"FREIE" BEWEISWÜRDIGUNG DOKUMENTENVERZEICHNIS

Die "Freie" Beweiswürdigung
des Amtsrichters Dr. Günther R
Die "Beweiswürdigungen" des Amtsrichters Dr. Günther R belegen gezielte Tatsachenverdrehungen dieses Amtsrichters zum Schaden von Chowanetz. Da der Vorsitzende Richter Dr. Günther R hier gegen besseres Wissen handelte, war sein Verhalten nicht nur willkürlich sondern könnte - bei aller gebotenen Zurückhaltung - §336 StGB berühren. Wie ein langgedienter bayerischer Amtsrichter vorgeht, um ein gewünschtes Ergebnis zu erzielen, dröselt folgende Zusammenfassung auf.
Dieser Bericht findet sich auch in: "Die ganze Geschichte - Ein königliches Spiel?" die das Verfahren Chowanetz gegen Lochtevor dem Amtsgericht Starnberg , AZ.: 2 C 1044/02 nachzeichnet,
Den gesamten Prozeß Chowanetz/Lochte, inclusive aller Originaldokumente, finden Sie im Bericht "Der Prozess Chowanetz gegen Lochte".
Folgende Fragen waren zu klären:
1. Hat Chowanetz ein Remisangebot von O erhalten, dieses abgelehnt und auf seiner Niederlage bestanden?
2. Wurde Thomas Lochte nach Beendigung der Schachpartie mitgeteilt, dass sein irrtümlicher Eintrag eines Remis in den Spielberichtsbogen und seine Annahme eines ausgeschlagenen Remisangebotes durch Chowanetz falsch sei, da Chowanetz die Partie ohne ein Remisangebot verloren gab?
3. Erzählte Lochte im Anschluss an diese Richtigstellung, und somit wider besseren Wissens, dem Clubmitglied und Pressereferenten Schäfer von einem ausgeschlagenem Remis und von einem Beharren auf die Niederlage durch Chowanetz?
4. Trifft es zu, dass Lochte am 05.10.2001 in Gegenwart etlicher Schachspieler in den Clubräumen die wahrheitswidrige Behauptung wiederholte und er sich diesesmal sogar dazu verstieg, den ehemaligen Vorsitzenden des Schachclubs, Herrn Kurt E, als Zeugen für diesen Sachverhalt zu benennen? (Dieser freilich dementierte gegenüber Chowanetz, derartiges bestätigen zu können).
5. Wiederholte Lochte in der Folgezeit wider besseren Wissens Dritten gegenüber die streitgegenständliche Behauptung und war davon auszugehen, dass er dies auch weiterhin tun werde?
Antworten auf diese fünf Fragen finden sich in Dokumenten und Aussagen der Beteiligten und Zeugen vor dem Amtsgericht Starnberg, die wir hier vorstellen. Jede Frage bildet ein Kapitel. Am Ende eines jeden Kapitels stellen wir auf grauen Fond die Beweiswürdigungen des Amtsrichters Dr. R vor.
. . 1. Frage
Hat Chowanetz ein Remisangebot von Jan O erhalten, dieses abgelehnt und auf seiner Niederlage bestanden?
Am Beginn des Verfahren trug Chowanetz in der Klage vom 07.06.2002 vor und Lochte erwiderte in einer Klageerwiderung vom 19.07.2002. Zum besseren Verständnis sind die wesentlichen Aussagen wieder gegenübergestellt.
Aussagen Chowanetz Aussagen Lochte
Chowanetz gab seine Schachpartie gegen O in ausichtsloser Stellung auf.

(etwa kurz nach 22 Uhr Anm. d. Redaktion)

Klage vom 07.06.2002 Seite 2

Lochte hatte das Wort "REMIS" verstanden. Aufgrund der Körpersprache des Hr. O und des Umstands, dass sich beide Spieler gleich anschließend die Hand schüttelten, ging Lochte, der als langjähriger Spitzenspieler seines Vereins über große Wettkampferfahrung verfügt, selbstverständlich davon aus, dass diese Partie Remis geendet habe.

Klageerwiderung vom 19.07.2002 Seite 1

Die in der Klageerwiderung von Lochte anzutreffenden Äußerungen kennen wir bereits aus seinen Einlassungen bei der Schlichterin Rechtsanwältin H während eines Telefonats. (Siehe "Der Prozess Chowanetz gegen Lochte".)
.
. Das Gericht kam im Urteil vom 21.05.2003 zu dem Ergebnis: .
.
. . Aufgrund der Einvernahme des Zeugen O steht fest, dass dieser weder ausdrücklich, noch konkludent dem Kläger ein Remis anbot. .
.
. . 2. Frage:
Wurde Thomas Lochte nach Beendigung der Schachpartie mitgeteilt, dass sein irrtümlicher Eintrag eines Remis in den Spielberichtsbogen und seine Annahme eines ausgeschlagenen Remisangebotes durch Chowanetz falsch sei, da Chowanetz die Partie ohne ein Remisangebot verloren gab?
Aussagen Chowanetz Aussagen Lochte
Lochte sprach Chowanetz an, und fragte ihn, wieso er denn trotz eines Remisangebotes seines Gegners das Spiel aufgegeben habe. Chowanetz und Jan O, erklärten daraufhin gegenüber Lochte, dass es ein Remisangebot des Herrn O nie gegeben habe.

(etwa 22.15 Uhr Anm. d. Redaktion)

Klage vom 07.06.2002 Seite 2

Von beiden Spielern über seine Fehlinterpretation aufgeklärt, berichtigte er unverzüglich den Spielberichtsbogen.

