieder ein friedliches Vereinsleben herbei zu führen.
Über die Anregung des Vorstandes, in oben genannten Falle über einen Vereinsaustritt nachzudenken, habe Stefan W. kommentiert: " Aha- das stimmt mich sehr bedenklich."
Das seien die wichtigsten Punkte aus dem Telefonat gewesen.
Anzumerken ist noch, dass Florian M. lange Jura studierte. Wir unterstellen also, dass er demnach in der Lage ist, die Bedeutung von Formulierungen erfassen zu können, die von einem vorgegebenen Text abweichen.
. Eine "eigenwillige" Ladung zur Mitgliederversammlung (Februar 2005)
Am 07.02.2005 verschickt der Vorsitzende Matthias Schäfer eine Einladung zur Mitgliederversammlung.
Schäfer hatte ohne Einbeziehung des Vorstands die Tagesordnung aufgestellt und die Mitgliederversammlung einberufen.
Die Satzung bestimmt unter
8. Zuständigkeit des Vorstandes
Der Vorstand ist für die Angelegenheiten des Vereins zuständig, die nicht durch diese Satzung anderen Vereinsorganen vorbehalten sind. Er hat vor allem folgende Aufgaben:
1. Vorbereitung der Mitgliederversammlungen und Aufstellung der Tagesordnung
Die Aufstellung der Tagesordnung und die Ladung zur Mitgliederversammlung erfolgte demnach unter Missachtung der diesbezüglichen Bestimmungen der Satzung.
. Anträge zur Mitgliederversammlung (Februar 2005)
In der Tagesordnung findet sich unter Punkt 11: "Anträge zur Hauptversammlung".
Im Anhang verschickte Schäfer 7 durchnummerierte Anträge. Diese betrafen vom Antrag Nummer 1 des Thomas Lochte, der den Ausschluss von Andreas Chowanetz aus dem Verein zum Inhalt hatte, bis zum Antrag Nummer 7 von Franz Albrecht, der einer Mannschaft bei Nichtantritt die verbandsübliche Geldstrafe aufdrücken wollte.
Ein Antrag fällt aus dem Rahmen und wurde von Schäfer in zweierlei Hinsicht eigens behandelt.
Zum einen ordnete Schäfer diesen Antrag nicht wie die anderen Anträge auch, unter dem Tagesordnungspunkt 11 ein, sondern stellte ihn den Mitgliedern so vor, als handle es sich um die Bekanntgabe einer vollzogenen Tatsache. Unter Ziffer 10. heißt es: "Abberufung von Andreas Chowanetz aus dem Vorstand".
Zum anderen fehlen bei diesem Antrag der Name des Antragstellers sowie die Begründung des Antrags.
. Der Versuch einer Korrektur (Februar 2005)
Die Vorstandsmitglieder Chowanetz, Betina R. und Rüdiger von S. wenden sich am 09.02.2005 in einem Brief an die beiden Vorsitzenden Schäfer und Kurt E., sowie an ihre Vorstandskollegen.
Sie stellen u.a. den Antrag, die Tagesordnung der für den nächsten Tag angesetzten Vorstandssitzung um folgenden Punkt zu erweitern:
1. Änderung und Neubekanntgabe der Tagesordnung zur Mitgliederversammlung am 22.02.2005
Nach Punkt 8, Nr. 1 der Satzung des Schachclubs Starnberg obliege es dem Vorstand (siehe Punkt 7 der Satzung) die Tagesordnung für die Mitgliederversammlung aufzustellen. Die Tagesordnung zur Mitgliederversammlung sei nicht vom Vorstand beschlossen worden und der Zeitraum zwischen der Bekanntgabe per E-Mail am 07.02.2005 nach 17:00 Uhr sowie dem Versand der Einladungsbriefe an alle Mitglieder (Zugang am 08.02.2005) habe auch keinen Raum für eine entsprechende Abstimmung gelassen. Daher sei diese Tagesordnung nicht ordnungsgemäß aufgestellt worden und folglich ungültig.
Die Tagesordnung müsse somit neu aufgestellt und den Mitgliedern bekannt gegeben werden. Für die Neuaufstellung würde folgende Änderung vorgeschlagen:
Tagesordnungspunkt 10 sei ersatzlos zu streichen.
Begründung:
Dieser Punkt sei kein Tagesordnungspunkt des Vorstandes, sondern stamme aus einem Antrag zur Hauptversammlung. Er gehöre damit zu Nr. 11 der Tagesordnung und müsse daher keine gesonderte Erwähnung finden.
