"FREIE" BEWEISWÜRDIGUNG DOKUMENTENVERZEICHNIS
EPILOG

"Wolken die über den Himmel ziehen, ohne Regen zu geben, sind die Gerechtigkeit des Gesetzes, das viel verheißt, aber nichts gibt als Schauspielerei."

Martin Luther (1483-1546)

Epilog
Abschließend noch einige Gedanken.
Diese Geschichte liegt nun einige Jahre zurück. Sie hier umfassend festzuhalten bereitete mehr Arbeit als angenommen und dennoch würde ich wieder damit anfangen. Das Verhalten von Thomas Lochte war den Aufwand dieses "Gemäldes" ebensowenig wert, wie das von Matthias Schäfer oder mein eigenes. Vermutlich entwickelt sich so eine Auseinandersetzung mit vertauschten Rollen so oft, wie es Menschen gibt, die einen eigenen Fehler nicht einräumen und sich davon distanzieren können, "Freunde" hinzukommen, die ohne Rücksicht - auch gegen sich selbst - solidarisch sind und diese Mischung auf einen Wundgescheuerten trifft, der schon verletzt und wenig nachsichtig ist.
Unverständlich ist mir das Verhalten zahlreicher Mitglieder des Schachclubs. Ohne sich mit den Fakten auch nur ansatzweise vertraut gemacht zu haben, agierte so mancher wie es hier dokumentiert ist. Die Mehrheit verhielt sich zurückhaltend, manchmal auch feige. Dies bot mir Gelegenheit zur Übung von Nachsicht. Aber auch ein aufrichtiges couragiertes Mitglied, das sich bewusst lange Zeit jeder Parteinahme enthielt und mit seiner uneigennützigen Rechtschaffenheit herausragte, traf ich und danke ihm nochmal.
Mein anfängliches Zögern die Justiz hiermit zu beschäftigen ist mir gegenwärtig. Nicht Misstrauen gegenüber der Justiz ließ mich zögern, sondern die Frage, ob es die Sache wert sei. Mein Vertrauen in unsere Justiz war zu diesem Zeitpunkt, entgegen weitverbreiteter Stimmung und mittlerweilen doch recht umfangreicher Litaratur hierzu, ungebrochen. Was ich allerdings dann erlebte und was hier akribisch dokumentiert werden konnte, hielt ich nicht für möglich.
Hätte der Amtsrichter Dr. Günther R gleichfalls so gehandelt, wenn er gewusst hätte, dass sein Tun nicht folgenlos bleiben wird, dass es einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden kann und wird? Gibt es solch ein Agieren oft und ist es dokumentiert?
Ich bemühte mich darum diesen Streit mit Anstand auszutragen. Dieses Bemühen erstreckt sich selbstverständlich auch darauf, in dieser Dokumentation zurückhaltend, streng entlang der dokumentierten Tatsachen und mit Verzicht auf Polemik ein Bild zu zeichnen, das der Wirklichkeit gerecht wird. Sollten an der einen oder anderen Stelle Korrekturen angebracht sein, so bitte ich um einen Hinweis.

Starnberg, den 8. August 2007

Andreas Chowanetz



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