Klageerwiderung vom 19.07.2002 Seite 1

.
. . Das Gericht kam im Urteil zu dem Ergebnis: .
.
. . "Nachdem er (Lochte) wenige Minuten später über seinen Irrtum aufgeklärt wurde, entschuldigte er sich und nahm eine Berichtigung vor." .
.
. 3. Frage:
Erzählte Lochte im Anschluss an diese Richtigstellung, und somit wider besseren Wissens, dem Clubmitglied und Pressereferenten Schäfer von einem ausgeschlagenem Remis und von einem Beharren auf die Niederlage durch Chowanetz?
Aussagen Chowanetz Aussagen Lochte
Trotz dieser Richtigstellung behauptete Lochte anschließend (und somit entgegen besseren Wissens Anm. d. Red.) Schäfer genau diesen Sachverhalt, der diese Falschinformation daraufhin im Starnberger Merkur veröffentlichte.

Klage vom 07.06.2002 Seite 2

Lochte bestritt, dass er am Tage des Vergleichskampfes und nachdem (Unterstreichung in der Klageerwiderung) er über seinen Fehlinterpretation aufgeklärt worden war, gegenüber Schäfer behauptet hat, Chowanetz habe im Rahmen des Schachvergleichskampfes trotz eines Remisangebots seines Gegners auf der eigenen Niederlage bestanden.

Klageerwiderung vom 19.07.2002 Seite 1 und Seite 2

Dieser Vortrag wurde nicht nur von Chowanetz und seinem Anwalt so gewertet, dass Lochte einräumte, Schäfer die Information vor der Richtigstellung durch Chowanetz und O gegeben zu haben.
Wir fassen die Einlassungen von Lochte und Schäfer hier themenbezogen und chronologisch zusammen. Wiederholungen des oben Vorgetragenen sind zwar nicht vermeidbar, jedoch entschlossen wir uns für diese Vorgehensweise, um die Aktenlage des Verfahrens Chowanetz/Lochte deutlich darstellen zu können.
1. Lochte bestritt nicht, Schäfer falsch unterrichtet zu haben (September 2001)
Schäfer hatte Chowanetz erklärt er hätte die Information und die Formulierung von Thomas Lochte erhalten.
Lochte bestritt auf telefonische Rückfrage gegenüber Chowanetz nicht, die Falschmeldung an Schäfer weitergegeben zu haben und beharrte darauf, mit eigenen Augen gesehen zu haben, dass Chowanetz ein Remisangebot abgelehnt habe.
Chowanetz erklärte ihm, dass er den Vorfall nicht auf sich beruhen lassen könne, sondern eine Richtigstellung gegenüber der Zeitung, sowie eine schriftliche Entschuldigung erwarte. Darauf erwiderte Lochte, Chowanetz könne ihn mal... und hängte auf.
(Dieser Sachverhalt wurde vorgetragen in der Klage vom 07.06.2002 Seite 3)
2. Lochte bestreitet im Oktober 2001, dass die Formulierung des Zeitungsartikels von ihm stamme
Lochte stellt gegenüber dem damaligen Vorsitzenden des Schachclubs, Dr. S, im Oktober 2001 in Abrede, die Formulierung in dem Artikel sei von ihm. Er könne sich demnach hiervon auch nicht distanzieren.
3. Lochte will zu keinem Zeitpunkt Falschinformation verbreitet haben (Februar 2003)
Im Februar 2003 behauptet Lochte erstmals:
"Wir stellen noch einmal vorsorglich klar, dass der Beklagte zu keinem Zeitpunkt die Behauptung aufgestellt hat oder verbreitet hat, dass der Kläger im Rahmen eines Schachvergleichkampfes trotz eines Remisangebots seines Gegners auf der eigenen Niederlage bestanden habe. "
(Siehe Lochte im Schreiben seines Rechtsanwaltes an das Amtsgericht vom 18.02.2003, Seite 2, Ziffer 4, Absatz 2)
Diese Aussage ist im Abgleich mit der objektiven Sachlage, also der Wirklichkeit nicht haltbar.
. Lochte ließ die Veröffentlichungen Schäfers nicht nur unwidersprochen zu, sondern verteidigte seine angebliche Beobachtung bis nach Beginn seiner Verhandlung aktiv.
4. Hat Lochte "bei einem oder zwei Bierchen" doch berichtet? (September 2003)
Im September 2003 erzählt er uns wiederum:
"Für realistisch halten wir, dass der Beklagte (Lochte) dem Zeugen Schäfer den kuriosen Vorfall im Verlauf des Abends bei "einem oder zwei Bierchen" erzählt hat und dabei auch berichtet hat, warum er zunächst von einem Remis ausgegangen ist.
(Siehe Lochte im Schreiben seines Rechtsanwaltes an das Landgericht vom 29.09.2003, Seite 4, Ziffer 3)
Matthias Schäfers Verhalten und seine Einlassungen zur 3. Frage:
. 1. Information inclusive Formulierung von Lochte (September 2001)

Am 29.09.2001 rief Chowanetz, nachdem er Kenntnis von dem Artikel hatte, Matthias Schäfer an.

Schäfer erklärte bei dieser Gelegenheit, die Information und die Formulierung von Thomas Lochte erhalten zu haben. Er bedauere, dass er die Information nicht, etwa durch einen Anruf, auf seinen Wahrheitsgehalt überprüft hätte. Die angebotene schriftliche Schilderung des tatsächlichen Sachverhalts, sowohl eine Schilderung von Chowanetz als auch eine Schilderung O, benötige er nicht. Er habe auf die Information von Thomas Lochte vertraut. In seinem nächsten Artikel werde er die Falschmeldung richtig stellen.