Die Anträge 2 bis 4 beschäftigen sich mit den Anträgen von Thomas Lochte zur Mitgliederversammlung und zeigen einmal mehr die Art und Weise, wie dieser mit der Wahrheit umging. Wir beschäftigen uns hier nicht weiter mit den beiden Schriftstücken und bitten den Leser bei Interesse die von Schäfer verschickten Anträge zur Mitgleiderversammlung und den Brief der Vorstandsmitglieder Chowanetz, Richter und von Saldern im Original einzusehen.
. Vereinsmitglieder wenden sich gleichfalls gegen das Vorgehen Schäfers (Februar 2005)
Vereinmitglieder stören sich gleichfalls an der Einladung zur Mitgliederversammlung, bzw. an der Tagesordnung.
So wendet sich das langjährige Vereinsmitglied Dr. Ulrich F. in einen Brief vom 13.02.2005 an Schäfer.
Dr. Ulrich F. mache sich ernste Sorgen um die Entwicklung des Schachclub Starnberg, vermutlich aber aus einem ganz anderen Blickwinkel und einer anderen Bewertung der Ereignisse, als Schäfer.
Zunächst bittet er Schäfer um Überprüfung und ggf. Berichtigung der Tagesordnung. Unter Punkt 10 (Abberufung von Andreas Chowanetz aus dem Vorstand) verstehe er eine vollzogene Tatsache. Falls es sich um den Antrag eines Mitgliedes handeln würde, gehöre der Antrag unter Punkt 11 mit Namen des Antragstellers und Begründung. Das sollte also ggf. korrigiert werden, da er sonst einen eklatanten Verfahrensfehler sehe.
Auch hier beschäftigen wir uns nicht weiter mit diesem Schriftstück und stellen dem Leser anheim, gegebenenfalls die Anträge von Dr. Ulrich F. zur Mitgleiderversammlung im Original einzusehen.
. Vorstandssitzung vom 10.02.2005
Die Sitzung wurde, obwohl der 1. Vorsitzende Schäfer anwesend war, von Kurt E. (2. Vorsitzende) geleitet.
Einziger Tagesordnungspunkt war der "Brief von Stefan W." und wie damit umzugehen sei. Wir berichteten oben bereits, dass der Vorstand ohne Gegenstimme beschloss, Winkler aufzufordern, sich auf der Mitgliederversammlung für den Brief zu entschuldigen oder den Club zu verlassen. Die Mitglieder seien hierüber durch einen Brief zu unterrichten.
Der schriftlichen Anträge der Vorstandsmitglieder Chowanetz, Betina R. und Rüdiger von S. vom Vortag kamen nicht auf die Tagesordnung. Es wurde auch nicht über die Anträge abgestimmt.
Das Protokoll (Schriftführer Alfred D.) vermerkt, dass einziger Tagesordnungspunkt der "Brief von Stefan W." gewesen sei, um sogleich fortzufahren, dass die Sitzung um einige "Diskussionen" erweitert wurde und es "auch zu einer zusätzlichen Feststellung" gekommen sei.
Alfred D. hält diese "zusätzliche Feststellung" so fest:
Bezüglich der Einladung zur Mitgliederversammlung habe Herr Kurt E. das jahrelang praktizierte Einladungsverfahren, das auch dieses Jahr durchgeführt wurde, erläutert. In der Diskussion hätte es hierzu keine Einwendungen gegeben.
Der hier vom Protokoll erzeugte Eindruck, dass der Vorstand die Tagesordnung zur Mitgliederversammlung und damit die Einladung gebilligt hätte, ist unzuteffend.
Ein Teil des Vorstands hatte an diesem Punkt die Handhabung der Geschäftsordnung durch die Vorsitzenden zunehmend als "trickreich" empfunden und nahm diese deshalb nur noch verwundert hin.
Vorstandsmitglieder und Vereinsmitglieder hatten sich - nach den sich steigernden Attacken der Lochte-Clique und der offensichtlichen Zugehörigkeit der beiden Vorsitzenden zu dieser - entschlossen, bei Beibehaltung des Kurses von Kurt E. und Matthias Schäfer, den Club zu verlassen und einen neuen Club zu gründen. Es wurde darauf verzichtet, diese Reaktion anzukündigen, weil - so der überwiegende Tenor - eine Drohung "entweder - oder" vermieden werden sollte.
Chowanetz hielt diesen Weg grundsätzlich für falsch und plädierte für ein Verbleiben im Club und Offenlegung der Machenschaften.