(Dieser Sachverhalt wurde vorgetragen im Brief Chowanetz an das AG Starnberg vom 08.01.2003, Seite 2, Ziffer 3.2)
. 2. Die Formulierung von Schäfer? Lochte beharrt (19. Oktober 2001)
Die Behauptung, dass sowohl der Inhalt als auch die Formulierung des beanstandeten Satzes von Thomas Lochte stammen, behauptete Matthias Schäfer nicht nur gegenüber Chowanetz, sondern auch gegenüber seinem damaligen Vorgesetzten beim Münchner Merkur, dem Chef-Redakteur Herrn M-W.
Nachdem Chowanetz am 19.10.2001 von Dr. S erfahren hatte, dass Lochte die Urheberschaft der Formulierung des Artikels von sich wies, telefonierte Chowanetz mit Schäfer. Entgegen seiner ursprünglichen Auskunft behauptete er Chowanetz gegenüber hier erstmals, dass die Formulierung nicht von Lochte stamme, sondern von ihm, Schäfer, selbst.
Ob er denn nun den falschen Inhalt der Nachricht dementiere, wollte Chowanetz von Schäfer wissen. Solange der Schiedsrichter (also Lochte) bei seiner Sicht der Dinge bleibe, würde nicht dementiert, gab Schäfer ihm zur Antwort.
Daraufhin rief Chowanetz den Chefredakteur, Herrn M-W an. Er wollte von ihm wissen, warum trotz des von mir zwischenzeitlich vorgelegten Briefs des Herrn O vom 01.10.2001, der eine Falschinformation durch Thomas Lochte beweise, keine Richtigstellung erfolge. Bei dieser Gelegenheit streiften sie das Thema, von wem denn nun die Formulierung der streitgegenständlichen Behauptung stamme. Herr M-W. war sehr erstaunt, als er von Chowanetz erfuhr, dass Schäfer soeben die Formulierung auf seine Kappe genommen hatte. Auch er war von Matthias Schäfer dahingehend informiert gewesen und die ganze Zeit auch in dieser Meinung belassen worden, dass der Inhalt und die Formulierung von Lochte stammten.
(Dieser Sachverhalt wurde vorgetragen im Brief Chowanetz an das AG Starnberg vom 08.01.2003, Seite 3, Ziffer 3.4)
. 3. Schäfer beruft sich bei der Polizei mehrfach auf Lochte (27. November 2001)
Auch in der polizeilichen Vernehmung vom 27.11.2001 beruft sich Schäfer mehrfach auf Lochte.
Auf Seite 1, Absatz 2 heißt es hier wörtlich:
"Nachdem alle Partien beendet waren und er (Schäfer) damit fertig war, die gesamten Ergebnisse zusammenzuschreiben (nach Mitternacht und somit nach der Richtigstellung. Anm. d. Redaktion), sei Lochte zu ihm gekommen und habe ihm von dem Vorfall erzählt. So wie Lochte ihm alles geschildert habe, sei für ihn klar gewesen, dass Chowanetz das Remisangebot bekommen hatte, jedoch auf einer Niederlage bestand."
Auf Seite 1, vorletzter Absatz finden wir eine Erklärung Schäfers, die den Bericht von Chowanetz über ihr erstes Telefonat in dieser Sache (Siehe oben Ziffer 1) bestätigt.
"Wenige Tage nach Erscheinen des Artikels meldete sich Hr. Chowanetz telefonisch bei mir und wollte eine Erklärung für den Artikel. Ich sagte ihm, daß ich die Informationen von Herrn Lochte erhalten hatte."
Das Protokoll der polizeilichen Vernehmung wurde dem Gericht mit der Klage am 07.06.2002 als K 2a vorgelegt
. 4. Schäfer beruft sich im Prozess Chowanetz/Schäfer auf Lochte (19. Februar 2002)
Im Prozess Chowanetz/Schäfer vor dem Amtsgericht Starnberg (AZ.:4 C 38/02) lässt Schäfer ausdrücklich von seinem Rechtsbeistand vortragen, dass er keine eigene Behauptung aufgestellt, sondern nur die Aussage des Beklagten weitergegeben hat, der tatsächlich diese Behauptung aufgestellt hatte. Im Brief seines Rechtsanwalts Wolfgang S. an das Amtsgericht vom 19.02.2002 heißt es auf Seite 1 unten wörtlich:
"(...) da der Beklagte in dem von ihm verfassten Artikel in dem "Starnberger Merkur" vom 24.09.2001 keine eigene Behauptung aufgestellt hatte, sondern nur die Aussage des Herrn Lochte wiedergegeben hatte, der tatsächlich diese Behauptung aufgestellt hatte. "
Als Zeuge hierfür ließ Schäfer seinen "Spezl" Thomas Lochte anbieten.
Dieser Sachverhalt wurde vorgetragen im Brief Chowanetz an das AG Starnberg vom 08.01.2003, Seite 4, Ziffer 1.8.2
. 5. Schäfer bestreitet nicht (bis Juni 2002)
Im oben erwähnten Verfahren gestand Schäfer gleichfalls zu, die entsprechende Information von Lochte erhalten zu haben.
Das Gericht hielt damals fest, dass Schäfer auch nicht bestritten hat, dass Chowanetz ihn nach der Veröffentlichung seines Artikels zur Rede gestellt hatte und er (Schäfer) sich dann darauf berufen hatte, die entsprechende Information von einem anderen Clubmitglied (eben Lochte) erhalten zu haben.
Beschluss des AG Starnberg vom 18.06.2002 im Prozeß Chowanetz/Schäfer AZ.:4 C 38/02, S 2, "Gründe", 2. Absatz, unten und Seite 3, oben
. 6. Schäfer beruft sich weiterhin auf Lochte (23. Juli 2002)
Auch im Brief an den Vorstand des Schachclubs vom 23.07.2002 erinnert sich Matthias Schäfer genau, von wem er die Information hatte:
"Ich weiß nicht, ob es ein Remisangebot gegeben hat oder nicht, ich war nicht Augenzeuge. Von Thomas Lochte hatte ich eine dementsprechende Information erhalten, weshalb einiges für diese Version sprach. Da es in den meisten Sportredaktionen aus Zeitgründen üblich ist, bei Wettkämpfen in anderen Sportarten der Meinung eines Schiedsrichters zu vertrauen, nahm ich die Information für bare Münze. Wie sich mittlerweile herausgestellt hat, bestehen an diesem Sachverhalt aber Zweifel. Dass ich mich damals auf eine Seite geschlagen habe, war falsch.
. 7. Schäfer bekräftigt seine polizeilichen Aussagen (19. Dezember 2002)
Wenn er (...) Aussagen bei der Polizei gemacht habe, so entspricht der Inhalt den Tatsachen. Der Zeitpunkt der Vernehmung lag zeitnah am beschriebenen Geschehen.
Antwort Schäfers auf den Vorhalt von Chowanetz bei der Vernehmung vor dem Amtsgericht, er (Schäfer) habe bei der Polizei zu Prottokoll gegeben, dass Herr Lochte die falsche Information erst an ihn weitergab, nachdem alle Partien beendet und er die gesamten Ergebnisse zusammengeschrieben hatte.
Festgehalten im "roten" Brief von Chowanetz vom 02.01.2003 an das Amtsgericht Starnberg Seite 3, Ziffer 1.8.2, Absatz 2
. 8. Schäfer war angeblich "nicht involviert" und "kann sich nicht erinnern" (19. Dezember 2002)
Als Chowanetz Schäfer bei dieser Vernehmung vor dem Amtsgericht des Weiteren vorhielt, dass er im eigenen Verfahren behaupten ließ, er habe "(...) keine eigene Behauptung aufgestellt (...), sondern nur die Aussage des Herrn Lochte wiedergegeben (...), der tatsächlich diese Behauptung aufgestellt hatte" antwortete Schäfer:
1. Er sei in den Prozess nicht involviert gewesen.
2. Sein Anwalt habe ihn sporadisch unterrichtet.
3. An den Vortrag könne er sich nicht erinnern.
Zu 1:
Hier sagte Schäfer falsch aus. Schäfer war Beklagter im Verfahren Chowanetz/Schäfer (AZ.:4 C 38/02). Auf diesen Umstand weist RA S im Übrigen im gleichen Brief ausdrücklich hin:"... hier wurde aber nicht der Verlag, sondern "nur" der Verfasser des Artikels vom 24,09.01 (eben Schäfer Anm. d. Red.) in Anspruch genommen, ...)
Zu 2:
Der Schriftsatz des Herrn S vom 19.02.2002 enthält eine strafbewehrte Unterlassungserklärung sowie die Ankündigung einer Erledigungserklärung. Es ist schlicht undenkbar, dass der Prozessbevollmächtigte Schäfers ohne vorherige Rücksprache mit seinem Mandanten eine strafbewehrte Unterlassungserklärung abgibt, die gerade prozessgegenständlich war.
Auf Nachfrage antwortete Schäfer, er habe "dem Vortrag seines Rechtsanwalts nicht widersprochen".
Somit ist diese Aussage Schäfer auf jeden Fall zuzurechnen. Wo kämen wir denn hin, wenn sich Prozessbeteiligte nach Prozessende je nach Bedarf vom Vortrag ihrer Rechtanwälte distanzieren könnten?
Zu 3:
Es ist unglaubwürdig, dass Schäfer sich nicht mehr erinnert, denn etwas später, bei der Befragung durch Lochte erinnert er sich dann plötzlich an das Schreiben.(Siehe unten)
Im beanstandeten Protokoll des Dr. Günther R findet sich die Befragung von Chowanetz zu diesem Punkt nicht.
In seinem Befangenheitsantrag, dem "roten" Schriftsatz vom 02.01.2003 führt Chowanetz auf Seite 4, Ziffer 1.8.2. letzter Absatz dazu aus:
Im Protokoll fänden sich seine Befragung zu diesem Punkt nicht. Auf Seite vier, Mitte, des Protokolls des Herrn Dr. Günther R stünden bei "Auf Frage des Beklagten" aus dem Zusammenhang gerissene Unsinnigkeiten. Es würde hier ganz offensichtlich der Versuch unternommen (vom Vorsitzenden Amtsrichter Dr. Günther R. Anm. d. Red.), die Aussagen Schäfers doch noch "unterzubringen" wenn auch an falscher Stelle und verstümmelt bis zur Unkenntlichkeit.
Dr. Günther R äußerte sich u.a. zu diesem nicht unerheblichen Vorwurf in seiner "Dienstlichen Stellungnahme" vom 03.01.2003 mit den Worten: "Die Darstellungen (...) sind richtig, zumindest kann ich dies nicht ausschließen."
. 9. Schäfers Überraschung (19. Dezember 2002)
Als Thomas Lochte Schäfer ihn im Anschluss an Chowanetz zum Brief von S befragte, behauptete Schäfer hierzu, er sei "überrascht gewesen sei, dass die Formulierung dann so gelaufen ist wie es in dem Schriftrsatz vom 19.2.2002 steht. So war es jedenfalls nicht mit dem Anwalt abgesprochen".
Bei der Befragung durch Chowanetz sagte er aus, er könne sich an den Vortrag nicht erinnern, und hier kurz darauf, dass er überrascht gewesen sei. Es kann nur einer der beiden Sachverhalte zutreffen. Somit sagte Schäfer auch an diesem Punkt objektiv falsch aus.
Etwas später sagte Schäfer laut beanstandeten Protokoll, dass er
einen Kommunikationsfehler nicht ausschließen könne. Er habe die ganze Sache so aufgefasst, wie er es im Bericht niedergeschrieben habe. Vom Wortlaut her ist es unwahrscheinlich, dass der Herr Lochte mir das so gesagt habe.
Wir erleben hier die Ungeheuerlichkeit, dass der Zeuge Schäfer in seinem eigenen Prozess eine ihn verteidigende Behauptung aufstellen lässt, um sodann in einem anderen Verfahren seinen Kompagnion mit der entgegengesetzten Behauptung zum gleichen Sachverhalt "herauszuhauen". Dies alles geschieht ungerügt vor den Augen des Vorsitzenden Richters.