. Schäfer und Lochte informieren die Presse (Februar 2005)
Am Donnerstag, den 10.02.2005 rief ein Herr Michael Baumgärtner, Mitarbeiter des Starnberger Merkurs bei Chowanetz an. Er erklärte, dass Matthias Schäfer "vom Brodeln im Vorstand" berichtet hätte und bat um eine Stellungnahme, was Chowanetz strikt ablehnte.
Am Wochenende, den 12./13. Februar erschien ein Artikel im Starnberger Merkur.
Aus dem Artikel ist unschwer zu entnehmen, dass Schäfer und Lochte Herrn Baumgärtner informierten.
. Schäfer verteidigt seine "Pressearbeit" (Februar 2005)
Mit Schreiben an die Vorstandsmitglieder vom 12.02.2005 verteidigt Schäfer seine Pressearbeit. Originalton Schäfer: "Ich möchte klarstellen, dass ich als Vorsitzender selbstverständlich befugt bin, auf Anfrage (!!) der Presse zu reagieren. Wenn nicht ich, wer sonst??"
. Starnberger SZ berichtet (Februar 2005)
Am 20.02.2005 rief ein Herr Peter Haacke von der Starnberger SZ bei Chowanetz an. Die Zeitung sei von der Merkur-Story über die Streitereien im Schachclub informiert und mehrfach gefragt worden, warum die SZ nicht berichte. Nach dieser Einleitung bat er um eine Stellungnahme von Chowanetz. Dieser lehnte jede Stellungnahme ab, da seiner Meinung nach jeder Bericht über Streit dem Schachclub schade. Chowanetz kam damit auch Bitten aus dem Vorstand nach, sich gegenüber der Presse rigoros zurückzuhalten.
Am 22.02.2005, dem Tag der Mitgliederversammlung erscheint folgender Artikel in der Starnberger SZ.
. SZ druckt Leserbrief von Bernd Salvermoser (Februar 2005)
Ebenfalls am 22.02.2005 druckt die Starnberger SZ einen Leserbrief von Bernd Salvermoser ab. Bernd Salvermoser war lange Zeit Spitzenspieler des Schachclubs und hatte den Club wegen eines Streits mit Thomas Lochte im Jahr 2002 verlassen.
. Mitgliederversammlung am 22.02.2005 beruft Chowanetz ab
Die Mitgliederversammlung berief Chowanetz ab.
Im Anschluß legten die Vorstandsmitglieder Betina R., Rüdiger von S. und Moritz S. ihre Ämter nieder. Mehrere Anwesende verließen die Versammlung. Die verbliebenen Vorstandmitglieder Alfred D., Kurt E. und Matthias Schäfer waren von dieser Reaktion sichtlich überrascht. Das zukünftige Vorstandsmitglied Stefan W. gesellte sich bei der nun folgenden Beratung sogleich hinzu. Er sollte kaum ein Jahr später zweiter Vorsitzender sein.
. Zahlreiche Mitglieder, darunter Chowanetz, verlassen den Schachclub (Februar 2005)
In den folgenden Tagen verließen zahlreiche Mitglieder, darunter auch Chowanetz, den Club.
Die Kündigung des langjährigen Mitglieds Dr. Ulrich F. vom 23.02.2005 gab kurz und prägnant die Beweggründe wieder:
Er schrieb an den Vorsitzenden Schäfer, dass er "aus moralischen Bedenken gegen den jetzigen Vorstand und als Ausdruck gegen die Machenschaften im Schachclub Starnberg" seine Mitgliedschaft mit sofortiger Wirkung kündige.
. Ein neuer Schachclub im Landkreis (Februar 2005)
Unter Mitwirkung der ehemaligen Vorstandsmitgliedern Florian M., Betina R., Rüdiger von S. und Moritz S. wurde der Schachclub "Schachfreunde Starnberger See e.V." in Tutzing gegründet.
Man hatte Chowanetz weder an den Vorbereitungen beteiligt noch zur eigentlichen Gründung eingeladen, sondern ihm durch Dr. Ulrich F. zu verstehen gegeben, dass sein Name durch den Streit der letzten Jahre zu stark belastet sei, er aber gerne nach dem Verstreichen einer gewissen Zeit hinzukommen könne.
Es gesellten sich rasch neue Mitglieder hinzu. Darunter sind auch mehrere starke Spieler aus der 1. und 2. Mannschaft des alten Clubs, zum Teil auch solche, die den Schachclub Starnberg 1920 e.V. (ausnahmslos wegen Auseinandersetzungen mit Thomas Lochte) im Laufe der Jahre verlassen hatten.
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