Dieser Aussage, die "nicht ausschließt" und mit "Wahrscheinlichkeiten" daherkommt, die im Widerspruch zu den über Monate gleichbleibenden, eindeutigen Verhalten und Äußerungen beider Kontrahenten (Schäfer und Lochte) steht, wovon eine in nicht zu überbietender Deutlichkeit vor einem anderen Gericht gemacht wurde, wird der Vorsitzende Richter Dr. Günther R Glauben schenken, obwohl sich Schäfer bei seiner Vernehmung am 19.12.2002 mehrfach auf Erinnerungsschwächen berief (Schäfer: "Es ist seither viel Zeit vergangen". "Ich erinnere mich nicht mehr deutlich". "Wenn ich die vorgehaltenen Aussage bei der Polizei gemacht habe, so entspricht der Inhalt den Tatsachen" denn "der Zeitpunkt der Vernehmung lag zeitnah am beschriebenen Geschehen".)
.
. Das Gericht kommt im Urteil zur 3. Frage, nämlich ob Lochte im Anschluss an eine Richtigstellung, und somit wider besseren Wissens, Schäfer von einem ausgeschlagenem Remis und von einem Beharren auf die Niederlage durch Chowanetz erzählte, zu folgendem Ergebnis: .
.
. "Da sich Lochte mit dem Zeugen Schäfer erst später unterhielt, hätte er in Kenntnis aller Umstände dem Zeugen gegenüber wissentlich etwas Falsches bekanntgeben müssen. Dies ist vom Gericht schwer nachzuvollziehen, da die Parteien in derselben Mannschaft spielten und eigentlich kein Grund mehr dafür bestand. .
.
. Näher liegt vielmehr nicht nur die theoretische Möglichkeit, dass durch den Zeugen (Schäfer) Äußerungen des Beklagten mißverstanden wurden oder aufgrund von Äußerungen in Verbindung mit dem Spielberichtsbogen die falsche Schlussfolgerung gezogen wurde. Die Bekundung des Zeugen Schäfer ist jedenfalls nicht geeignet, die von dem Kläger genannte Äußerung des Beklagten nachzuweisen. .
.
. Der Zeuge Schäfer konnte sich bei seiner Vernehmnung nach über 1 Jahr sichtlich nicht mehr genau daran erinnern. Er verwies deshalb auf seine schriftliche Aussage vor der Polizei. Aber auch daraus ergibt sich nicht eindeutig, dass der Beklagte ihm gegenüber ein Remisangebot des Zeugen O schilderte, das der Kläger ausschlug und auf eine Niederlage bestand. Aus der dort wörtlich wiedergegebenen Äußerung des Beklagten läßt sich dies nicht entnehmen. Gleiches gilt für die im Anschluss daran bekundete schriftliche Äußerung des Zeugen, nach der der Beklagte zunächst angenommen habe, dass die Partie Remis ausgegangen sei und der Kläger daraufhin die Partie als verloren aufgegeben habe. Diese von dem Zeugen Schäfer bei der Polizei genannte Schilderung läßt durchaus den Schluss zu, dass der Beklagte lediglich seine zunächst angenommene falsche Interpretation vom Verhalten des Zeugen Jan O und des Klägers bei Abschluss der Partie zu erklären versuchte und möglicherweise einen Zeugen dafür suchte, warum er zunächst annehmen musste, warum die Partie Remis ausgegangen ist und er deshalb die falsche Eintragung in den Spielberichtsbogen vornahm. Hinzu kommt, dass der Zeuge Schäfer, der die gesamten Ergebnisse zusammenschrieb und deshalb den berichtigten Spielberichtsbogen sah, die Aussage des Zeugen falsch interpretiert haben konnte und es deshalb zu der Presseveröffentlichung kam. Darauf deutet auch die Bekundung des Zeugen Schäfer bei seiner Vernehmung hin. Er schloss einen Kommunikationsfehler nicht aus und hielt es sogar für unwahrscheinlich, dass der Beklagte ihm die Äußerung so mitteilte, wie es letzlich veröffentlicht wurde." .
.
. Weitere Beweisanzeichen liegen nicht vor." .
.
Soweit der Amtsrichter Dr. Günther R hierzu in seinem Urteil.
Wir erinnern uns:
Lochte sprach Chowanetz kurz nach der für Chowanetz verlorenen Schachpartie an, und fragte ihn, wieso er denn trotz eines Remisangebotes seines Gegners das Spiel aufgegeben habe. Dies wurde von beiden Spielern berichtet. O schilderte diese Szene in seinem Brief vom 01.10.2001 und Chowanetz hat Gleiches in der Klage vom 07.06.2002 unwidersprochen vorgetragen.
Einige Tage danach schrieb Schäfer nahezu wortgleich einen Zeitungsbericht hierüber: "...der trotz eines Remisangebots seines Gegners auf die eigene Niederlage bestand"
Worin lässt sich hier ein "Missverständnis" finden?
Der Amtsrichter Dr. Günther R verhielt sich, um es zurückhaltend auszudrücken, bemerkenswert!
Die Falschaussage Schäfers, er sei
"nicht in den Prozess involviert gewesen"
wird im beanstandeten Protokoll des Amtsrichters Dr. Günther R. vom 19.12.2002, Seite 4, umformuliert zu:
"Herr S. hat den Prozess für den Merkur geführt".
.
Im Urteil mutiert die Verdrehung dann zu dem Satz:
"Das dortige Verfahren habe sich gegen den Starnberger Merkur gerichtet."
Der Vorsitzende Dr. Günther R begründet sein Urteil mit einer falschen Tatsachenbehauptung wider besseren Wissens.

Dr. Günther R weiß, dass das dortige Verfahren gegen Herrn Schäfer geführt wurde und nicht gegen den Starnberger Merkur. Dieser Umstand wurde mehrmals vorgetragen und unter Beweis gestellt:

1. Schreiben Kanzlei Berger vom 05.09.02, Seite 4, Nr.6.
Hier
wird die Beiziehung der Akten des Verfahrens Chowanetz/Schäfer beim Amtsgerichts Starnberg, Az.: 4 C 38/02 beantragt.
2. Schreiben Chowanetz vom 18.09.02 an das AG Starnberg.
Hierin weist Chowanetz ausdrücklich auf den Brief S hin und sandte eine Kopie des Schreibens als Anlage 2. In diesem Schreiben wird außerdem ausdrücklich vorgetragen, dass
hier aber nicht der Verlag, sondern "nur" der Verfasser des Artikels (also Schäfer Anm. Red.) in Anspruch genommen wurde.
3. Begründung des Befangenheitsantrag vom 02.01.2003, Seite 4, Nr. 1.8.2.
Chowanetz weist hier abermals daraufhin, dass der Prozess Chowanetz/Schäfer nichts mit dem Verlag zu tun hatte.
Durch seine dienstlichen Stellungnahme bestätigte Dr. Günther R am darauffolgenden Tag, dass er vom Inhalt Kenntnis hatte.
(Siehe dienstliche Stellungnahme des Herrn Dr. Günther R vom 03.01.03)
Dr. Günther R behauptet dennoch im Urteil, dass sich das dortige Verfahren gegen den Starnberger Merkur gerichtet habe und erklärt mit dieser unwahren Behauptung,
dass der Vortrag des Rechtsanwalts S "nicht zwingend" darauf "hindeuten" würde, dass Lochte die Behauptung "abgegeben haben musste".
Mit dieser Vorgehensweise lässt Dr. Günther R unter den Tisch fallen, dass der Vortrag des Rechtsanwalts S eine strafbewehrte Unterlassungserklärung sowie die Ankündigung einer Erledigungserklärung Schäfers enthielt, die gerade prozessgegenständlich im Verfahren Chowanetz/Schäfer war, und dass es daher schlicht undenkbar sei, dass der Prozessbevollmächtigte Schäfers ohne vorherige Rücksprache mit seinem Mandanten diese Erklärung abgegeben hat.
Nur so kann Dr. Günther R in seine Urteilsbegründung schreiben "der Vortrag S. erging ohne Rücksprache mit Schäfer"
und dies alles mit dem krönenden Abschluss stützen, Schäfer habe dies "bestätigt".
Dies erscheint - bei aller gebotenen Zurückhaltung - nicht nur willkürlich, sondern könnte in Anbetracht dessen, dass der Vorsitzende Richter Dr. Günther R hier gegen besseres Wissen handelte, §336 StGB berühren.
"Andere Beweisanzeichen", so Dr. Günther R in seinem Urteil, "lägen nicht vor."
Wir wollen an diesem Punkt einen Moment innehalten.
Die beiden Kontrahenten Lochte und Schäfer verhielten und äußerten sich über einen langen Zeitraum wie oben dargelegt und hinterließen dabei Spuren.
Schäfer wiederholte seine Aussage, dass er die Falschinformation von Lochte hatte, wieder und wieder über den Zeitraum von über 15 Monaten.
Lochte stand nicht nur passiv widerspruchslos daneben, sondern beharrte aktiv auf seiner "Wahrnehmung".
Die Fakten wurden Punkt für Punkt vorgetragen und unter Beweis gestellt.
Bei seiner Vernehmung vor dem Amtsgericht am 19.12.2002 äußerte sich Schäfer zweideutig dahingehend, dass er einen Kommunikationsfehler "nicht ausschließen" könne und es "unwahrscheinlich" sei, dass Lochte ihm das so gesagt habe. Diese Zeugenaussage im Prozess Chowanetz/Lochte ist eingebettet in Erinnerungslücken und Falschaussagen.
Diese zweideutige Aussage Schäfers, die offensichtlich dazu dient, seinen Spezl" Lochte zu entlasten, die im Widerspruch zu den vorliegenden Fakten steht und in keiner Weise geeignet ist, alle anderen Tatsachen vom Tisch zu wischen, diese Aussage wird von Dr. Günther R herausgepickt und in das Zentrum des Urteils gerückt.
Wir wenden uns der 4. Frage unseres Fragenkatalogs zu:
. 4. Frage: .
Trifft es zu, dass Lochte am 05.10.2001 in Gegenwart etlicher Schachspieler in den Clubräumen die wahrheitswidrige Behauptung wiederholte und er sich diesesmal sogar dazu verstieg, den ehemaligen Vorsitzenden des Schachclubs, Herrn Kurt E, als Zeugen für diesen Sachverhalt zu benennen? (Dieser freilich dementierte gegenüber Chowanetz, derartiges bestätigen zu können).
In der Klage vom 07.06.2002 läßt Chowanetz auf Seite 3 folgendes vorgetragen: In der Klageerwiderung vom 19.07.2002 läßt Lochte hierzu auf Seite 3 folgendes vorgetragen:
.
Am 05.10.2001 wiederholte der Beklagte in Gegenwart etlicher Schachspieler in den Klubräumen die wahrheitswidrige Behauptung, der Kläger hätte trotz eines Remisangebots seines Gegners auf der eigenen Niederlage bestanden. Diesesmal verstieg er sich sogar dazu, den ehemaligen Vorsitzenden des Schachklubs, Herrn Kurt E, als Zeugen für diesen Sachverhalt zu benennen. Dieser dementierte freilich gegenüber dem Kläger, derartiges bestätigen zu können. Der Bekl. (Lochte) beteiligte sich am 05.10.01 in den Clubräumen an einem Gespräch zwischen dem KIäger (Chowanetz) und Dr. S. Es ging um die Zeitungsberichtserstattung zu dem Vergleichskampf. Dr. S versuchte den Kläger (Chowanetz) zu beruhigen und zwischen den Vereinskameraden zu vermitteln. Dabei stellte der Bekl. (Lochte) klar, dass er sich für das, was er mit eigenen Augen gesehen und selbst gehört habe, nicht entschuldigen könne. Seine anfängliche Fehlinterpretation täte ihm leid, ebenso, wenn es deshalb zu Missverständnissen in der Lokalpresse gekommen sein sollte. Der Kläger (Chowanetz) wollte sich damit aber nicht zufrieden geben.
Der Vortrag von Chowanetz ist klar.
Er beschuldigt Lochte, am 05.10.2001 Kurt Ewald als falschen Zeugen benannt zu haben.
Aber was erwiderte Lochte?
Er berichtet von einem Gespräch am 05.10.2001 zwischen Dr. S, Chowanetz und ihm selbst (Lochte). Dieses Gespräch fand zu einem anderen Zeitpunkt und unter Beteiligung eines anderen Personenkreises statt. Aber auch hier werfen die Einlassungen Lochtes mehr Fragen auf, als sie beantworten. Einerseits behauptete er, er hätte seine "anfängliche Fehlinterpretation" und auch die "Missverständnisse in der Lokalpresse" bedauert und andererseits will er klargestellt haben, "dass er sich für das, was er mit eigenen Augen gesehen und selbst gehört habe, nicht entschuldigen könne".
Was gilt denn nun? Es ist ja wohl kaum möglich, ernsthaft beides gleichzeitig zu behaupten.
Diese Zweideutigkeit war für das Gericht kein Problem.
Jedenfalls stellt Lochte mit seinem Bericht über eine andere Situation die Anschuldigung, er habe zur Untermauerung seiner falschen Behauptung einen Phantomzeugen benannt, nicht ausdrücklich in Abrede.
Matthias Schäfers Verhalten und seine Einlassungen zur 4. Frage:
Bei der Vernehmung vor dem Amtsgericht am 19.12.2002 beantwortet Schäfer die Frage von Chowanetz, ob er sich erinnere, dass der Thomas Lochte Herrn Kurt E als Zeugen anbot für die Behauptung, dass es ein Remisangebot gegeben habe, mit einem klaren "Ja".
Bevor Chowanetz nun weiter fragen konnte, an was genau Schäfer sich erinnere, unterbrach Vorsitzende Richter Dr. Günther R seine Befragung, zog das Wort an sich und befragte den Zeugen nunmehr zum Beweispunkt 4 mit Suggestivfragen dahingehend, an was er sich in dem ganzen Drumherum des betreffenden Abends nicht mehr erinnere. Es wurde hier alles mögliche erörtert und Herr Dr. Günther R verlor sich in einem selbsterzeugten Nebelfeld, aus dem er mit der an Lochte gerichteten Bemerkung auftauchte, dass der Punkt günstig für ihn ausgegangen sei. (!?)
Die letzten beiden Absätze sind der vierten und fünften Seite eines Berichts von Chowanetz entnommen, den dieser zur Begründung seines Befangenheitantrags am 02.01.2003 bei Gericht abgab und der von Dr. Günther R am nächsten Tag in seiner "Dienstlichen Stellungnahme" so komentiert wurde: "Die Darstellungen (...) im Schreiben vom 2.1.2003 sind richtig, zumindest kann ich dies nicht ausschließen."
Im beanstandeten Protokoll des Dr. Günther R vom 20.12.2002 sind hinsichtlich der Befragung des Zeugen Schäfers auf Seite 4 zwei diametrale Aussagen zu diesem Thema (Beweisthema Ziffer 4) festgehalten, und da nur eine den Tatsachen entsprechen kann, finden wir hier eine weitere - folgenlose - uneidliche Falschaussage von Schäfer vor diesem Gericht:
1. Auf Frage von Lochte:
Das Beweisthema zu Ziffer 4 kann ich nicht bestätigen. Ich habe nur mitbekommen, dass zwischen Herrn Lochte und Herrn Chowanetz ein Disput wegen dieses Themas bestand.
2. Auf Frage von Chowanetz:
Richtig ist, dass Herr Lochte Herrn Kurt E. als Zeugen benannt hat für die Behauptung, dass es ein Remisangebot gegeben haben soll.
Allerdings wechselt Dr. Günther Reiß den Namen Ewald (2. Vorsitzender des Schachclub Starnberg) durch den Namen Eberl aus. Um einen Schreibfehler handelt es sich mit großer Wahrscheinlichkeit nicht. Denn den Namen Eberl gibt es im Zusammenhang mit dem Schachsport wirklich. Er ist 1. Vorsitzender des Schachbezirks Oberbayern. Herr Eberl hatte rein gar nichts mit dem Geschehen zu tun. Der Name wurde während des gesamten Verfahrens nicht einmal genannt. Ob Dr. Reiß mit dem Namenstausch eine Absicht verfolgte - und wenn ja welche - ist ein Rätsel.
Der Klarheit dient eine solche Protokollführung nicht.
Schäfer bestätigte im Übrigen nicht nur während seiner Zeugenvernehmung vor dem Amtsgericht am 19.12.2002, dass Lochte einen falschen Zeugen benannte. Bereits am 24.10.2001 ließ er sich in den Redaktionsräumen des Starnberger Merkurs in Gegenwart des Chefredakteurs M-W darauf ein, dass er bei dem Vorfall zugegen war und sich daran erinnere.
Dies wurde dem Gericht von Chowanetz mit Schreiben vom 17.11.2002 auf Seite 1 vorgetragen.)
Lochte beharrte also auch nach Erscheinen des verleumderischen Zeitungsartikels auf seine vermeintliche Beobachtung eines abgewiesenen Remis und scheute nicht davor zurück, einen nichtvorhandenen Zeugen zur Unterstützung seiner falschen Behauptung zu erfinden, um Chowanetz mit diesem Manöver in die Ecke des Lügners zu drücken. Wir treffen hier auf einen in seiner Perfidität kaum zu steigernden Versuch die Unwahrheit wider besseren Wissens durchzudrücken. Der Widerstand von Chowanetz wuchs. Lochte ließ es hiermit nicht bewenden, wie wir sehen werden.
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. Das Gericht äußert sich im Urteil zur 4. Frage nicht. (?!) .
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. 5. Frage .
Wiederholte Lochte in der Folgezeit wider besseren Wissens Dritten gegenüber die streitgegenständliche Behauptung und war davon auszugehen, dass er dies auch weiterhin tun werde?
Er entgegnete Chowanetz auf dessen Verlangen nach einer Richtigstellung, dieser könne ihn mal, benennt einen falschen Zeugen zur Stützung seine angeblichen Beobachtung, verweigerte sich vielfachen Schlichtungsversuchen und beharrte nachgewiesen auf seiner Einstellung, er könne sich für das, was er mit eigenen Augen gesehen habe nicht entschuldigen und seine Äußerungen hätten seinen subjektiven Wahrnehmungen über das Ende der Partie entsprochen, die einem Schiedsrichter zugestanden werden müssen.
Nach der Richtigstellung durch Ostrowski und Chowanetz können dem Schiedsrichter Lochte keine "subjektive Wahrnehmungen", zumindest des Spielausgangs Chowanetz/Ostrowski betreffend, mehr zugestanden werden.
Diesen Standpunkt, er hätte ein Recht darauf die Falschinformation weiterhin zu verbreiten, vertrat Lochte noch am 12.07.2002 laut eines Protokolls der Vorstandssitzung des Schachclub Starnberg. Er verteidigte diesen Standpunkt also noch, nachdem das Verfahren Chowanetz / Lochte am 07.06.2002 mit der Klage eröffnet worden ist.
Dies wurde dem Gericht von Chowanetz mit Schreiben vom 08.01.2003 auf Seite 6, Ziffer 3.8. vorgetragen und erbot hierfür auch den ehemaligen Vorsitzenden Dr. S. an.)
Lochte verteidigt seine "kuriose" Beobachtung (Oktober 2001)
Noch in seinem Prozess berichtet selbst Lochte von seinem lange vertretenen Standpunkt "...er könne sich für das, was er mit eigenen Augen gesehen und selbst gehört habe, nicht entschuldigen..."
(Siehe seine Klageerwiderung vom 19.07.2002 Seite 2)
Auch zu diesem Thema äußerte sich Matthias Schäfer wiederholt bei verschiedenen Gelegenheiten.
1. Schäfer verweigert Dementi, da Lochte beharrte (19. Oktober 2001)
Wir beschäftigten uns oben beim 3. Beweisthema unter Ziffer 2 bereits den Vorfall vom 19.10.2001, als Chowanetz mit Schäfer telefonierte und Schäfer entgegen seiner ursprünglichen Auskunft Chowanetz gegenüber plötzlich hier erstmals behauptete, dass die Formulierung nicht von Lochte stamme, sondern von ihm, Schäfer, selbst.
Ob er denn nun den falschen Inhalt der Nachricht dementiere, wollte Chowanetz von Schäfer wissen. Solange der Schiedsrichter (also Lochte) bei seiner Sicht der Dinge bleibe, würde nicht dementiert, gab Schäfer ihm zur Antwort.
Schäfer Aussage belegt, dass Lochte noch lange nachdem der Sachverhalt richtig gestellt worden war, auf seiner unwahren Geschichte bestand.
(Dieser Sachverhalt wurde im Brief Chowanetz an das AG Starnberg vom 08.01.2003, S 4, Absatz 3 vorgetragen.)
2. Laut Schäfer beharrte Lochte auch in der Redaktion (25. Oktober 2001)
Auch im Vernehmungsprotokoll der Polizei berichtete Schäfer davon, Lochte habe auch in der Redaktion des Starnberger Merkurs, in der er und Lochte gemeinsam arbeiteten, auf seiner falschen Darstellung beharrt. Auf Seite 4, Absatz 2 finden wir diese Aussage:
"Hr. M-W (Chefredakteur) gab mir dann die Anweisung (am 25.10.2001 d.A.), eine Gegendarstellung zu verfassen. Zu einer Richtigstellung wären wir nicht verpflichtet, denn Hr. Lochte beharrte weiterhin auf seiner Aussage, die kontrovers zu der von Hr. Chowanetz war. "
Dieser Sachverhalt wurde durch Vorlage (mit der Klage am 07.06.2002) des polizeilichen Vernehmungsprotokoll vom 27. November 2001, Seite 2, Absatz 2 unten, sowie im Schreiben von Chowanetz an das AG Starnberg vom 18.09.02, Seite 5 oben in das Verfahren eingeführt.
3. Schäfer handelt entsprechend Lochtes Beharren (Ende Oktober 2001)
Noch Ende Oktober erschien in dieser Sache der von Schäfer verfaßte Artikel mit der Überschrift: "Remisangebot ja oder nein?"
Darin stellt Schäfer den Sachverhalt so dar, als sei völlig unklar, ob die Behauptungen von Lochte nicht vielleicht doch richtig wären:
"Herr Lochte, der bei der Veranstaltung als Schiedsrichter fungierte, behauptete, Chowanetz habe ein Remisangebot seines Gegners erhalten und daraufhin seine Hand ausgestreckt. Aus ihm unverständlichen Gründen habe er auf die eigene (abermals der grammatikalische Fehler im Zeitungsartikel)Niederlage bestanden."
(Dem AG Starnberg vorgelegt mit der Klage am 07.06.2002, Seite 3)
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. Das Gericht ließ jede Auseinandersetzung mit dem Verhalten des Beklagten im Anschluß an die streitgegenständliche Schachpartie vermissen. .
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. Mit Urteil vom 21. Mai 2003 weist das Amtsgericht Starnberg die Klage von Chowanetz gegen Lochte kostenpflichtig ab. Er habe nicht zweifelsfrei nachweisen können, dass Thomas Lochte die streitgegenständliche Äußerung abgegeben habe. .
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. Das Gericht setzte den Streitwert auf 5000.- Euro fest. Der Streitwert setzt sich folgendermaßen zusammen: Unterlassungsklage 2.000 Euro und Widerrufsklage 3.000 Euro. .
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